08 Apr 2020
Die CIA und Julien Assange: Eine Regierung, die offenlegt, was sie tut? Das ist bald vorbei!
Seit etwa 70 Jahren untergräbt die CIA eine freie Presse. Es begann mit der Operation „Mockingbird“, einer Operation des Kalten Krieges gegen den Kommunismus.
Profilbild von Paul Craig Roberts
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Foto: newsonline, flickr.com, CC BY 2.0

 Die CIA rekrutierte Journalisten für ein Propaganda-Netzwerk. Die CIA bezahlte Journalisten dafür, gefälschte Geschichten zu schreiben oder von der CIA geschriebene Geschichten zu veröffentlichen, um die Berichterstattung zweckdienlich im Sinne der CIA-Ziele zu kontrollieren.

Studenten- und Kulturorganisationen sowie intellektuelle Zeitschriften, wie z.B. Encounter, waren Teil des Propagandanetzes der CIA. Dank des deutschen Journalisten Udo Ulfkotte wissen wir, dass jeder bedeutende europäische Journalist ein CIA-Aktivposten ist. 1977 schrieb Carl Bernstein, der Journalist, der die Watergate-Affäre aufdeckte, im Rolling Stone, dass der CIA „insgeheim zahlreiche ausländische Pressedienste, Zeitschriften und Zeitungen – sowohl in englischer als auch in fremden Sprachen – finanziert hat, die eine ausgezeichnete Tarnung für CIA-Agenten darstellten“. Wie viele andere, waren auch westliche Journalisten in dieser Zeit allzu bereit, ihre Integrität für Geld zu verkaufen. Die wenigen, die es nicht waren, wurden dazu erpresst.


Die wenigen ehrlichen Journalisten, die übrig blieben, wurden aus dem „Mainstream“ verbannt oder zu den „presstituierten Medien“ auf Internet-Websites gezwungen. Wikileaks ist bei Weitem die beste Nachrichtenorganisation unserer Zeit. Mit Hilfe ihrer schwedischen, britischen und ecuadorianischen Vasallen hat Washington den Wikileaks-Gründer Julian Assange jahrelang verfolgt, um Wikileaks in die Knie zu zwingen. Die Medienvasallen der CIA, darunter die New York Times und der Guardian, die beide das bei Wikileaks veröffentlichte Material verbreitet haben, welches nun zur Vernichtung von Assange verwendet wird, haben sich der Verfolgung des weltbesten und ehrlichsten Journalisten von ganzem Herzen angeschlossen.


Gegenwärtig (seit Oktober 2019) wird Assange in Einzelhaft in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis unter falschen Anschuldigungen festgehalten und vielleicht gar zu Tode gefoltert, während er auf seine Auslieferung an die USA wartet. Weil sich die CIA nicht 100%ig sicher sein kann, dass sie alle Bundesrichter bestochen hat, ist über Washington Assanges Tod in einem britischen Gefängnis genauso froh, wie über ein Urteil zur Auslieferung, denn nach geltendem US-Recht gibt es keinen gültigen Anklagegrund gegen ihn. Aber wahrscheinlich spielt das auch keine Rolle, denn Rechtsstaatlichkeit ist in den USA sowieso sehr schwer zu finden.


Aufgrund des Nicht-Vorhandensein eines Anklagegrundes gegen Assange bezeichnet der angesehene Dokumentarfilmer John Pilger die Verfolgung Assanges als stalinistischen Schauprozess.


Und während die letzte Nachrichtenorganisation, die bereit und in der Lage ist, Regierungen für ihre Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen, vor aller Augen zerstört wird, während Julien Assange jeglicher Rechtschutz verweigert und er psychisch zerstört wird, schweigen die amerikanischen Rechtsfakultäten der Universitäten, Gerichte und Anwaltskammern, gibt es keine Studenten- und Gewerkschaftsproteste, schauen die Print- und Fernsehmedien einfach weg. Das ist erschreckend.


Die Kontrolle der CIA über die Berichterstattung ist so vollständig wie die Kontrolle, die Big Brother in George Orwells dystopischem Roman „1984“ ausübt.  Und das stört die wenigsten Bürger der USA, Großbritanniens, Australiens, Kanadas, Schwedens und Europas. Nur einige wenige Personen sprechen sich für Assange aus, und auch sie werden ihrerseits dämonisiert. 

Das Zeitalter der Tyrannei ist nun über die westliche Welt hereingebrochen.

 

 

 

Dieser Text wurde zuerst am 28.10.2019 auf www.globalresearch.ca unter der URL <https://www.globalresearch.ca/end-accountable-government-close/5693220?fbclid=IwAR3RfBwv8E2RIfhRPd09HYId_BIJvvweukPDTW1HHzGuXeL8Y2biVkH8KOQ> veröffentlicht. Lizenz: © Dr. Paul Craig Roberts

 

 

Profilbild von Paul Craig Roberts

Paul Craig Roberts

US-amerikanischer Ökonom und Publizist u. ehem. Vize-Finanzminister unter Reagan sowie früherer Mitherausgeber und Kolumnist des Wall Street Journal. Er wurde bei 30 Anlässen über Themen der Wirtschaftspolitik im Kongress um seine Expertise gebeten.


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