Seit wann fahren Sklaven Auto?
16 Mai 2015
Die Bilderberger
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Auszug aus dem Buch „Seit wann fahren Sklaven Auto?“      von Bert Hoscheit
Es ist erstaunlich. Die mächtigsten Leute der Welt aus Politik, Königshäusern, Wirtschaft, Instituten und Banken treffen sich regelmäßig jedes Jahr für einige Tage in den Monaten Mai und Juni, in gediegenen Luxushotels, abgeschieden von der Öffentlichkeit, jedes Mal in einem anderen Land, abwechselnd in den USA und in Europa ... seit 1954! Und fast niemand weiß davon. Das hängt damit zusammen, dass die Medien von dieser Gruppe verpflichtet wurden, darüber zu schweigen. Aber einige verwegene Journalisten waren dieser Gruppe in den letzten Jahren auf den Fersen: Der 2013 verstorbene Amerikaner Jim Tucker und der in Litauen geborene Daniel Estulin, um nur diese beiden zu nennen. Und dank Internet ist diese Gruppe jetzt nicht mehr so geheim. Damit ist wieder eine “Verschwörungstheorie” zur Wahrheit geworden. Auf der offiziellen Internetpräsenz „bilderbergmeetings.org“ erfährt man natürlich keine Wahrheiten über Inhalte, sondern lediglich nur, dass es sich um eine informelle Zusammenkunft handelt, wo Leute ihre Ideen austauschen. Frage: Wenn es nichts zu verbergen gibt, warum bemühte man sich denn so sehr darum, unerkannt zu bleiben? Heute kann man der öffentlich dargestellten Liste des Komitees entnehmen, welche Firmen und Konzerne, aus dem Kreis der Banken, Versicherungen, Pharmaindustrie, Medien, Informatik und Ölkonzernen, vertreten sind. 1954 rief Prinz Bernhard aus den Niederlanden im Hotel “De Bilderberg” (daher der Name) in Oosterbeek in den Niederlanden eine erste Konferenz ein. Seitdem trifft sich die Elite regelmäßig. Die Organisation baut sich um einen festen Zirkel auf und übt Einfluss auf Staatsführer aus. Eine Betrachtung zur Funktionsweise des Systems um Bilderberg am Beispiel der französischen Präsidentschaftswahlen 2012 und der Person Manuel Valls: Beim 1. Wahlgang im April liegt François Hollande nach Prozenten bereits ganz knapp vor dem Konkurrenten Sarkozy: 28,63 %, Nicolas Sarkozy 27,18 %, Marine Le Pen 17,90 %. Der Titel eines zu dieser Zeit erschienenen Buches des französischen Journalisten Christophe Deloire trifft den Nerv der Sache: “Circus politicus”, Albin Michel 2012. Es scheint sich wieder einmal um einen politischen Zirkus zu handeln. Könnte es sein, dass Hollande bereits als zukünftiger Präsident vorherbestimmt war? Ein Artikel auf “agoravox” des Bloggers “le citoyen engagé” ist der Sache auf der Spur und mahnt am 2. Februar 2012: “Bilderberg a déjà choisi Hollande” ... Français, vous pouvez vaquer à vos occupations ...” (“Bilderberg hat bereits Hollande ausgewählt, Franzosen, ihr könnt euch anderen Dingen zuwenden”). Dieser Blogger hat das richtig erkannt, denn wenn man nur ein bisschen Nachforschung betreibt in dem Sinn, dass Politik von ganz anderen Mächten beeinflusst ist, als es auf den ersten Blick den Anschein hat, wird man schnell fündig. Unter anderem hat man zumindest schon einen “Bilderberger” in das Team von François Hollande eingeschleust, auf keinem geringeren Posten, als dem des Verantwortlichen für Kommunikation: Manuel Valls. Er war Bürgermeister von Evry und hatte auch bei den “primaires”, also dem ersten Auswahlverfahren, für den Posten des Präsidenten kandidiert. Nachdem er nicht sehr viele Stimmen bekommen hatte, hat er sich dem Team von François Hollande angeschlossen. Er war 2008 bei den Bilderbergern eingeladen, wie er selbst in einem Interview von “WeAreChange-Paris” zugibt (hochgeladen auf Youtube am 10. Oktober 2011; „We Are Change“ ist eine Graswurzelbewegung, gegründet unter anderem von Luke Rudkowski in New York, um die Ungereimtheiten rund um den 11. September 2001 aufzudecken). Manuel Valls versucht die Bedeutung dieser Treffen herunterzuspielen. Als man ihm unangenehme Fragen stellt, wehrt er sich mit den üblichen Taktiken. Er verleumdet die Journalisten als Verschwörungstheoretiker, welche Bilderberger mit dem 11. September und der Verleugnung des Holocaust in einen Topf werfen. „We Are Change“ behauptet, er sei auch Mitglied einer französischen Freimaurerloge gewesen. Die weitere Entwicklung bestätigt die Vermutungen. Manuel Valls wurde Innenminister, keine unbedeutende Funktion in einem Land. Seit Oktober 2012 verliert François Hollande an Zustimmung bei der Bevölkerung, und Manuel Valls ist nun angeblich der beliebteste Politiker. Es riecht sehr stark nach abgekartetem Spiel. Manuel Valls wird künstlich ins Rampenlicht projiziert, denn „Charme“ kann man nun wirklich nicht bei ihm entdecken. Er spielt den „Sarkozy“ im linken Lager. An der Politik hat sich also nichts verändert. Er greift hart durch gegen Roma, Extremisten, Drogenbanden in den Vororten und gegen die, welche er (seit der “affaire Dieudonné”, dem französischen Komiker, der sich gegen die „Antisemitismuskeule“ wehrte) als “Antisemiten” bezeichnet. Schon wird er als der nächste Premierminister gehandelt (was er tatsächlich geworden ist, nach einer Wahlniederlage der Sozialisten bei den Kommunalwahlen im März 2014). Er ist konsequent, aber nuanciert, will heißen: diplomatisch geschickt. Ist Hollande nur eine Übergangsfigur? Er scheint tatsächlich ein Niemand zu sein, wie manche Leute vorgeben. Was passiert denn auf einer Bilderberg-Konferenz? Hier werden nicht Entscheidungen getroffen, sondern weitergeleitet. Wie sollte man auch in 3 Tagen unter etwa 130 Leuten etwas entscheiden können? Die Bilderberger gelten als „Königsmacher“. Viele politische Machthaber sind nach dem Erscheinen auf einer Konferenz in ein wichtiges Amt gehievt worden. Von Angela Merkel über Guido Westerwelle bis zu Herman Van Rompuy dem ersten EU-Ratspräsidenten. Mario Monti hat man in Italien eingesetzt, ohne das Volk zu befragen. 2013 hat er die Quittung bei den Wahlen bekommen. Aber das gehört zum Spiel. Obama taucht bei den Bilderbergern auf ... und wird Präsident. Jean-Claude Juncker wird 2012 bei den Bilderbergern gesichtet und wird 2014 EU-Kommissionspräsident. Ist das alles Zufall? Eher nicht. Und eigentlich haben die Wähler keine Wahl, denn der Club hat immer 2 Eisen im Feuer. Egal, wer gewählt wird, es ist ein Kandidat, der den Segen von ganz oben hat, oder zwangsweise bekommen wird. Taktiken, um einen Kandidaten an die Spitze zu heben  Dazu gehören unter anderem: manipulierte Umfragen, Veröffentlichung eines Buches des Kandidaten, inszenierte Shows im Fernsehen, Nachhilfe durch wirtschaftliche Interessen und ähnliches. Warum hat Standard and Poor’s während des Wahlkampfs Frankreich in der Zahlungsfähigkeit herabgestuft? Dies scheint ein Schlag gegen Sarkozy gewesen zu sein, dem somit eine verfehlte Politik nachgesagt werden konnte. Hier wird nichts dem Zufall überlassen, und es treten mächtige Institutionen und Stiftungen auf den Plan, wie zum Beispiel das “Tavistock Institute” in London, mit seinen vielen Verästelungen und Forschungsanstalten, die alle nur darauf hinarbeiten, wie man die Menschen am besten manipulieren kann. Der Slogan, den François Hollande anwendet, ist “le changement, c’est maintenant” (“der Wandel, das ist jetzt”). Er benutzt in dieser Floskel das magische Wort “change”, wie bereits Clinton und Obama, worauf die meisten immer wieder hereinfallen, weil es in der Natur des Menschen liegt, an das Gute zu glauben und die Hoffnung nicht aufzugeben. Man hofft auf einen Wechsel und dass mit dem neuen Kandidaten alles nur besser werden kann. Die Menschen scheinen aber ein kurzes Gedächtnis zu haben, denn sie fallen immer wieder auf diesen Mechanismus herein, obwohl sich die Lage für sie eher verschlimmert als verbessert. Nicht umsonst saß, wie bereits erwähnt, ein Bilderberger (in der Person von Manuel Valls) in der Kommunikationsabteilung von François Hollande. Und es soll hier noch einmal klar in Erinnerung gerufen werden. Was uns der “change” bei Obama gebracht hat, kann man ja beobachten: noch mehr Kriege, noch mehr Staatsverschuldung, mehr Arbeitslosigkeit, mehr Beschneidung der Bürgerrechte ... die USA werden zerstört. Man benutzt den sogenannten “double speak”, um die Leute in die Irre zu führen: “Krieg ist Frieden”. In der Tat, wie wir konkret beobachten können, sind sogenannte Friedensaktionen reelle, unbarmherzige Kriege. Und da Obama so viele Kriege mit zu verantworten hat (haben würde), verleiht man ihm auch gleich mal den Friedensnobelpreis. Am Anfang der Dokumentation von Guido Grandt: „Bilderberger - Das geheime Zentrum der Macht“ (nach dem gleichnamigen Buch von Wissenschaftsjournalist und Sachbuchautor Andreas von Rétyi) stehen folgende Zitate, eine sehr interessante Auslese: “Die Welt wird von ganz anderen Personen regiert als diejenigen es sich vorstellen, die nicht hinter den Kulissen stehen” - Benjamin Disraeli (engl. Premierminister). “In der Politik geschieht nichts zufällig! Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war” - Frank Delano Roosevelt (US-Präsident). “Der Einzelne steht wie gelähmt vor einer Verschwörungstheorie, die so monströs ist, dass er sie einfach nicht fassen kann” - J. Edgar Hoover (Gründer des FBI). “Einige der größten Männer in den Vereinigten Staaten, auf den Gebieten von Handel und Produktion, haben Angst vor etwas. Sie wissen, dass es irgendwo dort eine Macht gibt, so organisiert, so subtil, so wachsam, so verwoben, so komplett, so durchdringend, dass sie deren Verdammung besser nie anders als hauchend leise aussprechen” - Woodrow Wilson (US Präsident). Von der Verschwörungstheorie zur Tatsache Früher war die Existenz der Bilderberger eine Verschwörungstheorie, dann wurde ihre reale Existenz entlarvt. Die Aufdeckung der Machenschaften verlangte nach einer neuen Medienpolitik. Dies zeigt, wie man sich den Wirklichkeiten und Entwicklungen anpasst. Alles kann man ja nicht vorhersehen, aber man kann sich neu aufstellen, um weiterhin die gleichen Ziele zu verwirklichen. Webster Tarpley (Kopp-Verlag, 2. Juni 2012) bringt es auf den Punkt: “In diesem Zusammenhang entsteht nun ein interessantes Phänomen: Solange Bilderberg nur wenigen bekannt war, gab es einfach eine Nachrichtensperre, die Medien brauchten nichts zu berichten, es war alles tabuisiert, kein Wort, Schluss, Feierabend! Jetzt aber ist Bilderberg einigermaßen bekannt geworden. Und deswegen entsteht natürlich auch, wie immer, sofort die Notwendigkeit der Desinformation. Gewisse Persönlichkeiten streuen deswegen fleißig diese falschen Informationen, sie entstellen die Wahrheit, das, was auf dem Treffen geschieht, ist etwas anderes, als es nach draußen nun von ganz bestimmten Leuten dargestellt wird. Das Publikum soll, wen wundert es, hinters Licht geführt werden.“ Bilderberg und die Konzerne Eine wissenschaftliche Studie des Jahres 2011 (The network of global corporate control) der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) Zürich bestätigt, dass tatsächlich eine kleine Gruppe von Konzernen die Welt regiert. Sie haben die Verbindungen zwischen 43.000 Firmen untersucht, besonders die Besitzverhältnisse durch Aktien. Der Kern des Netzwerkes besteht aus 1318 Firmen. Hinter allen Firmen fanden sie eine Art Supergruppe, bestehend aus 147 sehr eng verflochtenen Konzernen, die sich gegenseitig besitzen und denen 40 % des ganzen Netzwerkes gehört. Also eine kleine Gruppe kontrolliert allein 40 % des Netzwerkes. Unter den ersten 50 sind bekannte Namen wie Barclays plc, AXA, JP Morgan Chase & Co, Deutsche Bank AG, Crédit Suisse Group, Goldman Sachs Group, Inc., BNP Paribas, um nur diese zu nennen, die manchen durch die Nachrichten bekannt sein dürften. Bei vielen Konzernen findet man dann wiederum Verbindungen zu Häusern wie den Rothschilds, unter anderem auch durch Ehen. So kommt man zur Schlussfolgerung, dass nur einige wenige Familien die Welt beherrschen. Wichtig hervorzuheben ist auch noch, dass unter den 50 erst¡en Firmen viele einen bedeutenden Sitz bei der Bilderberg Gruppe haben. Der Chef der AXA-Gruppe, Henri de La Croix Castries, an 4. Stelle der Liste, ist (seit 2011) der neue Vorsitzende der Bilderberg-Gruppe. Welch ein Zufall! Der Deutsche-Bank-Chef Ackermann, an 12. Stelle auf der Liste, war zu dieser Zeit im Steuerungskomitee der Bilderberger. Noch so ein Zufall! Nicht umsonst wird die Bilderberg-Gruppe demnach gerne als „Schattenregierung“ angesehen. Vom 11.-14. Juni 2015 soll das Treffen in Tirol in Österreich stattfinden. Was dies für die Region oder Europa bedeuten könnte, wird sich herausstellen. - See more at: https://free21.org/de/content/pdf-die-bilderberger#sthash.ah291DeO.dpufSkærmbillede 2015-06-07 kl. 11.27.57
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