Historisches:
09 Dez 2018
Das 9/11-Märchen
Der Islam greife nach der Weltherrschaft, lautet das Mantra der Kriegstreiber weltweit. Doch waren die mutmaßlichen Attentäter des 11. September 2001 überhaupt Muslime?
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Laut Medienberichten und Gerichtsurteilen besteht kein Zweifel an der Tatsache, dass die Attentäter des 11. September 2001 strenggläubige Muslime waren, die als Märtyrer ins Paradies gelangen wollten. Nachforschungen einzelner Personen und Augenzeugenberichte ergeben jedoch ein anderes Bild. Das offizielle Bild von Nine Eleven beruht auf Gefälligkeitsjustiz und ebensolcher Berichterstattung mit Blick auf die USA. Das Feindbild Islam gehört auf den Prüfstand.


Im Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg gegen Mounir El Motassadeq im Jahr 2005 werden seine Freunde, Mohamed Atta, Marwan Alshehhi und Ziad Jarrah — mutmaßliche Todespiloten des 11. September 2001 — als strenggläubige Muslime bezeichnet. Diese Bezeichnung läuft wie ein roter Faden durch das ganze Urteil. Im Urteil insgesamt sechzehn Mal behauptet, dass Atta und seine Freunde hofften, als Märtyrer zu sterben, um ins Paradies zu gelangen.


Das Gericht ging davon aus, dass Atta, Alshehhi und Jarrah derart von ihrem Glauben überzeugt waren und gerade wegen dieses Glaubens Angriffe gegen Juden und Amerikaner verüben wollten. Sie würden also religiösen Pflichten gehorchen und während eines solchen Angriffs als Märtyrer sterben, denen das Paradies zusteht.


Auch die 9/11 Untersuchungskommission der US-Regierung ging davon aus, dass 19 mutmaßliche Terroristen die Anschläge des 11. September aus fanatisch-religiöser Überzeugung begangen hätten. Der Abschlussbericht der Kommission enthält das Wort Islam und dessen Varianten wie Islamisten, Islamismus, Muslime mehrere hundert Mal. Der Name Atta kommt nicht weniger als 293 Mal in diesem Abschlussbericht vor. Doch bezüglich der religiösen Überzeugungen von Mohamed Atta, Marwan Alshehhi und Ziad Jarrah steht erstaunlicherweise nur ein einziger allgemeiner Satz im Bericht:


„Aus Folge des Einflusses von Zammar oder durch andere Anregungen entschlossen sich Atta, Binalshibh, Shehhi und Jarrah ihre extremistischen Überzeugungen in die Tat umzusetzen. Gegen Ende des Jahres 1999 waren sie bereit, ihr Studentenleben in Deutschland zugunsten des gewalttätigen Dschihad aufzugeben. Diese letzte Phase ihrer Entwicklung in Richtung eines umfassenden islamistischen Extremismus blieb von ihrer Umgebung nicht gänzlich unbemerkt.“


Dass Atta, Alshehhi und Jarrah in den USA wie Amerikaner gekleidet waren, ihren Bart abrasiert und Moscheen gemieden hatten — wie mehrmals berichtet — könnte man zwar als Tarnung auslegen. Aber wie steht es mit ihrem angeblichen Drang, sich abends in Bars aufzuhalten, Alkohol zu trinken und sich mit Prostituierten herumzutreiben? So ein Verhalten ist keine Voraussetzung dafür, in der amerikanischen Gesellschaft Fuß zu fassen. Welchen Reiz sollte Las Vegas, die Stadt der Sünde, auf fanatische Muslime ausüben, wo sie einige Mal hinreisten?


Dass die Kommission dieses un-islamische Verhalten nicht in ihrem Schlussbericht erwähnt, könnte darauf hindeuten, dass solche Informationen die öffentliche Legende über fanatische Islamisten erschüttert hätten. Diese Informationen wurden auch nicht im Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg gegen Mounir El Motassadeq erwähnt, obwohl sie zur Entlastung des Beschuldigten hätten angeführt werden sollen.


Es folgen Zitate aus Zeitungsberichten über das Genussverhalten einiger der angeblichen Terroristen des 11. September 2001, die ausschließlich kurz nach den Anschlägen veröffentlicht wurden.


Alkohol

Bekanntermaßen dürfen Muslime keinen Alkohol trinken. Bezogen auf Mohamed Atta sagte sein ehemaliger Lehrer, Professor Dittmar Machule in einem Interview: „Mohamed El-Amir (Atta) trank keinen Alkohol und ich würde meine Hand ins Feuer legen, dass er ihn nie probieren würde.“


Amerikanische Zeitungen berichteten dennoch, dass ein Mohamed Atta, ein Marwan Alshehhi und ein dritter nicht identifizierter Mann in Shuckum’s Oyster Bar in Hollywood, Florida, am 7. September 2001 völlig betrunken erschienen. „Sie sind knallvoll“, sagte die Barkellnerin Patricia Idrissi und schickte sie zu einem chinesischen Restaurant nebenan [1]. Später kamen sie zurück — Atta bestellte fünf Stolichnaya Wodka und Orangensaft, während Alshehhi fünfmal Rum mit Coke bestellte [2]. Laut Geschäftsführer Tony Amos war „der Typ Mohamed betrunken, seine Stimme war unklar und er hatte einen schweren Akzent.“ Im ganzen Monat September 2001 berichteten zahlreiche Medien diese Geschichte immer wieder [3].


Wie erkannte Tony Amos Mohamed Atta? Nach Angaben der St. Petersburg Times vom 13. September 2001 erschienen FBI-Agenten bei Shuckum‘s „kurz nach dem Angriff“, also nicht später als am späten Nachmittag des 11. September [4]. Auch die New York Times bestätigte diese Feststellung [5]. Es wurde nie erklärt, wie das FBI so schnell erfuhr, dass Atta und Alshehhi überhaupt Bars frequentierten, geschweige denn eine bestimmte unter den rund 4.000 Bars, die allein in Florida existieren. War das FBI den Männern schon vorher auf der Spur?


Es bestand kein Zweifel, dass sie die Zecher waren, die das FBI als Teilnehmer an den Anschlägen bezeichnete. Laut Associated Press vom 12. September 2001 zeigten FBI-Agenten dem Personal der Bar Attas Passfoto [6]. Tony Amos sagte: „(Die FBI-Agenten) erzählten uns, diese Jungs seien auf der Passagierliste eines Fluges aus Boston und ich wusste, was es bedeutete. Sie sagten, die Leute wären tot“ [7].


Ab dem 16. September setzte sich allerdings langsam eine neue Fassung der Geschichte durch [8]. Diese ähnelt zwar der ersten, aber nun soll sich Atta mit Videospielen beschäftigt und Preiselbeersaft statt Wodka getrunken haben. Langsam ersetzte die zweite Fassung die erste [9]. So berichtete zum Beispiel die Los Angeles Times die neue Fassung wie folgt:„Am selben Abend (7. Sept.), gingen Atta und Al-Shehi unten an der Küste Floridas ins Shuckum’s […] zusammen mit einem noch nicht identifizierten dritten Mann. Der Manager, Tony Amos, sagt, dass Atta ruhig für sich alleine saß, Preiselbeersaft trank und Videospiele spielte. Alshehhi konsumierte Mix-Drinks und diskutierte mit einem anderen Gast“ [10]. Was übrig blieb, waren „gesäuberte“ Presseberichte, wie der folgende, der am 22. September in der Washington Post erschien:


„Am Freitagabend vor den Anschlägen verbrachten Atta und zwei andere Männer — einer von ihnen Marwan Alshehhi, ein weiterer mutmaßlicher Flugzeugentführer — dreieinhalb Stunden in einer Bar namens Shuckum’s in Hollywood (Florida). Atta spielte Videospiele, eine Beschäftigung, die mit fundamentalistischen Überzeugungen eigentlich nicht vereinbar ist. Der Geschäftsführer, der an jenem Abend Dienst hatte, gibt an, er erinnere sich nicht, Atta Alkohol trinken gesehen zu haben.“


Den letzten Nagel in den Sarg der Zechestory schlug am 12. November 2001 ABC Australia ein, als der Sender ein kurzes Interview mit Tony Amos ausstrahlte. Amos sagte jetzt folgendes:


„Der dritte Gentleman, Mohammed Atta, saß am anderen Ende der Bar und beschäftigte sich mit Videospielen (…) Mohammed Atta trank nur Preiselbeersaft. Zwischendurch stand er auf und ging zu — ich glaube es war Marwan sein Cousin, oder er behauptete, der sei mit ihm irgendwie verwandt — und flüsterte ihm etwas ins Ohr, ging dann zurück zum anderen Ende der Bar und spielte weiter mit dem Videospiel. Das tat er vier Stunden lang“.


Der Autor Daniel Hopsicker recherchierte in Florida zwei Jahren lang über Mohamed Atta. Was er herausgefunden hat, widerspricht völlig dem Bild eines strenggläubigen Muslims, der sich auf sein Märtyrertum vorbereitet. Er schreibt:


„Ich wollte es von Tony Amos selbst hören. Doch als ich im Shuckum‘s einkehrte, stellte ich fest, dass weder er noch die Barkeeperin Idrissi hier noch arbeiteten. Niemand wusste, wohin sie gegangen waren. Die Nachfolgerin hinter der Theke deutete immerhin an — bevor sie merkte, dass sie dabei war, zu viel zu reden — dass der Abgang der beiden irgendwie mit dem 11. September zusammenhing. Tony Amos und Patricia Idrissi hatten Fahrkarten auf die Insel der verschollenen Zeugen gelöst. Hoffentlich hin und zurück“ [11].


Marwan Alshehhi wurde 1997 mehrfach auf den Philippinen gesehen. Der Sicherheitsbeamte Antonio Sersoza behauptete: „Ich bin sicher, Alshehhi war im Jahre 1997 im Woodland Park Resort mehrmals Gast. Ich erinnere mich an ihn, weil ich ihn wegen zu schnellen Fahrens dreimal am Tor des Hotels gestoppt habe“ [12]. Gina Marcelo, eine Kellnerin im Hotel, erinnerte sich, dass Marwan Alshehhi im Hotel eine Party gab.


„Es waren um die sieben Personen. Sie mieteten einen offenen Platz beim Schwimmbad. Sie tranken Johnnie Walker Black Label Whiskey und Mineralwasser. Sie grillten Crevetten und Zwiebeln. Sie kamen in großen PKWs und hatten viel Geld. Alle hatten Freundinnen“ [13].


Ein anderer Augenzeuge, Ferdinand Abad, erinnert sich, dass Atta ihn gefragt habe, wann er außerhalb des Hotels auf einen Wagen warten sollte, der ihn zum Flugklub transportieren könne [14].


Ihre Anwesenheit in der philippinischen Kleinstadt weckte wenig Neugier in der von Männern dominierten ausländischen Gemeinschaft, die aus pensionierten Militärs sowie aus Touristen aus Europa, Australien und dem Nahen Osten bestand. Sie schätzten die günstigen Preise und die Verfügbarkeit von Frauen [15]. Im Bericht der 9/11 Kommission wird überhaupt nicht erwähnt, dass sich Atta und Alshehhi auf den Philippinen aufhielten.


Sex

Die Geschichte mit dem durchzechten Nachmittag bei Shuckum‘s ist nicht die einzige, von der berichtet wurde. Es gibt noch ein paar weitere. So schrieb die Londoner Sunday Mail, Atta und Alshehhi hätten in einer Bar namens Sunrise-251 in Palm Beach innerhalb einer Dreiviertelstunde Champagner der Edelmarken Krug und Perrier-Jouet für 1.000 Dollar konsumiert. Marwans Begleiterin sei, so die Zeitung, eine Blondine gewesen, während Atta mit einer über 1,80 Meter großen Brünetten Ende zwanzig unterwegs gewesen sei. Nach Angaben der Sunday Mail waren beide Frauen als „regelmäßige Gespielinnen spendabler Herren“ bekannt [16].


Hopsicker entdeckte auch, dass Atta mit einer Ex-Stripperin zusammenlebte. Darüber berichtet er ausführlich in seinem Buch. Hier nur kurze Auszüge:


„Von meiner Suche nach der Freundin des Rädelsführers der Terroristen wird noch ausführlich die Rede sein. An dieser Stelle sei nur so viel gesagt, dass ich nach einer langwierigen Schnitzeljagd eine junge Frau ausfindig machte, die einigen Nachrichtenmeldungen zufolge für kurze Zeit mit Mohamed Atta zusammengelebt hatte. Diese Frau heißt Amanda Keller. Zu dem Zeitpunkt, da sie sich mit Atta ‚zusammentat’, war sie zwanzig Jahre alt und schmückte sich mit einer pinkfarbenen Stachelfrisur. Tagsüber betätigte sie sich als ‚Dessousmodel’, abends entweder als Stripperin oder als Hostess für einen Begleitservice namens Fantasies & Lingerie, zu dessen Klientel Politiker, Richter, Geldleute und Partylöwen beiderlei Geschlechts gehörten und dessen Büro sich nicht weit vom Cheetah‘s befand, einem Stripteaselokal, in dem Atta nachweislich verkehrte“ [17].


Amanda Keller berichtet über das High-Life der Hamburger Zelle:„Der Club Area 51 war ein anderes Lokal, in das wir öfter gingen… Mohammed mochte die Musik nicht, es gab nur Rap (…) Wir trafen Piloten aus Afrika, Deutschland und Araber. Marwan (Alshehhi) stand mit einer Meute Frauen an der Bar des Reggae-Saals. Es gab Drinks, es schwirrten eine Menge Frauen um ihn herum, und er warf mit Geld nur so um sich.“


Dass Atta mit Amanda Keller in den Sandpiper Apartments, Venice, Florida, gegenüber dem Flugplatz, zusammenlebte, bestätigten ihre Nachbarn Stephanie Frederickson und das Ehepaar Charles und Paula Grapentine [18].


Ziad Jarrah, der in seiner Heimat Libanon im Ruf eines Partylöwen stand, wandelte sich laut dem Urteil gegen Mounir El Motassadeq in einen strenggläubigen und fanatischen Islamisten. Dennoch berichteten amerikanische Zeitungen, dass er im Februar 2001, während eines Aufenthaltes in Jacksonville, Florida, den Wacko Stripclub besucht hätte. Mitarbeiterinnen des Klubs erkannten ihn auf Fotografien, die ihnen ein Beamter des FBI zeigte [19].


Laut dem FBI hatten Tänzerinnen Marwan Alshehhi am 1. Juli 2001 im Nachtclub Cheetah in Pompado Beach, Florida, gesehen. Auch in Las Vegas, Nevada, sah ihn eine Stripperin namens Samantha im Kabarett Olympic Garden Topless. Er habe von ihr einen Schoßtanz erhalten und nur $20 bezahlt [20]. Laut Ermittlern haben Atta, Alshehhi, Jarrah, Hanjour und Alhamzi Las Vegas mindestens sechsmal besucht [21].


Marwan Alshehhi und Hamza Alghamdi, zwei der angeblichen Attentäter des 11. September 2001, kauften für Hunderte von Dollars „pornografische Videos und Sexspielzeuge“ in Florida. Am 6. Juli 2001 kauften sie solche Gegenstände für $252, dann am 27. Juli für weitere $183 [22].


Einige der anderen mutmaßlichen Entführer, die sich angeblich auch aus religiöser Überzeugung auf Anschläge vorbereiteten, konnten offensichtlich ebenfalls nicht den Sirenen der amerikanischen Sexindustrie widerstehen. Majed Moqed besuchte dreimal einen Sexshop und lieh ein Pornovideo aus. Der Bürgermeister von Paterson, New Jersey, äußerte über die sechs mutmaßlichen Entführer, die sich in seiner Stadt aufhielten:


„Niemand sah sie in den Moscheen, aber sie liebten Go-Go Clubs“ [23].


Nawaf Alhazmi und Khalid Almihdhar besuchten ihrerseits häufig das Cheetah, eine Stripbar in San Diego, Kalifornien [24].


Das FBI und die 9/11 Kommission haben kein Wort über das ausschweifende Sexleben der „fanatischen Islamisten“ verloren. Auch das Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg erwähnt nicht das ausschweifende Sexleben der Männer, die angeblich als Märtyrer sterben wollten und die angeblich von Mounir el Motassadeq unterstützt wurden.


Drogen

Über den Drogenkonsum von Mohamed Atta lässt Autor Hopsicker Attas Freundin Amanda Keller erzählen:„In Key West nahmen sie Drogen, aber nicht in meiner Gegenwart […]“


„Nach unserer Rückkehr aus Key West stellt Mohamed mich allen in dem Apartment vor — es war das erste Mal, dass ich dorthin mitging. Ich traf Angelina und Olivia und einen sehr kräftigen Holländer, der gut zwei Meter groß gewesen sein muss. Peter, Stephan, Timothy und Jürgen waren auch dort und ein Typ mit dunklen Haaren, der ein bisschen wie Mohamed aussah, aber ganz lange Haare hatte. Er wirkte traurig und sagte, er sei aus Frankreich (…)


 Sie tranken eigentlich immer. Bier oder Wein, aber auch Spirituosen. Immer! Nachdem ich alle Bewohner (der Wohnung im Sentinel-Apartments) kennengelernt hatte, fühlten sie sich in meiner Gegenwart nicht mehr befangen und holten das Koks heraus. Beim ersten Mal, als ich (Atta) dabei erlebte, lieh er sich bei mir einen Dollarschein aus, den er zum Röhrchen aufrollte. Dann fragte er mich, ob ich eine Linie, die auf einem Glastisch im Wohnzimmer angerichtet war, haben wollte. Ich sagte nein. Für mich war das etwas, das man sonst nur im Kino sieht. Es war das erste Mal, dass ich richtiges Kokain zu sehen bekam.


Diesen Jungs quoll das Geld regelrecht aus dem Arsch. Ich hatte den Eindruck, dass ihnen nie das Geld ausging und ihr Kokainvorrat war enorm. Immer wenn es ihnen ausging, gingen sie zur Flugschule rüber. Ich schloss mich ihnen eines Tages mit Sabrina, Tims Schwester aus Hamburg, an, um zu sehen, wohin sie gingen und sah sie im Gebäude des ‚Florida Flight School Training Center‘ verschwinden“ [25].


Das FBI und die 9/11 Kommission verschwiegen völlig den mutmaßlichen Drogenkonsum von Mohamed Atta.


Glücksspiele

Am 7. Juni 2002 erklärte Gerd Sternberg, ein Blackjack Händler in Las Vegas, bei einer Vernehmung des FBI, dass Ziad Jarrah und Mohamed Atta an seinem Tisch in Caesars Palast in Las Vegas spielten. Laut Sternberg spielten beide mit Bargeld. Er wusste nicht, ob sie Hotelgäste waren [26]. Echte Muslime wissen, dass der Islam Glücksspiel verbietet [27].


Gläubige Islamisten oder Doppelgänger?

Die Bereitschaft der Hamburger Gruppe um Mohamed Atta, einen Selbstmordanschlag vorzubereiten, wird von ihrer angeblich radikalen oder extremistischen Islamgläubigkeit abgeleitet beziehungsweise damit erklärt. Das Verhalten von Mohamed Atta, Marwan Alshehhi und Ziad Jarrah in den USA, wie zahlreiche Augenzeugen berichten, ist mit radikalem Islam offensichtlich nicht vereinbar. Im Gegenteil: Diese jungen Männer verfügten über sehr viel Geld, genossen die süßen Verlockungen des diesseitigen Lebens und konnten sich auf einen guten Pilotenjob in der Zukunft freuen. Auf Jarrah wartete zu Hause im Libanon ein neuer Mercedes und eine hübsche Frau, die er heiraten wollte.


Hatten Atta, Alshehhi und Jarrah ihre Strenggläubigkeit in Deutschland vorgetäuscht oder waren die Männer, die in den USA diese Namen trugen, möglicherweise ganz andere Personen, deren Aufgabe es war, Spuren zu hinterlassen, die später zur Errichtung der Terroristenlegende benutzt werden konnten und die dafür viel Geld bekamen?


Abgesehen von den fehlenden Beweisen über die Teilnahme von Atta, Alshehhi und Jarrah an den Anschlägen des 11. September 2001 [28] und auch wenn man davon ausgehen würde, dass diese drei Männer Takfiris waren, ist es schwer zu glauben, dass Menschen, die regelmäßig Alkohol und Drogen konsumierten, Sex haben, eine Pilotenausbildung absolviert haben und Geld für Glücksspiele ausgeben, ihr Leben für ein abstraktes Ideal opfern, geschweige denn unschuldige Menschen massenweise ermorden würden. Ihr Verhalten in den USA deutet eher darauf hin, dass diese Männer in eine geheimdienstliche Operation oder in Drogenschmuggel verwickelt waren.


Das Oberlandesgericht Hamburg forschte nicht nach, ob die in den USA veröffentlichen Berichte über das Verhalten der mutmaßlichen Attentäter der Wahrheit entsprechen und wenn ja, wie ein solches Verhalten mit ihrem angeblichen islamistischen Fanatismus übereinstimmen könnte.


Mit geschlossenen Augen stellten die Hamburger Richter fest, Mohamed Atta, Marwan Alshehhi und Ziad Jarrah wären fanatische Massenmörder. Auf dieser Grundlage verurteilten sie Mounir el Motassadeq im Jahr 2007, der weder in den USA war, noch irgendeine Straftat begangen hatte, zu einer 15-jährigen Haftstrafe, da er angeblich von den Anschlagsplänen seiner Freunde Atta und Alshehhi wusste und ihnen mit einer Überweisung von 5.000 DM helfen wollte. Der Bundesgerichtshof behauptete sogar, dass durch die vorzeitige Freilassung des friedlichen Mounir el Motassadeq eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestünde.


Aus diesen Zeilen ergeben sich zwei Haupterkenntnisse:


1. Dass die Behauptung, die Täter des 9/11 waren streng gläubige Muslime, weltfremd ist. Es soll erinnert werden, dass für die Teilnahme dieser Männer an den Anschlägen keine Beweise vorliegen.
2. Dass für die deutsche Justiz die Unterwerfung an die USA einen höheren Stellenwert hat als die Wahrheitsfindung und die Gerechtigkeit.



Quellen:

[1] St. Petersburg Times, 13.09.2001
[2] Time, 24.09.2001
[3] The New York Times, 13.09.200; South Florida Sun-Sentinel, 15.09.2001; Sunday Herald (Glasgow), 16.09.2001; Miami Herald, 22.09.2001;  Newsweek, 24.09.2001; Time, 24.09.2001
[4]  St. Petersburg Times, Barry Klein, Wes Allison et al „FBI seizes records of students at flight schools“, 13.09.2001, #525
[5]  The New York Times, Dana Canedy and David E. Sanger „Hijacking Trail Leads FBI to Florida Flight School“, 13.09.2001, #041
[6] Associated Press, Ken Thomas „Feds investigating possible terrorist-attack links in Florida“, 12.09.2001
[7] Dana Canedy and David E. Sanger, supra.
[8] Toronto Star, 15.09.2001
[9] Washington Post, 16.09.2001; Washington Post, 22.09.2001; Los Angeles Times, 27.09.2001; St. Petersburg Times, 27.09.2001; Australian Broadcasting Corporation, 12.11.2001; Sunday Times (London), 3.02.2002
[10] Los Angeles Times, Carol J. Williams, John-Thor Dahlburg and H.G. Reza „Mainly, They Just Waited“, 27.09.2001; ABC Australia, Liz Jackson and Quentin McDermott, „Transcript: A Mission to Die For“, 12.11.2001
[11] Verlag Zweitausendeins, Daniel Hopsicker „Mohammed Atta und seine amerikanischen Helfer“, 2004, S. 99
[12] Gulf News „Hijackers trained at flying club in Luzon“, 02.10.2001;  Asia Times, Ted Lerner „On the scent of terror“, 11.10.2001
[13] International Herald Tribune, Don Kirk „Filipinos Recall Hijack Suspects Leading a High Life“, 05.10.2001
[14] Ebd.
[15] Ebd.
[16] Daily Mail, Eric Bailey „It was a little strange. Most people want to make take-offs and landings. All they did was turns“, 16.09.2001
[17] Daniel Hopsicker, supra, S. 34
[18] Daniel Hopsicker, supra, S.62-68
[19] First Coast News, Jacquelyn Barnard ,,9/11 Hijacker Stayed at Jacksonville Hotel”, 24.08.2004
[20] Cox News Service, Kevin Fagan ,Agents of terror leave their mark on Sin City”, 16.10.2001; San Francisco Chronicle, 04.10.2001
[21] Ebd.
[22] FBI 9/11 Timeline „Working draft chronology of events for hijackers and associates“, S. 106-210 (S. 178, 196)
[23] Newsday, 23.09.2001; Newsweek, 15.10.2001
[24] Los Angeles Times, 01.09.2002
[25] Daniel Hopsicker, supra, S. 133
[26] Tampa office of the INS, FBI Document 265A-NY-280350-302, Serial 39814, interview of Gerd Sternberg, cited in Jarrah‘s Comprehensive Profile, 20.03.2002
[27] Arab News, Adil Salahi „Prohibitions of all types of gambling“, 22.05.2004
[28] Elias Davidsson „Haben islamistische Terroristen am 11. September 2001 Flugzeuge entführt?”, 17.09.2008

 

 

Dieser Text wurde zuerst am 23.10.2018 auf www.rubikon.news unter der URL <https://www.rubikon.news/artikel/das-9-11-marchen> veröffentlicht. Lizenz: Initiative zur Demokratisierung der Meinungsbildung gGmbH, CC BY-NC-ND 4.0

 

Für den Inhalt der einzelnen Artikel sind die jeweils benannten Autoren verantwortlich. Die Inhalte der Artikel und Kommentare spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.<br />

Quellen

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Elias Davidsson

wurde in Palästina als Sohn deutscher Eltern mit jüdischem Glauben geboren, die zur Zeit der Nazis aus Deutschland emigriert waren. Er studierte Klavier, Harmonie und Kontrapunkt in Haifa, später Klavier und Komposition in Köln, Freiburg und Basel, leitete eine Musikschule in Island und war auch als Kirchenmusiker tätig. Seit den 1990er Jahren befasst er sich mit Völkerrecht und verdecktem Staatsterrorismus. Zuletzt erschienen von ihm „Hijacking America‘s Mind on 9/11“, „The Betrayal of India: Revisiting 26/11“ und „Psychologische Kriegsführung und gesellschaftliche Leugnung“.


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