27 Sep 2020
Die Totalüberwachung von Julian Assange
Die Sicherheitsfirma UC Global spähte im Auftrag der US-Geheimdienste Julian Assange in der Botschaft Ecuadors aus. Dabei wurden sensible Informationen vor allem über Anwaltsgespräche an die Geheimdienste weitergeleitet. Bei einem Gerichtsverfahren kam heraus, dass die US-Administration aktiv die Flucht Assanges aus der Botschaft vereitelte. Dieser Artikel, der als dreiteilige Artikelserie auf www.infosperber.ch erschien, beleuchtet die Zusammenarbeit von UC Global, dem Multimilliardär Sheldon Adelson und den US-Geheimdiensten bei der Ausspähung Julian Assanges.
Profilbild von Rafael Lutz
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Julian Assange auf dem Balkon der ecuadorianischen Botschaft in London 2012, in der er komplett überwacht wurde. (Snapperjack / commons.wikimedia.org / CC BY-SA 2.0)

Teil 1: US-Geheimdienst spähten Assange aus


Gerichtsakten bestätigen: Hinter der Überwachung Julian Assanges stand das Sicherheitsteam des US-Milliardärs Sheldon Adelson.


Seit Jahren läuft eine Kampagne gegen den WikiLeaks-Gründer Julian Assange, der mit seiner Enthüllungsplattform WikiLeaks [1] etliche Verbrechen der USA und weiterer Staaten aufgedeckt hat. So zum Beispiel das „Collateral Murder“-Video, welches 2010 enthüllte, wie US-Streitkräfte während des Irakkriegs Journalisten gezielt ermordeten und weltweit für großes Aufsehen sorgte. Dem WikiLeaks-Gründer, der gegenwärtig im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in London sitzt, drohen in den USA 175 Jahre Gefängnis [2].


Die dreisten Methoden, mit denen mehrere US-Regierungen seit bald einem Jahrzehnt gegen Assange vorgehen, steigen allmählich an die Oberfläche. Letzten Sommer berichtete die spanische Zeitung „El País“  ausführlich über die spanische Sicherheitsfirma Undercover (UC) Global, die Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London minutiös ausgespäht hatte [3]. Dorthin war der WikiLeaks-Gründer 2012 geflüchtet, um so einer Auslieferung an die USA zu entgehen. Anstatt Assange zu schützen, gab UC Global sensible Informationen über Assange und sein Team an die US-Geheimdienste weiter. Schon seit 2010 führten die USA Assange auf der Abschussliste [4]. Im April 2017 kam der Präsidentenwechsel in Ecuador von Rafael Correa zu Lenín Moreno den USA entgegen. Zum ersten Mal seit 1917  klagten sie einen Publizisten und Verleger wegen der Verletzung des Spionagegesetzes an [5].


Assanges Anwälte reichten letzten Sommer eine Strafanzeige gegen David Morales ein, den Gründer und CEO von UC Global. Er habe die Privatsphäre des australischen Staatsbürgers verletzt und die Anwalts- und Kundenprivilegien des Publizisten missbraucht. Auch Geldwäsche und Bestechung gehören zu den Vorwürfen. Der Nationale Gerichtshof in Madrid ermittelt diesbezüglich seit vergangenem Herbst. Richter José de la Mata Amaya stellte eine Europäische Ermittlungsanordnung aus und ersuchte die britische Justiz um Rechtshilfe. Große Schweizer Medien wie der Tages-Anzeiger oder die NZZ haben nicht darüber informiert.


Sowohl die Strafanzeige des Assange-Anwalts sowie Aussagen geschützter Zeugen aus den Gerichtsakten liegen dem Infosperber vor und sind am Schluss dieses Artikels für alle zugänglich verlinkt. Es wird daraus ersichtlich, wer die Hintermänner der Überwachungsaffäre waren und mit welchen Methoden Assange ausspioniert wurde. Die spanische Sicherheitsfirma UC Global arbeitete nämlich laut Gerichtsakten im Auftrag des Sicherheitsteams des US-Multimilliardärs Sheldon Adelson und der CIA.


Spender der republikanischen Partei

Adelson ist bekannt als einer der grössten Geldgeber  der republikanischen Partei und Besitzer der Las Vegas Sands-Gruppe [6]. Gemäß der Forbes-Liste der reichsten Menschen wird sein Vermögen auf rund 31 Milliarden geschätzt [7]. Adelson besitzt Casinos über den gesamten Erdball hinweg – darunter neben Las Vegas auch in Singapur und Macau. Zudem ist er ein Verfechter einer proisraelischen US-Außenpolitik. Bereits zurzeit von Barack Obama lobbyierte er dafür, die Unterzeichnung des iranischen Atomdeals zu stoppen. Er schlug auch schon vor, gegen den Iran Atomwaffen einzusetzen [8].


Heute bereut der Multimilliardär, als junger Mann für die US-Armee und nicht für die israelische gedient zu haben [9]. Seinem persönlichen Sicherheitsdienst stand Zohar Lahav vor, ein israelischer Staatsbürger, der schon vorher persönlicher Leibwächter von Adelson war und als Vizepräsident für den Schutz bei Adelsons Firma Las Vegas Sands diente. Er wird in der Assange-Affäre eine Rolle spielen.


Die UC Global wurde von David Morales gegründet. Als Vorbild diente ihm das private Militär-Unternehmen Blackwater, schrieb „El País“ [10].


In der ecuadorianischen Botschaft in London hatte seine UC Global bereits einen Auftrag, als Assange 2012 dort Zuflucht fand. Rafael Correa, bis 2017 Präsident von Ecuador, hatte ihn beauftragt, für die Sicherheit seiner Töchter in der ecuadorianischen Botschaft in London zu sorgen [11].


Den konkreten Auftrag dazu erteilte gemäß den Gerichtsdokumenten der ecuadorianische Geheimdienst SENAIN (Servicio Nacional de Inteligencia de Ecuador). Dieser bezahlte UC Global für die Dienstleistung.
Allerdings ging es bei Assange in der gleichen Botschaft nicht mehr darum, ihn zu beschützen, sondern ihn für die USA zu überwachen und auszuspionieren. UC Global verriet den Amerikanern intimste Details des WikiLeaks-Gründers [12]. Morales täuschte auch die ecuadorianische Regierung, die lange nicht wusste, was für ein Spiel der CEO von UC Global spielte. Aus den Gerichtsunterlagen geht hervor, dass es zu einer Partnerschaft zwischen UC Global und Adelsons Sicherheitsteam kam.


Las Vegas Sands und die CIA

In der Hoffnung lukrative Aufträge zu ergattern, reiste Morales 2015 zu einer Sicherheitsmesse in Las Vegas. Wieder zurück am Hauptsitz seines Unternehmens im spanischen Jerez de Frontera, kündigte er seinen Mitarbeitern an, von nun an „in der ersten Liga“ zu spielen. „Die Amerikaner werden uns Verträge auf der ganzen Welt verschaffen“, versicherte Morales seinen Mitarbeitern. Als die Angestellten wissen wollten, was er damit meinte, sagte er, dass er von nun an mit der „dunklen Seite“ zusammenarbeite – was ein Hinweis auf die Geheimdienste war. Dies sagte ein geschützter Zeuge notariell beglaubigt vor Gericht.

 


Zohar Lahav, der ehemalige Bodyguard von Sheldon Adelson, bestätigt die Zusammenarbeit der Las Vegas Sands-Gruppe mit David Morales. (Quelle: Strafanzeige, siehe Quellen am Ende des Artikels)

 

 


Morales hatte sich in Las Vegas gerade seinen ersten Auftrag gesichert. Seine UC Global sollte fortan die „Queen Miri“ im Mittelmeer bewachen, die Luxusyacht von Sheldon Adelson. Merkwürdig an dem Sicherheitsvertrag mit Adelson war, dass dieser bereits ein Sicherheitsteam für seine Yacht hatte, das ihn und seine Familie jederzeit bewachte. Morales lernte in Las Vegas den damaligen Leibwächter von Adelson, Zohar Lahav, kennen. Lahav war es, der Morales persönlich rekrutierte und die Beziehung zwischen dem spanischen Sicherheitsunternehmer und Las Vegas Sands routinemäßig managte.


Lahav arbeitete damals direkt unter dem Direktor für globale Sicherheit bei Las Vegas Sands, Brian Nagel [13]. Dieser war mit der Welt der Geheimdienste eng verflochten. Nagel war vorher ehemaliger stellvertretender Direktor des US-Geheimdienstes und Cyber-Sicherheitsexperte. Nach erfolgreicher Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden und Geheimdiensten erhielt er eine offizielle Auszeichnung von der CIA [14].


Gemäß den Gerichtsdokumenten war das Sicherheitsteam von Adelson ein idealer Vermittler zwischen UC Global und der CIA. Auch spielte es eine wichtige Rolle bei der Übertragung der komplexen Überwachungsaufgaben an Morales UC Global.


Laut „Guardian“ hatten Las Vegas Sands und die US-Geheimdienste bereits vorher Verbindungen zueinander unterhalten [15]. Adelsons Casino in Macau soll als Fassade für Operationen der CIA gegen China dienen. Der „Guardian“ zitiert einen „streng vertraulichen“ Bericht von 2010 eines unbekannten Privatdetektivs, der die Aktivitäten der US-Geheimdienste in Macau untersuchte. Der „Guardian“ hat den Bericht veröffentlicht [16]. Darin heisst es:


„Eine zuverlässige Quelle hat berichtet, dass Beamte der chinesischen Zentralregierung daran glauben, dass Las Vegas Sands CIA und FBI-Agenten erlaubt hat, von seinen Einrichtungen aus zu operieren. Diese Agenten ‚überwachen offenbar Regierungsbeamte auf dem Festland‘, die in den Casinos spielen.“


Gemäß chinesischen Beamten versuchten US-Agenten dort Mitglieder der chinesischen Regierung anzulocken, um sie zur Zusammenarbeit mit der US-Regierung gewinnen zu können. Ron Reese, Mediensprecher von Las Vegas Sands, bezeichnete den Bericht als „Idee für ein Filmskript“ und sprach von einer „Verschwörungstheorie“ [17]. Unabhängig von der Authentizität des Berichts zeigen Gerichtsdokumente und Beweismaterialien nun aber eine tatsächliche Zusammenarbeit zwischen Adelsons Las Vegas Sands und den US-Geheimdiensten: Nämlich im Fall Julian Assange. Und diese enthält alle Elemente eines Blockbuster-Spionagethrillers.


Teil 2: Die Damentoilette wird verwanzt

2017 beginnt die CIA mit einer umfassenden Spionageoperation gegen Julian Assange. Die Drecksarbeit übernimmt UC Global.


Whistleblower waren Barack Obama ein Dorn im Auge. Er verfolgte Aufdecker von Machtmissbrauch und Korruption [18]. Doch WikiLeaks ließ er gewähren. Denn sollte Obama gegen WikiLeaks vorgehen, so hätte er sich auch alle diejenigen Zeitungen vorknüpfen müssen, die mit Assange zusammengearbeitet hatten [19]. Dazu gehörten der „Spiegel“, die „New York Times“, der „Guardian“ und weitere.


Doch die Zeiten änderten sich für WikiLeaks, nachdem Donald Trump in den USA und Lenin Moreno in Ecuador an die Macht kamen. Zwar sprachen einzelne Mitglieder der US-Regierung kurz zuvor noch in den höchsten Tönen über WikiLeaks [20]. Doch im März 2017 wurden die CIA Vault 7 Files [21] veröffentlicht, welche die elektronische Überwachung des US-Geheimdienstes detailliert aufdeckten. Jetzt argumentierten Beamte des Justizministeriums, dass WikiLeaks nicht mehr als journalistische Plattform geschützt sei und verlangten umfassende Ermittlungen gegen Assange und sein Team [22]. Die Veröffentlichung von Hacking-Tools sah die US-Regierung als ein Überschreiten der roten Linie an. Dazu kam in ihren Augen, dass Assange auch eine Rolle gespielt habe während der Präsidentschaftswahlen 2016.


Darauf wurde es für Assange und sein Team ungemütlich. Trumps damaliger CIA-Chef und heutiger Außenminister Mike Pompeo erklärte bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im April 2017: „Es ist an der Zeit, WikiLeaks als das zu bezeichnen, was es wirklich ist – ein nichtstaatlicher feindlicher Nachrichtendienst, der oft von staatlichen Akteuren wie Russland unterstützt wird. [23]“ Das Ausschalten von Assange erhielt für Pompeo oberste Priorität. Gemeinsam mit dem damaligen Generalstaatsanwalt Jeff Sessions entfesselte der CIA-Chef eine aggressive Kampagne [24] gegen WikiLeaks und legte damit die Basis für die Anklage gegen Assange.


Mit großem Aufwand versuchte die US-Justiz, mehr über Assange und seine Verbindungen zu Russland zu erfahren. Hochrangige US-Beamte waren überzeugt, dass der WikiLeaks-Gründer mit Moskau zusammenarbeite. Die CIA begann nun WikiLeaks auszuspionieren. Als einer der wichtigsten Partner des US-Auslandsgeheimdienstes erwies sich die Sicherheitsfirma UC Global von David Morales (siehe 1. Teil: „US-Geheimdienste spähten Assange aus“).


Das Telefon wird verschlüsselt

Aus der Strafanzeige geht weiter hervor: Nur zwei Tage nachdem WikiLeaks am 26. Februar 2017 die Veröffentlichung der CIA Vault 7 Files angekündigt hatte, hielt sich UC Global-CEO David Morales unweit vom CIA-Hauptquartier in Langley Virginia in einem Hotel auf. Obwohl UC Global keine öffentlich bekannten Verträge mit irgendeiner Firma im US-Bundesstaat Virginia hatte, verschickte Morales verschlüsselte E-Mails von einer IP-Adresse in Alexandria, einer kleineren Stadt in Virginia. Auch bezahlte er in den nächsten acht Tagen Rechnungen eines örtlichen Hotels.


Von diesem Moment an reiste Morales, oft in Begleitung seiner Frau Noelia Paéz Gutierrez, fast jeden Monat in die USA, darunter auch mehrfach nach Las Vegas. Das zeigen Gerichtsdokumente. „Ich erinnere mich, dass David Morales eine Person aus dem Unternehmen bat, ein sicheres Telefon mit sicheren Anwendungen vorzubereiten, genauso wie einen verschlüsselten Computer, um mit ‚den amerikanischen Freunden‘ zu kommunizieren. Damit wollte er die Beziehung zu den USA aus der Reichweite des Unternehmens nehmen“, sagte ein ehemaliger Mitarbeiter von UC Global als geschützter Zeuge vor Gericht aus.


Einzelne Mitarbeiter zeigten sich mit Beginn der regen Reisetätigkeit ihres Chefs fortan skeptischer. Innerhalb der Firma entstand ein Klima der Konfrontation. „Ich habe Morales in heftigen Diskussionen scharf attackiert. Ich sagte ihm wiederholt, dass ein Unternehmen wie das unsrige darauf basiert, ‚Vertrauen zu schaffen‘ und dass es der Gegenseite keine Informationen ‚herausgeben‘ kann“, erklärt der Ex-Mitarbeiter.


Am Ende einer Auseinandersetzung habe Morales sein Hemd aufgerissen, seine Brust herausgestreckt und ausgerufen: „Ich bin ein Söldner von ganzem Herzen!“


Weiter erinnert sich der Ex-Mitarbeiter: „Manchmal, wenn ich ihn eindringlich fragte, wer seine ‚amerikanischen Freunde‘ seien, nannte der UC Global-CEO die US-Geheimdienste‘.“


Als er dann wissen wollte, wem genau er die Informationen über Assange übermittle, habe Morales jeweils das Gespräch abgebrochen. Morales meinte, dass dies ausschließlich seine Sache sei und es den Rest der Firma nichts angehe.


Mit dem Beginn der USA-Reisen beobachteten UC Global-Mitarbeiter bei Morales auch einen beträchtlichen Vermögenszuwachs. Er sei in dieser Zeit oft nach Gibraltar gereist, wo er einen Teil seines Geldes auf Banken versteckt haben soll, heißt es in den Gerichtsdokumenten.


Mikrofone am Feuerlöscher und in der Damentoilette


Richtig los legte Morales im Juni 2017. In diesem Monat begann er mit der Durchführung einer ausgeklügelten Spionageoperation in der ecuadorianischen Botschaft in London. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es dort ausschließlich Kameras mit einer geschlossenen Leitung gegeben, sogenannte CCTV-Kameras, die keinen Ton aufnehmen konnten. Ihre Funktion bestand darin, Eindringlinge aufzuspüren.


Das genügte UC Global respektive den US-Geheimdiensten aber nicht mehr. Am 19. Juni schrieb ein Mitarbeiter von UC Global an das Unternehmen für Überwachungsausrüstung „Espiamos.com“, dass in die Kameras Mikrofone einzubauen seien, jedoch „ohne dass sie mit dem bloßen Auge wahrgenommen werden“. Nach der Installation zeigte sich Morales aber unzufrieden, weil die Tonaufzeichnung für die Kameras nicht wie geplant funktionierte.

 


Austausch der Kameras in der ecuadorianischen Botschaft. (Foto: Unterlagen Gerichtsuntersuchung Madrid).

 

 


Assange, der bereits ahnte abgehört zu werden, hatte im Hauptkonferenzraum eine Klangmaschine mit weißem Rauschen, einem stark höhenbetonten Geräusch, benutzt und versuchte die Gespräche mit seinen Anwälten damit möglichst sicher zu halten. Wenn der WikiLeaks-Gründer Mitarbeiter von UC Global fragte, ob seine Gespräche abgehört wurden, dementierten diese stets. Die heikelsten Unterhaltungen hielt er mit seinen Anwälten gar auf der Damentoilette ab. Dabei ließ er den Wasserhahn laufen, um den Ton ihrer Gespräche zu übertönen.


Auf diese Vorsichtsmaßnahmen konterte UC Global umgehend. Am 26. Dezember 2017 schrieb ein Mitarbeiter der Firma an „Espiamos.com“: „Die Bildqualität ist recht gut, die Qualität wurde gegenüber der vorherigen Installation bei weitem übertroffen. Nicht so glücklich sind wir mit dem Ton. Man kann kaum verstehen, was man sagt.“ Darauf platzierten Angestellte von UC Global ein magnetisches Mikrofon an der Unterseite eines Feuerlöschers. So gelang es ihnen durch das weiße Rauschen zu schnüffeln. Ein zweites Mikrofon wurde in der Damentoilette installiert.

 


Unter dem Feuerlöscher platzierte UC Global im Konferenzraum der Botschaft ein Mikrofon. (Foto: Gerichtsakten Madrid)

 

 


Die Mikrofone zeichneten Audiomaterial über viele Stunden hinweg auf einem internen Speicher auf, dessen Inhalt UC Global-Mitarbeiter später jeweils herunterluden und an den Firmenhauptsitz nach Jerez de la Frontera schickten. Morales ging sogar soweit, den US-Geheimdiensten einen direkten Zugriff auf die Kameras zu gewähren.


Dies gelang, indem zwei getrennte Benutzer geschaffen wurden: ein Administrator für den ecuadorianischen Kunden und eine separate Sicherheitsanmeldung für die „Freunde der Vereinigten Staaten“, wie Morales in einer Mail schrieb. Letztere hatten dadurch die volle Kontrolle über die Überwachung Assanges. Sie konnten jetzt in Echtzeit über einen direkten Streaming-Zugriff bei den Konversationen Assanges mitlauschen.


Das bestätigte ein ehemaliger Arbeiter von UC Global als geschützter Zeuge vor Gericht. Dadurch gelang es den US-Geheimdiensten alle Treffen Assanges mit seinen Anwälten, seinen Ärzten und vielen weiteren Personen abzuhören. Durch die Mikrofone im Sitzungssaal waren sie sogar in der Lage, Treffen ecuadorianischer Regierungsmitarbeiter zu überwachen.


US-Geheimdienste instruieren UC Global

Die Anweisungen, den US-Geheimdiensten einen eigenen Zugriff zu gewähren, erhielt Morales laut den Gerichtsdokumenten direkt von diesen selbst. Morales sendete am 10. Dezember 2017 aus Sheldon Adelsons Hotel „The Venetian“ in Las Vegas eine in perfektem Englisch verfasste Powerpoint-Präsentation an ausgewählte Mitarbeiter, in der er detailliert beschrieb, wie sie auf die Kameras zugreifen konnten. Und zwar so, dass Ecuador nicht herausfand, dass es noch einen anderen Benutzer gab.


Ehemalige Mitarbeiter von Morales zeigten sich überzeugt, dass die Präsentation nicht von ihrem Chef Morales verfasst sein konnte. „David Morales hatte das technische Wissen gar nicht, um eine solche Präsentation zu erstellen. Diese muss von einer dritten Partei übermittelt worden sein. Ich vermute, dass der US-Geheimdienst dahintersteckt“, sagte ein geschützter Zeuge vor Gericht. Auch machten ehemalige Mitarbeiter darauf aufmerksam, dass Morales nicht fähig gewesen sei, fehlerfrei in Englisch zu schreiben.


Die Angestellten, die ohnehin nach Beginn der regelmäßigen USA-Reisen von Morales gegenüber diesem bereits skeptisch waren, zeigten sich jetzt immer besorgter. Als ein Mitarbeiter im Januar 2018 die Rechtmäßigkeit der versteckten Mikrofone in Frage stellte, gab ihm Morales zu verstehen, dass er seine Befehle zu befolgen habe. Er sei schließlich der Chef und gewährleistete die Sicherheit innerhalb der Botschaft.


Ein Mitarbeiter installierte jetzt im Auftrag von Morales an allen Fenstern in der Botschaft spezielle Aufkleber. Zum damaligen Zeitpunkt hatten die US-Geheimdienste bereits Lasermikrofone vor der Botschaft platziert gehabt, die auf die Fenster gerichtet waren.


Weil Assange aber eine Klangmaschine benutzte, entstand eine Vibration an den Fenstern, die es schwierig machte, den Ton zu extrahieren. Mit den Aufklebern konnten die Lasermikrofone den Ton besser abfangen und die Kommunikation präziser abhören.


Morales beteuerte seinen Angestellten stets, dass Ecuador von den Aktionen Bescheid gewusst habe und dies vertraglich im Sicherheitsvertrag mit dem ecuadorianischen Geheimdienst abgedeckt gewesen sei, was allerdings nicht stimmte. Um seinen Sicherheitsvertrag nicht zu verlieren, zahlte Morales sogar regelmäßig Bestechungsgelder. An die SENAIN-Mitarbeiterin Gabriela Páliz Jerez, die zuständig für die Sicherheit in der Botschaft war, flossen monatlich 20.000 Euro.


Einzelne Mitarbeiter zeigten sich davon überzeugt, dass die beiden erwähnten Mikrofone, die am Feuerlöscher und in der Damentoilette installiert wurden, nicht auf Morales Initiative hin platziert worden waren, sondern dass die US-Geheimdienste dahinterstanden. Auch misstrauten sie Morales Behauptungen, dass dies im Sicherheitsvertrag mit Ecuador abgedeckt gewesen sei. Morales selbst gestand gegenüber seinen Mitarbeitern zuletzt, dass die „amerikanischen Freunde“ ihn gebeten hätten, überall in der Botschaft Mikrofone zu installieren, selbst im Schlafzimmer von Assange – davon durften die ecuadorianischen Behörden jedoch nichts mitbekommen.
Morales hielt nichts davon ab, seinen harschen und wohl auch lukrativen Kurs beizubehalten. Allerdings sollte die Situation eskalieren. Es wurden Pläne für eine mögliche Vergiftung oder Entführung Assanges geschmiedet.


Teil 3: „Von der Vergiftung bis zur Entführung ist alles möglich“

Zeugenaussage im Gerichtsverfahren in Spanien: So haben die US-Administration Assanges Flucht aus der Botschaft vereitelt.


„Es gibt drei Zielscheiben von höchster Priorität, die jederzeit kontrolliert werden müssen“, schrieb David Morales, CEO der UC Global, am 12. Dezember seinen Angestellten. Das war zwei Tage nachdem Morales ausgewählten Mitarbeitern eine Powerpoint-Präsentation zeigte, wie sie den ‚amerikanischen Freunden‘ einen direkten Streaming-Zugriff auf die ecuadorianische Botschaft gewähren konnten. Die ecuadorianische Botschaft sollte nichts davon erfahren.


Gemeint mit den Zielscheiben waren „Fix“, ein deutscher Cyber-Sicherheitsexperte, und „Muller“, ein deutscher Informatiker namens Andy Müller-Maguhn, der eng mit Assange befreundet war. Weiter machte Morales in der Mail auch auf Ola Bini, einen schwedischen Software-Entwickler, und Felicity Ruby, eine Kollegin von Bini bei der Firma „ThoughtWorks“ aufmerksam. Morales nannte die Firma „ein Team von Hackern“. Auch sie galt es auszuspionieren. Als Müller-Maguhn Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London besuchte, fotografierten UC Global-Mitarbeiter den Inhalt seines Rucksacks sowie auch alle seine elektronischen Geräte. Das geht aus der Klageschrift hervor, welche Assanges Anwalt letzten Sommer einreichte und zu einer laufenden Untersuchung der spanischen Justiz führte.


Auch sollte ein besonderes Augenmerk auf alle russischen Bürger gelegt werden, die Assange besuchten. Gemäß den Gerichtsdokumenten ist dies ein Indiz dafür, dass Morales in Übereinstimmung mit der zum damaligen Zeitpunkt vorherrschenden Meinung der US-Geheimdienste gehandelt habe, die ihren Blick stets auf Russland gerichtet hatten. Zumindest ein Teil der US-Geheimdienste war wohl der Meinung, dass Russland Einfluss nahm auf die US-Politik und auch Assange ein russischer Agent gewesen sei. Besondere Beachtung schenkte UC Global auch dem „The Intercept“-Journalisten Glenn Greenwald [25], der Assange ebenfalls besucht hatte. Von ihm fotografierten sie den Reisepass.


US-Geheimdienste erstellten Personenliste

Auch machten sie auf die Existenz seines russischen Visums aufmerksam. Greenwald hatte 2013 als erster Journalist die Dokumente von Whistleblower Edward Snowden veröffentlicht, die enthüllten, wie der US-Geheimdienst NSA die weltweite digitale Kommunikation überwacht. Die Personenliste erstellte Morales laut den Gerichtsdokumenten auf Wunsch der US-Geheimdienste. Mit der systematischen Überwachung und Auswertung des Assange-Netzwerks begann die spanische Sicherheitsfirma einige Monate zuvor. Im Juni 2017 hatten einige Mitarbeiter der Firma begonnen, die Informationen über Assange und sein Team auszuwerten und zu dokumentieren. Dafür reisten sie einmal pro Monat extra nach London, um das Audio- und Videomaterial zu sammeln.


Bereits im September 2017 hatte Morales in einer Mail an seine Mitarbeiter mehrere Personen genannt, die es akribisch auszuspähen galt. Unter den „Zielen“, wie der UC Global-CEO sie bezeichnete, waren vorwiegend Anwälte von Assange aufgelistet. Darunter: Renata Ávila, Jennifer Robinson, Carlos Poveda sowie Baltasar Garzón, der Assanges Rechtsteam leitete.


Ebenfalls aufgelistet war WikiLeaks-Mitarbeiterin Sarah Harrison. „Die Profile der folgenden regelmäßigen Besucher müssen erstellt und aktualisiert werden“, schrieb der UC Global-CEO und verlangte genaue Informationen bezüglich Personendaten, Beziehung mit dem Gast, Telefonnummern, E-Mails, Anzahl der Besuche und so weiter.

 


Auszug einer E-Mail von David Morales. UC Global versuchte alles über Assanges Team herauszufinden. Besonders im Fokus standen seine Anwälte, wie die Mail zeigt. (Quelle: Nationaler Gerichtshof Madrid)

 

 


Ins Netz der Späher gelangten alle Besucher Assanges. Der US-Schauspielerin Pamela Anderson, die Assange in der Botschaft besucht hatte, stahlen sie die E-Mail und Mobiltelefon-Passwörter. Der Diebstahl ereignete sich, als Anderson ihre Passwörter auf einen Notizblock schrieb, damit Assange die Sicherheit ihrer Konten überprüfen konnte. Selbst der republikanische US-Politiker Dana Rohrbacher, der laut Assanges Anwältin Jennifer Robinson den WikiLeaks-Gründer als offizieller Abgesandter von Präsident Trump besuchte, wurde peinlich überwacht. Mitarbeiter von UC Global fotografierten auch die Identitäts- und SIM-Kartennummern von Handys. Das geschah beispielsweise mit der italienischen Journalistin Stefania Maurizi. Dadurch konnten sie möglicherweise später die Handys hacken.

 

 


Mitarbeiter von UC Global fotografierten auch die Identitäts- und SIM-Kartennummern von Handys. Das geschah beispielsweise mit der italienischen Journalistin Stefania Maurizi (Foto: Gerichtsakten Madrid).

 

 


Besondere Aufmerksamkeit widmete Morales Stella Morris. Sie war Mitglied des Rechtsteams Assanges und enthüllte kürzlich, dass sie eine Beziehung mit Assange eingegangen war und während seiner Zeit in der Botschaft zwei Kinder mit ihm gezeugt hat [26]. Morales wies sogar einen Mitarbeiter an, eine Windel von einem von Morris‘ kleinen Söhnen zu stehlen, um DNA zu extrahieren. Die US-Geheimdienste suchten Beweise dafür, dass Morris die Mutter von Assanges Kindern war. Aufgebracht durch den bizarren Auftrag, fing aber ein Mitarbeiter von UC Global vor der Botschaft Morris noch ab, um sie über den geplanten Windeldiebstahl zu informieren. Derselbe Mitarbeiter gab später im Rahmen des juristischen Prozesses gegen UC Global zu Protokoll, dass „die Amerikaner“ darauf bestanden hätten, die DNA-Ergebnisse zu erlangen. Dies zumindest habe ihm Morales zu verstehen gegeben.


UC Global-Mitarbeiter jagten unter anderem auch Baltasar Garzón, den ehemaligen spanischen Richter, der 1998 international bekannt wurde, nachdem er einen Haftbefehl gegen den chilenischen Diktator Augusto Pinochet erlassen hatte [27]. Garzón verfolgten sie, als dieser den ehemaligen ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa am Barajas-Flughafen in Madrid abholte. Die beiden wurden fotografiert, während sie sich in Garzóns Haus befanden.


Am 18. Dezember 2017 brachen drei schwarz maskierte Männer in Garzóns Büro ein und wühlten sich durch seine Dokumente [28]. Damalige Mitarbeiter von UC Global fragten sich sofort, ob möglicherweise Morales den Einbruch initiiert hatte. Ein ehemaliger Mitarbeiter von UC Global sagte als geschützter Zeuge vor Gericht dazu: „Morales schlug vor, in das Madrider Büro von Garzón einzubrechen, um an ‚relevante Informationen über Assange zu gelangen und sie den Amerikanern zu geben‘.“


Zeuge: „Vergiftung als mögliches Szenario“

Der Grund des zuletzt immer aggressiveren Vorgehens gegenüber dem Umfeld des WikiLeaks-Gründer war folgender: Gemeinsam mit Ecuador hatte Assanges Team einen Plan ausgeheckt. Dieser sah vor, Assange, der unter Correa die ecuadorianische Staatsbürgerschaft erhalten hatte, künftig als Diplomaten für eine befreundete Regierung wie beispielsweise Bolivien einzusetzen und ihm damit diplomatische Immunität zu gewähren. Dadurch hätte er unter dem Schutz des Wiener Übereinkommens [29] über diplomatische Beziehungen gestanden und hätte die Botschaft in London verlassen können.


Die Umsetzung des Vorhabens schien beinahe perfekt, Assanges Team stand kurz vor dem Ziel. Am 20. Dezember 2017 sollte der Chef des ecuadorianischen Geheimdienstes SENAIN, Rommy Vallejo, mit Assange die letzten Details besprechen.


Doch die USA bekamen Wind von diesem Plan und beschlossen ein noch aggressiveres Vorgehen gegen Assange und sein Umfeld. Die US-Administration versuchte die Aktion mit allen Mitteln zu vereiteln. Morales soll seinen Leuten die Anweisung gegeben haben, beim Besuch des ecuadorianischen Geheimdienstchefs Vallejo alles aufzuzeichnen, alle Kameras laufen zu lassen und alle Daten aller Telefonhandys mitzunehmen. Nach dem Besuch Vallejos sendete ein Mitarbeiter von UC Global sofort eine Nachricht an David Morales und informierte ihn über den Inhalt des Gesprächs.


Am 21. Dezember, einen Tag nach Assanges Treffen mit dem SENAIN-Chef, reichten US-Staatsanwälte beim Bundesgericht in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia heimlich die Anklage gegen Assange ein.


Als der US-Botschafter in Ecuador, Todd Chapman, vom Befreiungsplan für Assange erfuhr, warnte er die ecuadorianischen Behörden, diesen umzusetzen. Der Befreiungsplan Assanges
scheiterte daraufhin.


Laut einem Ex-Mitarbeiter von UC Global wollten die USA in der Folge Assanges Anwesenheit in der Botschaft unbedingt beenden. Ein Ex-Mitarbeiter, der vor Gericht als geschützter Zeuge aussagte, erklärte: „Ich erinnere mich, wie mir David Morales im Dezember 2017 mitteilte, wie verzweifelt die Amerikaner waren.“ Aus diesem Grund hätten sie zum damaligen Zeitpunkt extremere Maßnahmen gegen Assange vorgeschlagen.
„Morales sprach von der Möglichkeit, eine Tür in der Botschaft offen zu lassen, um den Eintritt und die Entführung Assanges zuzulassen. Auch habe er von der Möglichkeit gesprochen, Assange zu vergiften.“ [Zeugenaussage eines Ex-Mitarbeiters von UC Global]


Schockiert von den Absichten der US-Geheimdienste, hätten darauf mehrere Mitarbeiter dagegen protestiert.


Julian Assange ist nicht vergiftet worden. Er sitzt dafür im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in London. Während der bisherigen Anhörungen zur Auslieferung des WikiLeaks-Gründers in die USA, die diesen Februar in London begannen, war auch eine britische Rechtsanwältin anwesend, die Las Vegas Sands vertrat. Das bestätigte Assanges Anwalt Aitor Martinez gegenüber Infosperber. Die Las Vegas Sands-Gruppe betreibt Hotels und Casinos und ist im Besitz des ultrakonservativen US-Milliardärs Sheldon Adelson. Sie arbeitete mit David Morales und dessen Firma UC Global zusammen, welche die Verwanzung in der ecuadorianischen Botschaft in London organisierte und mit der CIA zusammenarbeitete. Offensichtlich ist Adelson am Ausgang des Justizverfahrens in Spanien sehr interessiert.




QUELLEN (Dokumente)

• Strafanzeige von Assange gegen UC Global (Original in spanisch), <https://www.infosperber.ch/data/attachements/Strafanzeige.Original.pdf>
• Strafanzeige von Assange gegen UC Global (maschinelle Übersetzung auf englisch), <https://www.infosperber.ch/data/attachements/Strafanzeige.English.pdf>
• Notariell beglaubigte Zeugenaussagen (1), <https://www.infosperber.ch/data/attachements/Zeugenaussagen.1.pdf>
• Notariell beglaubigte Zeugenaussagen (2), <https://www.infosperber.ch/data/attachements/Zeugenaussagen.2.pdf>
• Notariell beglaubigte Zeugenaussagen (3), <https://www.infosperber.ch/data/attachements/Zeugenaussagen.3.pdf>

 

 

 

Quellen:

[1] Wikileaks, Hauptseite, <https://wikileaks.org/>
[2] Die Zeit, Çiğdem Akyol Interview mit John Shipton, „Eine Verurteilung von 175 Jahren wäre sein Todesurteil“, am 14.05.2020, <https://www.zeit.de/zustimmung?url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2Fdigital%2F2020-05%2Fjohn-shipton-julian-assange-gefaengnis-auslieferung-usa>
[3] El Pais, José maria Irujo, „Spanish security company spied on Julian Assange in London for the United States“, am 27.09.2019, <https://english.elpais.com/elpais/2019/09/25/inenglish/1569384196_652151.html>
[4] CNN, CNN Wire Staff, „Assange attorney: Secret grand jury meeting in Virginia on WikiLeaks“, am 13.12.2010, <https://edition.cnn.com/2010/CRIME/12/13/wikileaks.investigation/index.html>
[5] The American Prospect, Stephen Rohde, „Julian Assange, the Espionage Act of 1917, and Freedom of the Press“, am 19.06.2019, <https://prospect.org/justice/julian-assange-espionage-act-1917-freedom-press/>
[6] The Guardian, Peter Stone, „Sheldon Adelson to donate $100m to Trump and Republicans, fundraisers say“, am 10.02.2020, <https://www.theguardian.com/us-news/2020/feb/10/sheldon-adelson-trump-donation-republicans-congress>
[7] Forbes, „#28 Sheldon Adelson“, abgerufen am 30.07.2020, <https://www.forbes.com/profile/sheldon-adelson/#54c969fc4a22>
[8] The Jerusalem Post, Maya Shwayder, „Adelson: US should drop atomic bomb on Iran“, am 24.10.2013, <https://www.jpost.com/diplomacy-and-politics/adelson-us-should-drop-atomic-bomb-on-iran-329641>
[9] The Electronic Intifada, Ali Abunimah (Lobby Watch), „Billionaire Gingrich backer Adelson regrets he served in US instead of Israeli military“, am 27.01.2012, <https://electronicintifada.net/blogs/ali-abunimah/billionaire-gingrich-backer-adelson-regrets-he-served-us-instead-israeli-military>
[10] siehe [3]
[11] siehe [3]
[12] The Grayzone, Max Blumenthal, „‘The American friends’: New court files expose Sheldon Adelson’s security team in US spy operation against Julian Assange“, 14.05.2020, <https://thegrayzone.com/2020/05/14/american-sheldon-adelsons-us-spy-julian-assange/>
[13] siehe [12]
[14] Central Intelligence Agency, Web Archiv, „Medals of the CIA“, <https://web.archive.org/web/20121013001622/https:/www.cia.gov/library/publications/additional-publications/the-work-of-a-nation/items-of-interest/medals-of-the-cia.html>
Quellen:
[15] The Guardian, Chris McGreal mit Lowell Bergmann und Zachary Stauffer, „China feared CIA worked with Sheldon Adelson‘s Macau casinos to snare officials“, am 22.06.2015,  <https://www.theguardian.com/world/2015/jul/22/china-cia-sheldon-adelson-macau-casinos>
[16] The Guardian, Investigative Reporting Program, University of California, „CIA allegedly worked with Macau casinos to spy on China: read the report“, am 22.06.2015, <https://www.theguardian.com/world/ng-interactive/2015/jul/22/cia-macau-casinos-chinese-officials-sheldon-adelson-full-report>
[17] CalvinAyre.com, Steven Stradbrooke, „Beijing feared Las Vegas Sands was CIA blackmail accomplice“, am 22.06.2015, <https://calvinayre.com/2015/07/22/casino/beijing-feared-las-vegas-sands-was-cia-partner/>
[18] Long Island Press, Rashed Mian, „Obama‘s Legacy: Ahistoric War On Whistleblowers“, am 14.01.2017, <https://www.longislandpress.com/2017/01/14/obamas-legacy-historic-war-on-whistleblowers/>
[19] The Washington Post, Sari Horwitz, „Julian Assange unlikely to face U.S. charges over publishing classified documents“, am 25.11.2013, <https://www.washingtonpost.com/world/national-security/julian-assange-unlikely-to-face-us-charges-over-publishing-classified-documents/2013/11/25/dd27decc-55f1-11e3-8304-caf30787c0a9_story.html>
[20] The New York Times, Julian E. Barnes, Adam Goldman und Charlie Savage, „How the Trump Administration Stepped Up Pursuit of WikiLeaks’s Assange“, am 16.11.2018, <https://www.nytimes.com/2018/11/16/us/politics/trump-administration-assange-wikileaks.html>
[21] Wikileaks, „Vault 7: CIA Hacking Tools Revealed“, 07.03.2017, <https://wikileaks.org/ciav7p1/>
[22] siehe [20]
[23] Central Intelligence Agency, News & Information, „Director Pompeo Delivers Remarks at CSIS“, am 13.04.2017, <https://www.cia.gov/news-information/speeches-testimony/2017-speeches-testimony/pompeo-delivers-remarks-at-csis.html>
[24] siehe [20]
[25] The Intercept, „Glenn Greenwald“, <https://theintercept.com/staff/glenn-greenwald/>
[26] BBC, BBC News World, „Assange ‚secretly fathered two children‘ in Ecuadorean embassy“, am 12.04.2020, <https://www.bbc.com/news/world-52262075>
[27] Spiegel, Helene Zuber, „Pinochet-Jägern droht das aus“, am 01.06.2009, <https://www.spiegel.de/politik/ausland/spaniens-gerichtshof-pinochet-jaegern-droht-das-aus-a-627197.html>
[28] El Pais, Patricia Ortega Dolz, „Varios encapuchados entran en el despacho del exjuez Baltasar Garzón“, am 19.12.2017, <https://elpais.com/politica/2017/12/18/actualidad/1513624552_376146.html>
[29] admin.ch, „Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen“, Stand am 12.06.2014,   <https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19610070/201406120000/0.191.01.pdf>

 

 

Dieser Text wurde zuerst als dreiteilige Artikelserie auf www.infosperber.ch veröffentlicht. Teil 1wurde am 03.07.2020 unter der URL <https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/US-Geheimdienste-spahten-Assange-aus> veröffentlicht. Teil 2 wurde am 05.07.2020 unter der URL <https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/xxxxx> veröffentlicht. Teil 3 wurde am 09.07.2020 unter der URL <https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/x-xx-xxx-xxx> veröffentlicht. Lizenz: © Rafael Lutz, Infosperber 

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Rafael Lutz

arbeitet als Journalist für die Zürcher Lokalzeitung Der Tößthaler und schließt aktuell sein Soziologiemasterstudium an der Universität Fribourg ab. Zuletzt erschien von ihm „Heiße Fäuste im Kalten Krieg — Antikommunistischer Krawall beim Bahnhof Zürich-Enge 1957“.


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