Projekt Bärensuppe
05 Aug 2016
Interview mit Dada
Im Interview: Dada Madhuvidyananda Mit 19 Jahren widmete Dada Madhuvidyananda sein Leben der Erkenntnis der höchsten Wahrheit und dem Wohl aller Wesen als Yoga Mönch und Lehrer. Seitdem hat Dada tausenden von Menschen Meditation und Yoga gelehrt - in Deutschland, den USA, Australien, Neu Seeland, Griechenland, Kroatien, Slowenien, Albanien, Indien und Israel.In den USA unterrichtete er hunderte von Studenten und Schülern in verschiedenen Universitäten, Hochschulen und Schulen.
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Bilbo Calvez: Guten Tag, Dada:.

 

Dada: Guten Tag, Bilbo.

Bilbo Calvez: Madhuvidyananda

Dada: Das ist mein Name.

Bilbo Calvez: Wow! Seit wann heißt du so?

Dada: Ich habe den Namen von meinem spirituellen Meister bekommen, als ich eine Mönchseinweihung von ihm bekommen habe. Das war 1985.

Bilbo Calvez: Warst du schon lange auf dem spirituellen Weg oder war das der Anfang?

Dada: Ich habe angefangen zu meditieren, als ich 13 war. Ich habe mit 13 Jahren angefangen mit spiritueller Praxis.

Bilbo Calvez: Wer hat dir das gezeigt? War es von deinem Elternhaus aus oder Freunde oder hast du einen Mentor getroffen? Wie kommt man mit 13 Jahren auf so eine Idee? Es ist schon ungewöhnlich.

Dada: Ja. Ich hatte das innere Verlangen, mein inneres Selbst besser kennenzulernen und es frei ausdrücken zu können. Und so war ich wirklich mit 12, 13 Jahren auf der Suche, etwas zu finden. Ich habe Bücher über Autosuggestion und Meditation gelesen und als ich dann 13 war, ist jemand in unsere Wohnung gekommen und hat unsere Wohnung renoviert. Die Person hat Meditation praktiziert und Yoga. Und ja, ich war  davon sehr angesprochen und er hat mir gesagt: „Du, gehe dort und dorthin, da kannst du Meditation lernen. Das war ein Naturkostladen, ich komme aus Braunschweig ursprünglich. Ich bin dann dorthin gegangen. Ein paar Wochen später ist ein Yogamönch gekommen und hat einen Vortrag über Meditation und Yoga gehalten. Den habe ich mir angehört, habe danach eine Einweisung in die Meditation bekommen und seitdem habe ich es praktiziert. Ich habe mich eigentlich sofort zu Hause gefühlt in dieser Lebensweise der Spiritualität, der Meditation und des Engagements für die Gesellschaft. Denn, viele Leute wissen es nicht, das ist eigentlich ein wichtiger Bestandteil des Yoga.

Bilbo Calvez: Du meinst, die Welt zu verbessern?

Dada: Ja genau, also nicht nur die Meditation, die spirituellen Praktiken und die Yogaübungen, sondern auch, dass wir in der Gesellschaft Dienst leisten, dass wir für andere Menschen und die Welt da sind.

Bilbo Calvez: Also nicht nur, dass man sagt: Da man positive Energiewellen ausstrahlt, tut man sowieso etwas Gutes für die Welt. Sondern, dass man tatkräftig dazu bereit ist, anderen im eigenen Umfeld zu helfen. Meinst du das?

Dada: Ja, ganz genau.

Bilbo Calvez: War dein Mentor ein Mann oder eine Frau?

Dada: Das war ein Yogamönch, ein Dada:.

Bilbo Calvez: Also ein Mann?

Dada: Ja.

Bilbo Calvez: Hast du mit ihm Kontakt gehalten? Hat er dich eine Zeit lang in deinem Leben begleitet oder war er nur am Anfang da und später nicht mehr?

Dada: Er hat mich in die Meditation eingewiesen. Zu der Zeit hat er in Deutschland und später in Europa gearbeitet. Er ist herumgereist und ab und zu nach Braunschweig gekommen. Wir haben also den Kontakt gehalten. Später habe ich meinen spirituellen Meister Shrii Shrii Anandamurti getroffen, als dieser nach Europa gekommen ist. Später habe ich ihn in Indien gesehen und habe dann die Beziehung zu meinem spirituellen Meister aufgebaut.

Bilbo Calvez: Wenn ich dich auf der Straße in deiner orangen Kleidung sehen würde, würde ich natürlich schon denken, dass die Person etwas mit Spiritualität zu tun hat. Ist das Orange typisch für Mönche? Aus welchem Land kommt das Yoga, das du praktizierst? Oder kommt Yoga generell aus Indien? Wie ist das ?

Dada: Yoga kommt aus Indien. Wenn ich in Indien so auf der Straße spazieren gehe, dann wissen wirklich alle Leute, dass ich ein Mönch bin. Die orange Farbe symbolisiert traditionell die spirituelle Widmung, dass jemand sein oder ihr Leben der höchsten Wahrheit, der Spiritualität gewidmet hat, als Mönch oder als Nonne.

Bilbo Calvez: Tragen die Frauen auch Orange?

Dada: Ja.

Bilbo Calvez: Es gibt doch auch das gleiche oder ein ähnliches Outfit in weiß. Worin+-+++ unterscheiden sie sich?

Dada: Die weiße Kleidung bedeutet, dass die Person nicht unbedingt Mönch oder Nonne ist, jedoch auch ein spirituelles Leben führt. Weiß steht symbolisch für Reinheit, also ein reines spirituelles Leben zu führen. Orange symbolisiert, dass man als Mönch oder Nonne sein gesamtes Leben der Spiritualität gewidmet hat. 

Bilbo Calvez: Darf man als Mönch oder Nonne ähnlich wie im Christentum keine Familie oder sogar keine Kinder haben?

Dada: Ja, das ist so.

Bilbo Calvez: Ein oranger Mönch oder eine orange Nonne verpflichtet sich also einem Zölibat.

Dada: Ja, genau.

Bilbo Calvez: Wie gehst du damit um, wenn du dich verliebst?

Dada: Ich bin mit meiner Seele in alle Menschen und alles verliebt. Diese Liebe erfüllt mich so sehr, dass es mir reicht.

Bilbo Calvez: Du hast also nicht das Gefühl, dass du einen großen Verzicht in Kauf nehmen musst, um diesen Weg einzuschlagen.

Dada: Es ist so, als wenn ich am Meer angekommen bin und lediglich auf ein paar Tropfen Wasser verzichten muss. Ich fühle mich sehr wohl am Meer und brauche diese Tropfen Wasser nicht. 

Bilbo Calvez: Vielleicht sind diese Tropfen Wasser aber klares Wasser, das man trinken kann, währenddessen das Meerwasser salzig ist.

(lacht)

Dada: Dann würde ich sagen, dass ich alles, was ich benötige, aus dem Meer bekomme.

Bilbo Calvez: Warum ist es so, dass sich ein Mönch dem Zölibat verpflichten muss? Gibt es da eine Art von Energie, die unter Umständen wegfallen würde? Was ist die Idee dahinter?

Dada: Es bezieht sich auf die Widmung unserer Arbeit. Ich bin jederzeit dazu bereit, irgendwo hinaus in die Welt zu gehen und zu dienen. Ich habe praktisch mein Leben dem Dienst an der gesamten Menschheit gewidmet. Ich habe während der letzten 25, 30 Jahre in vielen verschiedenen Ländern gelebt und gearbeitet, dort also verschiedene Projekte ausgeführt. Das hätte ich nicht tun können, wenn ich eine Familie gegründet hätte.

Bilbo Calvez: Es geht also um die Fähigkeit, sich frei bewegen zu können.

Dada: Es geht darum, in der Lage zu sein, der Menschheit frei zu dienen und an die Orte gehen zu können, an denen Hilfe sehr notwendig ist. Es gab ein Erdbeben im Iran. Ich bin dann dorthin geflogen und habe Nothilfe geleistet. Ich habe in vielen verschiedenen Ländern gelebt und dort verschiedene Projekte betreut. Diese Freiheit zu reisen kann ich als Yogamönch ausüben. Vielleicht spielt auch eine andere Komponente eine wichtige Rolle: Ich kann meinen Geist und meine Liebe gänzlich auf die höchste Seele, auf das höchste Selbst ausrichte.

Bilbo Calvez: Kann es vielleicht auch sein, dass die Bindung in einer Beziehung zu dominant wäre und man als Mönch somit besser keine Art von Bindung haben sollte? Spielt dieser Aspekt auch eine Rolle?

Dada: Ich denke, eine Familie zu gründen und familiäre Beziehungen zu haben, sind ganz natürliche menschliche Bindungen. Als Mönch entscheidet man sich einfach dafür, diese bestimmte Bindung nicht einzugehen, obwohl sie ganz natürlich und ganz menschlich ist. Es ist zwar später ein Muss, aber ich musste ja nicht Mönch werden, sondern habe diesen Weg aus völlig freiem Herzen gewählt, weil ich diese Lebensweise und diesen Dienst in meinem Leben verwirklichen wollte.

Bilbo Calvez: Gab es Menschen in deinem Leben, die versucht haben, genau das in dir zu brechen, die vielleicht gedacht haben, das könne doch nicht sein, das sei nicht menschlich, das sei nicht normal? Oder akzeptieren sie es von sich aus? Spürst du bei einigen die Haltung, du hättest etwas im Leben verpasst? Kinder haben sei schließlich etwas Schönes und Sexualität wichtig für den Menschen. Spürst du manchmal einen gewissen Widerstand von Anderen?

Dada: Das ist mir noch nicht widerfahren.

Bilbo Calvez: Deine Lebensweise wird also gut angenommen.

Dada: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr gut angenommen und verstanden wird, größtenteils sogar sehr geachtet wird.

Bilbo Calvez: Das freut mich. Stichwort Bart und lange Haare: Gibt es einen bestimmten Grund dafür, dass man den Bart und die Haare wachsen lässt?

Dada: In der Yogapraxis und der Tradition, in der ich lebe, tragen Männer als Mönche einen Bart und lange Haare. Der Bart ist ein natürlicher Haarwuchs und im Yoga unterstützen wir einfach auch die natürlichen Funktionen des Körpers.

Bilbo Calvez: Jedoch nicht die Sexualität beim Menschen.

Dada: Diese ist eine natürliche Funktion, die wir sublimieren.

Bilbo Calvez: Es geht also darum, dass diese Energie in etwas Anderes transformiert wird.

Dada: Wir wollen sie nicht unterdrücken. Das ist nicht möglich. Es würde zu Krankheit und Unglück führen. Wir wollen sie sublimieren, also umwandeln.

Bilbo Calvez: Jetzt kann ich es besser nachvollziehen. Es geht also darum, diese Energie in etwas Anderes umzulenken, und ihre Kraft an anderer Stelle nutzen zu können.

Dada: Genau, und zwar in die Liebe zum innersten Selbst, zum Göttlichen, und in die Energie, für die Menschheit zu arbeiten und ihr zu dienen.

Bilbo Calvez: Jetzt verstehe ich es. Manchmal frage ich solange nach, bis ich es verstanden habe. (lacht)

Dada: Ich danke dir.

Bilbo Calvez: Wie sieht dein Alltag aus?

Dada: Mein Tag beginnt um 04.30 Uhr. Dann stehe ich auf und erfrische mich, wasche mich. Ich lebe in einem Ashram in Süddeutschland.

Bilbo Calvez: Kannst du bitte erklären was ein Ashram ist?

Dada: Ein Ashram ist ein spirituelles Zentrum.

Bilbo Calvez: Es ist also im Grunde nur ein Ort.

Dada: Es ist ein großes Haus und ein spirituelles Zentrum, wo wir gemeinsam leben. Zur Zeit leben wir dort zu dritt, ein anderer jüngerer Mönch und ein anderer junger Mann. Um 05.00 Uhr meditieren wir zusammen, singen erst Lieder und Mantras. Dann meditieren wir und machen unsere Yoga-Körperübungen. Anschließend frühstücken wir gemeinsam und gehen danach unseren verschiedenen Arbeiten nach. Zur Mittagszeit widmen wir uns erneut unseren spirituellen Praktiken, meditieren und essen zusammen. Am Nachmittag gehen wir wieder unseren Arbeiten nach, die sehr unterschiedlich sind. Am Abend des Tages kommt die Abendmeditation, gefolgt von anderen spirituellen Praktiken wie Yoga-Asanas also Yoga-Körperübungen. Nach dem Abendessen erledigen wir noch einige Arbeiten. Das ist für mich der allgemeine Tagesablauf.

Bilbo Calvez: Für diejenigen, die schon Yoga praktizieren: Es gibt ganz viele Formen von Yoga, wie Hatha-Yoga, Kundalini,  Vinyasa, usw. Welche Art von Yoga wird in deinem Ashram praktiziert?

Dada: Wir praktizieren Ashtanga-Yoga. Es bedeutet das acht-gliedrige Yoga. „Ashta“ bedeutet acht, „anga“ bedeutet gliedrig, also acht-gliedriges Yoga. Das Wort Yoga bedeutet eigentlich Vereinigung. Yoga ist ja eine sehr alte spirituelle und ganzheitliche Lebensweise und Philosophie. Es ist viel mehr als nur ein System von Yoga-Körperübungen, von Gymnastikübungen.

Bilbo Calvez: Es steht für die Vereinigung von Geist und Körper?

Dada: Das ist eine gute Frage. Was vereinigen wir eigentlich? Wir vereinigen erst einmal uns selbst, unsere Persönlichkeit. Es bedeutet, dass das was du tust und sagst, denkst und fühlst, dein Gewissen und dein innerstes Selbst, dein Wesenskern – all das im Einklang ist. Es ist eins. Ich glaube wir kennen alle das Gefühl, dass wir etwas tun, was wir eigentlich gar nicht wollten, weil wir etwas anderes gedacht haben. Wir wissen nicht genau was wir fühlen und das ändert sich auch manchmal. Wir sind oft sehr zerstreut und gespalten. Yoga bedeutet, uns zu vereinen, eins zu sein. Tatsächlich im Einklang mit sich selbst zu sein. Das, was ich denke, das sage ich, das tue ich und es ist im Einklang mit meinem Gewissen und mit meiner Seele. Diese Einheit herzustellen, bedeutet Yoga im ersten Schritt. Wenn wir diese Einheit, diese innere Integrität fühlen, dann erfahren Yogis oder Menschen, die das erfahren, dass sie keine isolierte Einheit sind, sondern verbunden sind mit einer größeren Einheit, mit der Essenz des Lebens in Allem. Die spirituelle Definition von Yoga ist die Vereinigung des individuellen Bewusstseins, der einzelnen Seele mit dem kosmischen Bewusstsein, mit der kosmischen unendlichen Seele. Diese Vereinigung wird Yoga genannt.

Bilbo Calvez: Im Grunde hat es auch ein bisschen etwas mit Quantenphysik zu tun. Ich meine, mit der Quantenphysik ist es immer komisch, dass man sie braucht, um zu verstehen, dass wir alle verbunden sind. Es ist immer so, dass die Leute Beweise für alles haben wollen. D.h. was Du gerade beschreibst, klingt für mich, als würde man erfahren, dass wir alle Wesen miteinander verbunden sind.

Dada: Ja.

Bilbo Calvez: Es ist das, was Du damit meinst, oder?

r, wie Du gerade gesagt hast, von der Quantenphysik her auf der physischen Ebene verbunden. Die Yogis haben eine andere Verbindung, oder sogar eine Einheit empfunden. Wo wir auf der Ebene des reinen Bewusstseins wirklich Eins sind.

Bilbo Calvez: Ja. Es ist sozusagen alles eine Suppe.

(lacht)

Bilbo Calvez: Ich sage das Wort Suppe, weil ich im Moment an einem Kunstprojekt arbeite, welches „Bärensuppe“ heisst und so heisst auch diese Sendereihe. Die Idee im Grunde ist, dass man in die Suppe gibt, was man kann und nimmt aus der Suppe, was man braucht und man zählt nicht. Und damit komme ich zu dem Hauptthema für heute und das ist Geld, bzw. kein Geld. Meine Grundidee, damit Du es verstehst, ist, dass durch das Geld gibt es viele Probleme auf der Welt, weil man durch das Geld versucht Leistung zu zählen und zu vergleichen, Energieaufwand zu zählen und zu vergleichen, die eigentlich nicht vergleichbar sind. Das ist ein Aspekt, der mich am Geld sehr stört, denn warum hat diese Aktivität mehr Wert als diese, oder warum muss man diese überhaupt vergleichen, in Zahlen umwandeln? Das Problem, welches sich ergibt, dass man Zahlen vergleicht ist, dass man beginnt Profit zu machen, da Leute ja intelligente Wesen sind. Wenn es darum geht mehr zu haben, dann sind sie auch schlau und dann machen sie das auch. Dadurch entsteht immer mehr ungerechte Verteilung des Geldes und am Ende des Tages wird es so schlimm, dass man anfängt die Umwelt komplett zu zerstören. Und wie Du meintest, da wir alle miteinander verbunden sind, wenn zu viele leiden, dann leiden wir alle im Grunde.

Erste Frage: „Kann man sich entziehen als Mensch von diesem Leid?“ Eigentlich wollte ich nicht mal dahin... Die Frage ist nur so nebenbei: „Kann man sich als Mensch dem Leid entziehe, wenn man so erleuchtet ist, dass man das Leid dieser Welt nicht mehr spürt, oder ist man davon doch richtig betroffen?“

Dada: Als Mönch, oder als jemand, der Yoga praktiziert, sind wir mit der Welt verbunden.

Wir lieben die Welt. Wir umarmen die Welt. Wir sind mit der Welt verbunden und wir können eine liebevolle Verbindung mit der Welt erfahren. D.h. wir selber müssen nicht leiden, wenn wir mit der Welt verbunden sind. Wir können in unserer ursprünglichen Glückseligkeit verweilen und gleichzeitig mit dem Leiden in der Welt teilhaben und unsere Liebe ausdrücken, um denjenigen, die leiden, ihr Leid abzunehmen.

Bilbo Calvez: Was bedeutet das, das Leid derer abzunehmen? Was heißt das konkret?

Dada: Es kommt auf das Leiden drauf an. Wie immer die Person leidet. Wenn sie zum Beispiel darunter leidet nicht genug Essen zu haben, der Person Essen zu geben. Wenn die Person keine Bildung hat und darunter leidet, der Person Bildung zu geben. Und vielleicht noch weitergehend, dass wir daran arbeiten, die Systeme zu verändern, die es hervorbringen, dass die Menschen nicht genug zu Essen haben, oder keine Bildung haben. Aber was ich meine, Bilbo, ist, dass wir all das tun können ohne selber zu leiden. Das ist eigentlich eine wirksamere Methode, als mitzuleiden. Das ist so, wie wenn jemand einen Nervenzusammenbruch bekommen hat und ganz arg leidet. Die Person geht dann zu einer Psychologin und erzählt ihre Geschichte. Und wenn die Psychologin dann auch einen Nervenzusammenbruch bekommt, dann ist sie nicht in der Lage wirklich zu helfen.

Bilbo Calvez: Ja.

Dada: Wenn sie allerdings in der Lage ist in ihrer Mitte zu bleiben und in ihrer inneren Wahrheit, dann kann sie trotzdem denjenigen, der den Nervenzusammenbruch erfahren hat, verstehen, ihm Empathie geben und ihm Möglichkeiten anbieten, sich von diesem Leiden zu befreien. Das meine ich damit. Das meine ich mit dieser wunderbaren Haltung, die wir als Yogapraktizierende leben können, dass wir in unserer inneren Wahrheit, in unserer Glückseligkeit verweilen und gleichzeitig die Menschen und die Welt lieben und aus dieser Liebe dienen.

Bilbo Calvez: Das bedeutet im Grunde das, wenn man sagt :“Ein Mensch kann nicht glücklich sein, wenn andere unglücklich sind.“ Dann stimmt dieser Spruch eigentlich nicht.

Dada: Ja. In meiner Erfahrung stimmt dieser Spruch nicht. Wir können glücklich sein, d.h. wenn wir in uns unseren Frieden gefunden haben, in unserer Glückseligkeit verweilen und gleichzeitig andere lieben und ihnen dienen.

Bilbo Calvez: Wie wirkt es bei Dir, wenn Du von dem ganzen Leiden auf dem Planeten hörst durch Nachrichten, oder andere Medien? Wie verarbeitest Du das damit es Dich nicht zu sehr betrübt? Weil ich weiß, dass Du viel tust und viel hilfst. Vielleicht ist das auch der Weg?!

Dada: Ja, wenn ich etwas sehe, dann frage ich mich, was kann ich in meinem Leben tun, um dazu beizutragen, diese Erfahrung, dieses Leiden zu lindern anhand meiner Fähigkeiten? Zum Beispiel, wenn ich sehe wie sehr die Tiere in der Massentierhaltung leiden, dann frage ich mich, was kann ich tun? Und was ich zum Beispiel tun kann ist, nicht an den Produkten teilnehmen, d.h. ich kaufe diese Produkte nicht. Die entstehen durch diese qualvollen Zustände, d.h. ich ernähre mich halt  dementsprechend anders, und ich gehe in die Gesellschaft und kläre auf über diese Zustände. Ich mache politische Arbeit, um andere Lösungen anzubieten, so dass die ganze Gesellschaft sich gesund ernähren kann, während wir gleichzeitig die Tiere achten und sie in ihrer natürlichen Art und Weise leben lassen. Ich kann all das machen. Meiner Erfahrung nach kann ich das viel besser, wenn ich in meiner Mitte bleibe, in meiner inneren Wahrheit, in meinem tiefsten Selbst verweile.

Bilbo Calvez: D.h. Du beschützt Dich nicht davor davon zu wissen, oder zu erfahren. Du sagst jetzt nicht, ich schaue keine Nachrichten, weil ich es nicht wissen will, sondern Du guckst es und Du schaffst es so einen Schutzschild aufzubauen, dass Du es siehst, aber es macht Dich nicht verrückt, sonder es ist o.k. So sind die Zustände, was kann ich machen.

Dada: Ja. Es ist gerade so, wie es ist. Das ist der jetzige Ausdruck des Universums und ich liebe das Universum und ich liebe die Realität so wie sie ist.

Aus dieser Annahme des Universums heraus, wie das Universum ist, wie die Realität ist, drücke ich meine Menschlichkeit und meine Liebe aus gemäß meiner Fähigkeiten, um dem Universum und den Wesen zu dienen.

Bilbo Calvez: O.k. Das ist schon ein Kraftakt. Ich persönlich finde das sehr schwierig mit diesen Informationen umzugehen. Ich habe mehr die Tendenz zu versuchen es nicht mitzubekommen. Natürlich auch zu sagen wie Du, ich nehme an der fleischlichen Ernährung nicht Teil und solche Sachen, weil ich weiß, wie die Tiere misshandelt werden, und weil ich das sowieso nicht möchte auch aus anderen Gründen. Aber prinzipiell versuche ich mich schon abzuschirmen.

Ich gehe mal zurück zum Anfangsthema, das war einfach mal ein kleiner Umweg. Das Thema war Geld. Meine Idee ist zu sehen, was müssten wir in der Gesellschaft unternehmen, um diese zu verbessern und ist eine Gesellschaft ohne Geld möglich? Bevor wir tiefer reingehen, was ist Dein persönliches Verhältnis zu Geld?

Dada: Als Mönch habe ich keinen wirklichen Besitz, kein Privatbesitz. Ich habe meinen persönlichen Laptop und meine persönliche Kleidung. Das sind Sachen, die ich einfach nutze, die ich persönlich nutze. Meine Einstellung ist nicht, dass dies jetzt mein Besitz ist. Ich denke auch über das Konzept des Besitzes, es ist wichtig, dass wir uns darüber klar sind, dass wir letztendlich Sachen nur nutzen können und nicht wirklich besitzen.

Bilbo Calvez: Du musst doch auch zum Beispiel Miete zahlen, oder ein Haus bezahlen, oder Strom, oder solche Geschichten. D.h., wie machst Du das mit dem Geld? Wovon lebt man als Mönch?

Dada: Ja, ja. Ich möchte mal zum ersten Punkt zurückkommen, zum Beispiel haben wir jetzt ein großes Haus, das haben wir gekauft. Jetzt können wir sagen, das ist unser Haus, wir besitzen das Haus. Die Sache ist, das Haus wurde um die Jahrhundertwende gebaut, also es existierte bevor ich überhaupt gelebt habe.

Lange Zeit wurde es genutzt und jetzt haben wir es vor 3 bis 4 Jahren gekauft, daher nenne ich es jetzt mein Haus. Es wird wahrscheinlich noch dastehen, wenn ich nicht mehr da bin. Dieses Konzept von Besitz ist sehr relativ. Es ist in Wirklichkeit ein Nutzungsrecht, welches ich gerade in Anspruch nehme. Ich hatte kaum Geld und wollte ein spirituelles Zentrum gründen, um einen Ort zu schaffen, an dem Leute spirituelle Praktiken, Meditation, usw. lernen können und auch spirituelles Leben erfahren können. Aber ich hatte kaum Geld, ein paar tausend Euro. Ich war so entschlossen, ein solches Zentrum zu gründen, dass ich in der Lage war, das Geld aufzubringen. Viel durch ein Darlehen von der Bank, welches ich jetzt zurückbezahlen muss.

Jetzt zum zweiten Teil Deiner Frage. Ich muss halt sehen, dass ich Geld bekomme, um all meinen Pflichten nachzukommen, um das Darlehen zu bezahlen und die Nebenkosten. Ja, das halte ich für eine sehr große Pflicht und Aufgabe dem nachzukommen. Das mache ich auch sehr verantwortlich, indem ich zum Beispiel genau sehe, dass ich eine bestimmte Anzahl von Leuten habe, die uns unterstützen, die uns Geld spenden. Oder dadurch, dass ich Kurse gebe, Seminare und verschiedene Veranstaltungen, wodurch wir dann die finanzielle Unterstützung bekommen.

Bilbo Calvez: Ich habe zwei Fragen zugleich, wie immer. Wie gehst Du damit um, wenn Leute ein Stück Weg mit Dir gehen möchten, von Dir lernen möchten, aber kein Geld haben und sich das nicht leisten können. Wie gehst Du damit um? Viele Leute sagen, ich möchte mal meditieren, aber ich habe keine Zeit dafür, weil ich Geld verdienen muss. D.h., Geld verzerrt die Priorität im Leben. Anstatt sich seinem eigenen Weg zu widmen, oder seiner Selbstverwirklichung und Spiritualität zu widmen zum Beispiel, muss man sich damit beschäftigen, Geld zu verdienen, damit man überhaupt leben kann. Das ist so ein Konflikt. Das heißt bei Dir auch, denn Du musst auch das Darlehen zurückbezahlen, d.h. es kostet Dich Zeit und Energie. Siehst Du, was ich meine? Ich habe das Gefühlt, dass viele Menschen, die gerne meditieren würden, bekommen es aber nicht hin sich hinzusetzen, weil der Stress so enorm ist, dass man überhaupt überleben muss, weil Geld so wichtig ist, dass man gar nicht zur Ruhe kommt sich hinzusetzen. Und dann denkt man „Ich mache einfach, was wesentlich ist, anstatt was sein muss, weil ich keine Wahl habe“. Wie stehst Du dazu, oder ist es einfach nur ein Gedanke von mir und gar keine Frage?

(lacht)

Dada: Bilbo, Du hast jetzt zwei Fragen gestellt. Um zur Ersten zurückzukommen, die spirituelle Praxis ist völlig ungebunden von finanzieller Kapazität. Für mich ist Meditation und spirituelle Praxis ein Geburtsrecht. Niemand muss in unserem Ashram, oder in unserer Tradition etwas dafür bezahlen, um Meditation und spirituelle Praktiken bei uns zu erlernen. Jede Person kann bei uns Meditation und spirituelle Praktiken immer kostenlos erlernen. Die zweite Frage ist in Bezug auf, wenn wir im Leben stehen und bestimmte Verantwortungen haben, wie könnten wir das ausgleichen mit spiritueller Praxis? Meiner Erfahrung nach ist das sicherlich möglich und Yoga steht sogar für dieses Gleichgewicht. Yoga ermutigt die Menschen, ein Gleichgewicht zu leben. D.h. spirituelle Praktiken auszuüben und in der Gesellschaft tätig zu sein und unserer Verantwortung nachzukommen. Das bezieht sich ja auf Geld, aber das bezieht sich ja auch auf andere Verantwortungen. Wenn du Mutter oder Vater bist, dann hast du bestimmte andere Verantwortung auch, nicht nur das Geld nach Hause zu bringen, sondern auch deine Kinder großzuziehen, sie zu bilden und ihnen eine Bildung zu ermöglichen, usw. Da ist meine Erfahrung und auch die Erfahrung der Yogapraktizierenden, dass dies sich eigentlich gegenseitig unterstützen kann.

D.h. meine spirituelle Praxis, meine Meditation hilft mir, stärkt mich im weltlichen Leben gut dastehen zu können. Einfach wirksamer, effektiver zu arbeiten und klarer zu denken. Immer wieder aus meiner Mitte heraus zu handeln. Die Verantwortung für deine Familie zum Beispiel, oder für deine Gemeinde, für deine Gesellschaft, das ist ein Ausdruck, in dem wir unsere Fähigkeiten ausdrücken können und Schwierigkeiten und Hindernisse überwinden können. Das wird im Yoga als etwas Positives angesehen. Wenn wir bestimmte Hindernisse und Probleme haben, dann sagen wir uns: „O.k., das ist jetzt eine Möglichkeit, meinen Geist in dieser Beziehung zu klären und mich zu stärken, an dieser Herausforderung zu wachsen.

Bilbo Calvez: Würdest Du Dir eine Welt wünschen, in der es kein Geld gibt?

Dada: Ich sehe Geld als Tauschmittel, als sehr praktisches Tauschmittel. Wenn es allein das sein würde, dann halte ich es für sehr praktisch. Anstatt irgendwelche schweren Gegenstände hin und herzutragen, um die zu tauschen, das wir ganz leichte Sachen haben mit denen wir den Tausch einfach effektiver machen können. Ich sehe das einfach als eine mögliche Technik des Austausches von Gütern, die wir brauchen und austauschen. Ich kann mir vorstellen, dass es in ferner Zukunft mal eine Gesellschaft geben könnte, in der das so reibungslos und so klar geregelt ist, dass selbst dieses Tauschmittel nicht mehr notwendig ist. Ich sehe das Tauschmittel als etwas ganz neutrales. Wie wir damit umgehen, das ist eine andere Sache. Es ist für mich wie ein Messer. Ein Messer kann ich dafür benutzen meine Frucht zu schneiden, oder ich kann es dazu nutzen jemanden anzugreifen. Das Problem für mich ist nicht das Messer, sondern praktisch die Nutzung, wie ich mit dem Messer umgehe. Und genauso sehe ich das mit der Nutzung von einem Tauschmittel wie zum Beispiel Geld auch.

Bilbo Calvez: Aber das würde bedeuten, dass Du denkst, dass man tauschen muss. D.h. wenn ich Dir etwas gebe, dann musst Du mir etwas zurückgeben. Vielleicht ist es anders, vielleicht gebe ich Dir etwas und Du gibst mir nichts und das ist auch o.k.

Dada: Ja, es ist beides o.k. Bilbo. Das zweite würde ich dienen nennen, denn für mich bedeutet dienen etwas zu geben völlig ohne die Erwartung irgendetwas zurückzubekommen, denn sonst wäre es ein Geschäft. Dann ist es ein Geben und Nehmen. Ich halte beides für natürlich und normal.

Bilbo Calvez: D.h. Du  siehst, dass beides gleichzeitig existieren kann. Einerseits das Geschäftliche, also das Tauschen und gleichzeitig das Dienen.

Dada: Ja.

Bilbo Calvez: O.k., alles klar. Denn ich habe das Gefühl solange das Geschäftliche existiert, sind wir immer in Gefahr, dass es eskaliert. Dass es Verrückte gibt, die nur noch auf Geschäft und Profit aus sind und das Dienen einfach vergessen. Deswegen haben wir diese absurde Weltsituation, in der so wenige Leute so viel haben. Darum bin ich immer skeptisch mit dem Geschäftlichen und bin auch überrascht, dass Du das beides so parallel sehen kannst.

D. Ja, ich kann gut nachvollziehen, was Du meinst: Dass dieses Geschäftliche dazu führen kann, dass das menschliche Verlangen mehr und mehr zu haben und mehr und mehr zu bekommen -  mehr und mehr Macht, mehr und mehr Geld und mehr und mehr Vergnügen, dass das ausufert und eine negative Auswirkung des Geldsystems ist.

Bilbo Calvez: Ja, das ist wie eine Krankheit, wie eine Droge, man wird süchtig danach und es ist ganz schwierig das zu stoppen. Deswegen habe ich das Gefühl, man müsste aufhören, zu zählen und zwar komplett, damit diese Gefahr nicht besteht.

Dada: Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Wie ich das sehe ist, dass es ein ganz natürliches, ein ganz menschliches Verlangen ist nach Mehr.

Bilbo Calvez: Ja.

Dada: Menschen wollen immer mehr.

Bilbo Calvez: Ja.

Dada: Es kommt darauf an, wie sie dieses Bedürfnis erfüllen. Wenn Menschen lernen, dieses Bedürfnis nach Mehr und nach Grenzenlosigkeit dadurch zu erfüllen, in dem sie ihre Kreativität ausdrücken, ihren Dienst erweitern, ihre Fähigkeiten, ihre menschlichen Potenziale erweitern und letztendlich erkennen, dass in ihnen ein unendliches Potenzial ist, wenn sie ihr Verlangen in diese Richtung lenken, dann führt dieses Verlangen nach Unendlichkeit zu einer tiefen spirituellen Erfahrung.

Deswegen ermutige ich die Menschen spirituelle Praktiken auszuüben. Denn wenn das nicht der Fall ist und wenn wir lernen unser Bedürfnis nach Mehr zu befriedigen, in dem wir mehr und mehr anhäufen und mehr Reichtum bekommen, dann geschehen zwei Dinge.

Das ist wissenschaftlich nachweisbar, dass die Menschen nicht glücklicher sind, die sehr viel reicher sind. Sie sind nicht glücklicher und das können wir wissenschaftlich feststellen. Und zum anderen führt dieses uneingeschränkte Anhäufen von Reichtum und Geld dazu, dass andere wenig und zu wenig haben, also darunter leiden. Deswegen bin ich dafür, dass wir das Anhäufen von privatem Reichtum begrenzen, einschränken.

Bilbo Calvez: Wie willst Du das machen? Ich weiß, dass Du politisch arbeitest und wir gehen jetzt auch dahin. Ich erkläre es kurz, oder Du kannst es selber erklären. Du bist in einer politischen Partei und ist diese angemeldet? Ihr Name ist „Menschliche Welt“. Ja?

Dada: Ja:

Bilbo Calvez: Was ist die Vision dieser Partei? Wie soll das konkret aussehen?

Dada: Erst mal möchte ich sagen, dass MENSCHLICHE WELT eine ganzheitliche Bewegung ist. Sie basiert auf das, was wir gerade besprochen haben - auf Spiritualität und auf Ethik. Auf Werten wie Universalismus. Das ist eine Weltanschauung, welche die Bedürfnisse und Interessen aller Menschen und aller Lebewesen berücksichtigt. Wir verbreiten das nicht nur als Weltanschauung, sondern praktizieren das auch in unseren persönlichen Leben. Da gehören die spirituelle Praxis und die Meditation als Grundlage dazu.

Bilbo Calvez: Du sagst, dass es nicht angehen kann, dass es ein Anhäufen von Besitz gibt. Wie kann man das vermeiden in der Realität? Meinetwegen morgen gewinnt MENSCHLICHE WELT, was ich Dir sehr wünsche. Morgen ist die Partei an der Regierung. Wie gehst Du dann damit um mit dem Problem des Profits, den Überreichen. Mit den Leuten, die süchtig sind nach Besitz und nach Mehr? Wie gehst Du damit um?

Dada: O.k. Also, wir würden erst mal sagen, dass das Recht auf das Bekommen der Lebensgrundlage, also der Ernährung, der Behausung, der medizinischen Versorgung usw., dass das Recht für uns größer ist, als das Recht der Freiheit grenzenlos Reichtum anzuhäufen.

Bilbo Calvez: O.k.

Dada: Im Kapitalismus ist das umgekehrt. D.h. das Recht unendlich viel anzuhäufen, die Freiheit zu haben so viel zu besitzen, wie du willst, das wird höher angeordnet, als das Recht auf die Lebensgrundlagen.

Bilbo Calvez. Ja, das stimmt.

Dada: Global gesehen. Deswegen gibt es Milliarden Menschen, die in Armut leben und Millionen Menschen, die verhungern. Ich würde ganz konkret sagen, wir würden Gesetze schaffen, die besagen, dass es einen Mindestlohn geben muss und genauso muss es einen Höchstlohn geben. D.h., dass Personen und Unternehmen ein bestimmtes Level haben dürfen und darüber hinaus nicht mehr anhäufen können, solange nicht alle Menschen die Lebensgrundlagen erfüllt bekommen haben. Das meine ich.

Wir würden dann sagen, jemand kann nicht Mio. und Mio. von Euros besitzen und jemand anderes verhungert. Wenn niemand mehr verhungert, wenn alle die Lebensgrundlagen erfüllt bekommen haben, dann schauen wir, dass die Menschen eine gewisse Freiheit haben, mehr und mehr zu verdienen und auch mehr und mehr anzuhäufen. Aber das erste Prinzip ist, dass alle Menschen genug bekommen, um ihre Lebensgrundlagen zu erfüllen. Das meinen wir auch mit „menschliche Welt“.

Eine menschliche Welt bedeutet für uns, dass alle Menschen ihre Grundbedürfnisse auf Nahrung, Behausung, medizinische Versorgung, Kleidung und Bildung erfüllt bekommen. Aber es bedeutet auch, dass alle Menschen die Freiheit und das Recht haben, sich körperlich, geistig und spirituell zu entfalten. Und das natürlich die Menschenrechte erfüllt sind. Das Menschenrecht auf Unversehrtheit, auf Gleichberechtigung, auf Freiheit.

Eine menschliche Gesellschaft für uns bedeutet auch, dass die Tiere und die Pflanzen ihrer Natur entsprechend leben können. Und dass wir unsere Erde reinhalten und achten und sie nicht verschmutzen und zerstören. Letztendlich bedeutet eine menschliche Gesellschaft, dass Menschen gemeinsam füreinander arbeiten um ihr gesamtes Potential zu entfalten. Das meinen wir mit einer menschlichen Welt.

Bilbo Calvez: Aber man akzeptiert trotzdem in dieser Vision, dass manche mehr haben als andere. Es geht in der Vision nicht darum, das Mehr und das Weniger abzuschaffen, sondern man versorgt alle mit der Basis für das Lebensminimum und darüber hinaus kann sich auch noch etwas verändern.

Dada: Ja. Als Erstes müssen alle die Lebensgrundlagen garantiert bekommen und dann wird unsere Produktion, unsere Wirtschaft Überschuss erzeugen.

Den Überschuss würden wir erst mal denen geben, die besondere Sachen notwendig haben, wie zum Beispiel schwangere Frauen. Sie brauchen etwas Spezielles, was wir dann produzieren. Oder diejenigen, die bestimmte Verdienste für die Gesellschaft haben. Wenn in einem Dorf zum Beispiel das Grundbedürfnis ist, dass alle ein Fahrrad haben, dann benötigen Hebammen und Ärzte vielleicht ein Motorrad. Nicht alle können gleich ein Motorrad haben. Aber die Dynamik der Gesellschaft geht weiter voran.

Es müssen nicht alle auf derselben Ebene sein. Wir haben auch verschiedene Bedürfnisse. Aber dass wenigstens alle die Grundbedürfnisse des Lebens erfüllt bekommen. Und der Überschuss so genutzt wird, dass diejenigen, die mehr brauchen, oder die größere Verdienste haben für das Wohlergehen der Gesellschaft, dass die dementsprechend vergütet werden.

Bilbo Calvez: Das ist nicht sehr weit weg vom Kommunismus, was Du beschreibst.

Dada: Ja, wenn das so verstanden wird im Kommunismus. Ich denke Kommunismus sagt allen so ziemlich das Gleiche zu, sodass es keinen Anreiz gibt, wie in der ehemaligen DDR. Da gab es wirklich keinen großen Anreiz, so wie ich das gehört habe. Ob man sich nun besonders einsetzte oder nicht, das hat kaum einen Unterschied gemacht.

In unserem Verständnis möchten wir schon Leute ermutigen, ihr ganzes Potenzial auszudrücken. Es ist menschlich, dass wir sie dafür vergüten und belohnen als Anerkennung, die angemessen ist und die natürlich ist. Diese Anerkennung würden wir dann schon geben.

Bilbo Calvez: Ja. Ist nicht die Anerkennung im Geben selbst?

Dada: Das ist es für jemanden, der diese geistige Reife hat.

Bilbo Calvez: Ja.

Dada: Ich weiß, dass nicht alle dieses Verständnis haben, dass die Belohnung alleine schon im Dienen ist. Ich denke, für viele Menschen wäre es natürlich und schön, eine Belohnung und Vergütung zu bekommen. Das würde ich als menschlich und auch praktisch machbar ansehen.

Bilbo Calvez: Es hört sich für mich an wie eine Transitiongeschichte, also keine Endvision, sondern ein Weg der Transition zu einer Vision, in der man einen Schritt weiter gehen kann im Grunde.

Dada: Ja.

Bilbo Calvez: Was wahrscheinlich auch eine Notwendigkeit ist, eine Transition zu haben, denn das geht alles nicht von heute auf morgen.

Dada: Genau Bilbo. Wenn Du schaust, wo wir jetzt gerade sind. Wir sind ja jetzt auf einer Ebene, die ganz anders ist. Um von Hier nach Dort zu kommen, bedarf es Schritte. Da akzeptieren wir auch die Entwicklung. Ich kann von einem zweijährigen, dreijährigen Kind nicht erwarten, dass es altruistisch und frei sein Spielzeug mit allen teilt. Das kann es lernen, ganz sicher, aber es ist auch genauso natürlich, wenn es sagt: „Nein, das ist mein Teddybär.“

Bilbo Calvez: Ich sehe das genau umgekehrt. Ich glaube, dass die Kinder im Grunde es verlernen. Dass sie durch uns und durch unsere Ängste Besitzansprüche erst erlernen. Ich kann mir vorstellen, wenn zwei Mütter auf einem Spielplatz sind und  zwei kleine Kinder anfangen miteinander zu spielen und das eine Kind mit dem Spielzeug des anderen Kindes spielt, denkt sich die eine Mutter: „Ach herrje, jetzt entsteht ein Besitzkonflikt.“ Dann spüren es die Kleinen, dass da irgendetwas nicht stimmt und daraus entsteht „das-geht-gar-nicht-Gefühl“. D.h. dieser plötzliche Besitzanspruch. Und daraufhin müssen die Erwachsenen intervenieren und sagen: „Hey, lass ihn doch spielen.“ Aber im Grunde sind sie diejenigen, die das initiiert haben, dieses falsche Gefühl. Ich glaube theoretisch, dass dies nicht unbedingt sein müsste zwischen den Kindern, denn die spielen einfach mit dem Spielzeug des anderen. Die klauen sich auch die Schnullis und stellen sich keine Fragen darüber, wo er vorher war. Ich glaube nicht, dass sie das lernen müssen, sondern sie müssen es wieder erlernen. Sie wussten das schon von Anfang an, dann haben sie es verlernt durch unsere Ängste und dann müssen sie es wieder erlernen, wenn man sie von den Ängsten befreit.

Dada: Ich würde sagen, es ist beides der Fall.

Bilbo Calvez: Ja.

Dada: Denn wir haben auch, wenn wir auf die Welt kommen, ganz bestimmte instinktive Bedürfnisse. Das ist so wie bei den Tieren. Es ist ganz natürlich, diese erst mal auszuleben und sich dementsprechend zu verhalten. Das sehe ich als natürlich an, das ist nichts Unnatürliches. Wir können soziales und gemeinschaftliches Leben lernen, das ist auch in unserer Natur. Was ich sagen möchte, es ist beides in unserer Natur.

Bilbo Calvez: Ja.

Dada: Die Umgebung, die Eltern tragen natürlich sehr dazu bei, welcher Teil der Natur gefördert wird.

Bilbo Calvez: Ja, ja. Ich denke, dass es auch beides ist. Bei Katzen zum Beispiel, die zeigen auch Besitzansprüche bei einer Maus.

Dada: Ja, oder territoriale Ansprüche.

Bilbo Calvez: Territoriale Ansprüche auf alle Fälle. Jetzt schweifen wir total ab, aber das ist egal. Ich sehe immer das Geld als zentrales Problem und es ist ein wesentliches Problem.

Darüber gibt es noch das genetische Problem bei der Fortpflanzung und das ist noch stärker als das Geld. D.h. das Geld ist nur ein Mittel, um die Verbreitung seines Genoms zu erhöhen. Im Grunde geht es nicht um das Geld, sondern um sein eigenes Genom. Weißt du, was ich meine? Das ist die größte Kraft des Menschen, bzw. aller Wesen, sich zu vermehren und in der Natur zu bestehen. D.h. das Leben zu erhalten, seine eigene Spezies und sein Genom. Man beschützt erst mal sich selber und seine Kinder und was einem nahe steht, also andere Menschen. Dann, wenn es genügend Kapazitäten gibt, die Wesen auf dieser Erde anstatt die Wesen auf einen anderen Planet, usw. Also immer so nah an seinem Genom wie möglich. Und das Geld ist natürlich eine große Chance das zu unterstützen, denn wer viel Geld hat, der kann imponieren, kann auch mehr Kinder ernähren und gibt Sicherheit.

Ich möchte damit sagen, dass für mich das Thema Geld ein Problem ist, wegen dem Zählen, aber ich bin mir bewusst, dass es noch ein Stück über das Zählen hinausgeht. Es geht um etwas, was schwer zu kontrollieren ist, da es aus unserer eigenen Natur kommt leben zu wollen. Im Grunde muss man sein genetisches Bewusstsein erweitern, das es nicht nur um uns geht, sondern auch um die Bewohner des Planeten, bzw. die Bewohner des Universums. Das ist richtig weit weg.

Zur Politik. Wenn jemand in einen Regierungsauftrag kommt, dann wird man mit Vorteilen konfrontiert, mit Berühmtheit, wird eingeladen da und dort, usw. D.h. die Korruption wartet schon an der nächsten Ecke. Es birgt sich eine gewisse Gefahr, wenn man in die Politik geht. Bist Du Dir dessen bewusst? Machst Du Dir darüber Gedanken wie es wäre, wenn es klappt? Ich habe das Gefühl, dass Leute, die in der Politik sind, bevor sie Macht haben ist alles wunderbar, aber dann, wenn sie Macht erlangen, kommt die Korruption fast automatisch. Oder sie werden von anderen gezwungen, wegen eigener Interessen. Auch weil die ganze Elite um einen herum ist, die dann sagt: „Das geht ja gar nicht, weil du willst, dass wir weniger haben, als wir jetzt bereits haben.“ Machst Du Dir darüber Gedanken oder sagst Du Dir : „Nein.“ Oder wie ist es bei Dir?

Dada: Wir machen ja politische Arbeit aus unserer Liebe für die Menschen heraus. Wir nähren diese Liebe jeden Tag in unserer spirituellen Praxis. Das ist unsere Motivation. Deswegen sagen wir, dass unsere politische Arbeit auf spiritueller Praxis basiert. D.h. wir praktizieren jeden Tag ethische und spirituelle Praktiken und Meditation, um immer wieder in unsere innere Wahrheit zu kommen: wer wir wirklich sind und warum wir da machen, was wir machen.

In meiner Erfahrung und aus meinem Verständnis, ist die tiefste Wahrheit in Dir und in mir und in allem die Güte, eine bedingungslose reine Güte. Die Meditation führt uns immer wieder zurück zu unserem Wesenskern. Dann handeln wir aus diesem Wissen heraus, was wir wirklich sind, aus unserem tiefen Verlangen diese Güte zu entfalten und auszudrücken. Da spielt die spirituelle Praxis und die Meditation eine entscheidende Rolle.

Gleichzeitig sehe ich auch, dass wir das politische System so aufbauen können durch Ausgleich von Kräften, dass diese Korruption, oder diese Möglichkeit der Korruption minimiert wird.

Die Menschheit macht ja Fortschritte. Ich meine, wenn wir zurückschauen, wie die Systeme heute sind und was in diesem Land vor 70, 80 oder 90 Jahren stattgefunden hat, usw.

Ich habe zwölf Jahre in den USA gelebt und wie sich dort zum Beispiel das Verständnis von Wahlrecht der Afroamerikaner gewandelt hat. Dann sehe ich schon, dass sich die Menschheit auf dieser Ebene weiterentwickelt. Für mich ist Politik ganz einfach das Ordnen und das Organisieren unseres Zusammenlebens. Das bedarf Anstrengung. In jeder Familie gibt es Politik. Wer bringt den Müll raus? Was kaufen wir? Wer kauft?  Was, wann, wo? Wohin fahren wir in den Urlaub? Entscheiden die Kinder? Das sind alles Entscheidungen unseres gemeinschaftlichen Zusammenlebens und das bedarf der inneren Reife. Diese können wir entwickeln. Diese Reife und diese Integrität können wir schulen. Nur weil es die Gefahr gibt, dass wir das vielleicht nicht so gut hinbekommen, ist ja nun wirklich kein Grund, es nicht zu machen.

Bilbo Calvez: O.k. Wenn ihr gewählt werdet, dann könnte es auch passieren, dass 51% der Menschen dafür und 49% dagegen sind. Dann würde es bedeuten, dass die Mehrheit sich dafür ausgesprochen hat, euch zu wählen und die Minderheit, aber diese kann auch sehr groß sein, ist dagegen. Wie würdest Du damit klarkommen, wenn es zu einem solchen Fall käme?

Dada: Na ja, wofür wir arbeiten ist erst mal für das grundsätzliche Wohlergehen aller. Das ist unsere Widmung. Das ist wofür wir einstehen. Uns ist es wichtig, das Bewusstsein der Menschen zu erreichen. D.h., dass wir Menschen bilden möchten hinsichtlich zu dem, was ich vorhin gesagt habe, zu dieser Weltanschauung, dieses Gefühls des Universalismus. Es ist eine große Aufgabe, die Bedürfnisse und die Interessen aller Menschen und auch anderer Lebewesen zu berücksichtigen und dafür zu arbeiten. Da gibt es genug zu tun.

Wir üben, was wir wohlwollende Kommunikation nennen, d.h. wir gehen auf die Bedürfnisse der zum Beispiel 49% ein. Was sind deren Bedürfnisse? Was möchten sie, das anders ist? Und dann schauen wir, wie wir die Bedürfnisse aller so befriedigen können, dass jeder das Gefühl hat „o.k. unsere Bedürfnisse sind jetzt angehört und sind erfüllt“. Ich denke, das ist möglich.

Die Hauptfrage ist: Was führt zum Wohlergehen aller? Wenn das erst mal geregelt ist, dann können wir darüber nachdenken, was es für weitere Möglichkeiten gibt, besonderes Wohlergehen für Leute zu schaffen.

Aber erst mal dafür zu sorgen, dass alle Menschen auf dieser Erde etwas zu Essen haben, dass niemand vor Kriegen flüchten muss. Das sind so große Aufgaben, denen wir uns erst mal ganz prinzipiell widmen. Deswegen nennen wir unsere Bewegung auch nicht „Menschliches Deutschland“, sondern MENSCHLICHE WELT. Für uns ist Deutschland ein Teil der Welt – wir haben so eine große Auswirkung auf die ganze Welt. Wir verstehen uns als Weltbürger und dass es genug zu arbeiten gibt, erst mal diese Grundbedürfnisse aller zu erfüllen.

Bilbo Calvez: Du sprichst über die Welt, denn Du bist viel über die Welt gereist. D.h. Du machst nicht nur politische Arbeit, sondern Du bist im Grunde ein Aktivist. Nennt man das so?

Dada: Ich bin ein spiritueller Lehrer. Ich habe in der Welt in verschiedenen Ländern gearbeitet und spirituelle Praktiken unterrichtet. Größtenteils Meditation und Yoga und Leute begleitet, damit sie glücklicher, gesünder und erfüllter leben.

Bilbo Calvez: Du arbeitetest aber auch in Krisengebieten.

Dada: Ja, zum Beispiel nach dem Krieg in Jugoslawien habe ich ein Flüchtlingsheim in Zagreb geleitet. Oder ich bin mal in den Iran gegangen, als dort ein großes Erdbeben war. Dort habe ich Hilfsgüter hingebracht.

Bilbo Calvez. Versuchst Du in solchen Krisensituationen spirituelle Praxis den Menschen auch näher zu bringen, oder ist es an solchen Orten gar nicht möglich, weil die Leute ganz andere Prioritäten haben?

Dada: Die erste Priorität ist erst mal diese Grundbedürfnisse zu erfüllen. Wenn sie keine Behausung haben, dann sage ich nicht: „Komm her, ich zeige Dir wie man meditiert.“, sondern ich achte darauf, dass sie ein Dach über den Kopf haben.

Durch unsere Lebensweise und durch die Art und Weise, wie ich mit den Menschen umgehe, denke ich, dass sie auch spüren, dass wir ihnen nicht nur materielle Dinge geben. Sondern dass wir auch auf der menschlichen Ebene Werte vermitteln und uns so verhalten, dass sie in ihrer menschlichen Würde geachtet sind. Wenn dann Menschen interessiert sind, Yoga zu praktizieren, da das jeder kann und Meditation tut jedem körperlich und gesundheitlich gut, dann bieten wir das natürlich an.

Als ich in den USA war, habe ich viel an den Schulen und an Universitäten unterrichtet und dort Yoga und Meditation angeboten.

Bilbo Calvez: Das wäre ja gar nicht schlecht, wenn Yoga ein ganz gewöhnliches Fach in den Schulen wäre.

Dada: Ja, es würde den Lernenden sehr helfen, wenn sie die Möglichkeit hätten Yoga zu lernen und zu praktizieren. Ganz sicher.

Bilbo Calvez: Glaubst Du, dass wir Frieden in der Welt erlangen können, wenn sich alle Menschen spirituell betätigen, oder meinst Du, dass es nicht notwendig ist?

Dada: Ich glaube, dass alle Menschen sich zu mehr und mehr Bewusstsein entwickeln. Ich glaube, dass wir auf diesem Planeten einen Weltfrieden schaffen können. Das bedeutet nicht, dass alle meditieren müssen. 99,9% der Menschen wollen Frieden. Es bedarf hauptsächlich derjenigen, die Verantwortung in der Gesellschaft haben, also der Führenden.

Wenn wir in der Lage sind in den Ländern der Welt Führende zu haben, die ihre Verantwortung so übernehmen, das es zu freundschaftlichen Beziehungen unter den Ländern, unter den Völkern kommt, dann wird es Frieden geben, dann wird es Weltfrieden geben.

Gleichzeitig möchte ich sagen, dass die Tendenz aggressiv zu sein und auch Gewalt auszuüben, das ist eine Tendenz im Menschen. Sich dessen bewusst zu sein und davor die Gesellschaft zu schützen, sehe ich auch als etwas Natürliches an. Ich würde jetzt nicht sagen, dass wir überhaupt kein Militär und keine Waffen mehr bräuchten. Das ist einfach nicht der Fall. Es gibt Situationen, in denen Menschen sehr aggressiv sein können und wenn wir dann in der Lage sind, andere Menschen davor zu beschützen, solange das Gewaltpotential noch da ist, dann würde ich sagen, behalten wir diese Möglichkeit, diese Menschen zu beschützen.

Wenn wir irgendwann mal sehen, dass wirklich die gesamte Menschheit so gereift ist, dass keine Gefahr mehr besteht, dass Menschen Gewalt über andere ausüben und anderen schaden, dann würden wir natürlich dementsprechend die Waffen, die wir brauchen, um uns zu schützen, reduzieren.

Bilbo Calvez: D.h. die MENSCHLICHE WELT hätte weiterhin eine Armee.

Dada: Ja. Solange die Menschheit zeigt, dass sie das Potential der Gewalt noch in sich trägt. Natürlich würden wir noch die Vorkehrungen beibehalten, die dazu führen, Bevölkerungsgruppen zu schützen. Ja, so wie es notwendig ist, die Polizei aufrechtzuerhalten, solange es noch das Potential der Kriminalität gibt. Und wie gesagt, ich sehe das als einen Teil der menschlichen Natur an: Die Kontrolle über den eigenen Geist zu verlieren, verwirrt zu sein und dann etwas zu tun, was eigentlich nicht dem inneren Herzen entspricht, aber es trotzdem zu tun und anderen dabei Gewalt anzutun. Wenn ich in der Lage bin, Menschen zu schützen, oder davor zu behüten, dann möchte ich das gerne machen.

Bilbo Calvez: Aha, o.k.

Dada: Wir sehen die Welt wirklich sehr pragmatisch an.

Bilbo Calvez: Ja, das sehe ich gerade, das ist sehr pragmatisch. Du bist eigentlich kein Idealist, sondern ein relativ pragmatischer Mensch.

Dada: Ich sehe da eine Synthese. Ich bin ein Idealist in dem Sinne, dass ich sage, das höchste Ideal ist die spirituelle Vervollkommnung, die Erkenntnis, die Erfahrung der absoluten höchsten Wahrheit. Dem strebe ich nach. Im individuellen Leben können wir das erreichen.

Im kollektiven Leben wird es immer so sein, dass Menschen auf verschiedenen Entwicklungsstufen sind. So wie ein Baby auf einer Entwicklungsstufe ist, genauso wie ein Kind, ein Erwachsener und ein alter Mensch. Das ist natürlich, dass sie auf verschiedenen Entwicklungsstufen sind. So sehe ich auch, dass die Gesellschaft immer auf verschiedenen Entwicklungsstufen ist. Das nehme ich an. Ich nehme einfach die Entwicklung und das Wachstum der Gesellschaft an, so wie sie ist. Wenn sich die ganze Gesellschaft so entwickelt und so wächst, dass wirklich alle so reif sind, dass sie so viele Tendenzen und Instinkte verfeinert und sublimiert haben, dann umso besser. Dann können wir viele Sachen weglassen. Aber solange das nicht der Fall ist, nehme ich sie so an, wie sie sind. Und habe meine Windeln bereit, so wie ich die Windeln für die Babies bereit habe. Es ist völlig normal für ein Baby, wenn es in die Windeln macht. Genauso ist es natürlich für bestimmte Menschen auf einer bestimmten Entwicklungsstufe sich auf eine bestimmte Art und Weise zu verhalten, und dem passe ich mich an.

Bilbo Calvez: In meiner früheren Arbeit als Künstlerin habe ich mich mit der rechten Gehirnhemisphäre beschäftigt. Die rechte Gehirnhemisphäre ist für unsere Emotionen zuständig, sage ich jetzt mal ganz pauschal. Die linke Gehirnhemisphäre trägt mehr die Pragmatik, Rationalität, Mathematik und das Ego in den Vordergrund.

Ich und andere Menschen glauben, dass die Aktivierung der rechten Gehirnhemisphäre, was auch u.a. bei der Meditation geschieht, zu einem großen Plus des Weltfriedens beiträgt, denn der Zugang zum kollektiven Bewusstsein wird deutlicher, so wie wir am Anfang schon darüber gesprochen haben, dass wir alle Teil der gleichen Suppe sind.

Es gab eine Frau, die hatte einen Schlaganfall, der die linke Gehirnhemisphäre getroffen hat und sie meinte dann, dass der Erlebniszustand der rechten Gehirnhemisphäre jener war, der ihr zeigte, dass sie keinen Unterschied mehr fühlen konnte zwischen ihrem Körper und der Luft, d.h. sie war mit allem so verbunden, dass alles Eins war und ihr Körper von nichts getrennt war. Ich wollte Dich mal fragen, denn im Grunde möchten die Leute vielleicht mal lernen zu meditieren, was Du als Übung empfehlen könntest, um der rechten Gehirnhemisphäre mehr Raum zu geben? Was würde Dir da einfallen, was man da machen kann?

Dada: Im Yoga möchten wir uns ganzheitlich entwickeln, dafür haben wir verschiedene Praktiken. Wie Du es eben schon genannt hast, ist die Meditation eine Praxis, in der wir bestimmte Teile des Gehirns aktivieren, tief in uns gehen und unseren Verstand transzendieren, überschreiten. D.h. zur Quelle unseres Verstandes zu kommen. Die Gedanken kommen ja irgendwo her und diese zurückzuführen zu ihrer Quelle, zum reinen Bewusstsein, das ist, was Meditation eigentlich ist. Das führt dazu unseren Intellekt zu überschreiten, oder zu seinem Ursprung zurückzukommen.

Bilbo Calvez: Ich dachte Meditation bedeutet, dass man dem Verstand die Macht nimmt unsere Gedanken zu kontrollieren, so dass man nur in der Gegenwart ist und erkennt, dass alles nur Gedanken aus dem Verstand sind, aber im Grunde ist man gar nicht da. Man versucht in die Gegenwart zu kommen, stimmt das?

Dada: Es kommt darauf an, wie Du Gegenwart definierst. Was ich meine ist, dass wir, wenn unser Geist aktiv ist, denken und Gefühle haben.

Bilbo Calvez: Ja.

Dada: Das ist ganz natürlich. Selbst im Schlaf, wenn wir träumen, denken wir viel und haben Gefühle. Es ist möglich unsere Gedanken zu stillen, zu beruhigen und zu ihrem Ursprung zurückzuführen.

Bilbo Calvez: Was ist der Ursprung der Gedanken? Das verstehe ich nicht.

Dada: Dein bezeugendes Bewusstsein, denn Du bist Dir ja bewusst, dass Du Gedanken hast. Wenn Du in der Meditation Deine Gedanken Stück für Stück zurückziehst, dann kommst Du in die Lage, sie so zurückzuziehen, dass sie verschmelzen mit ihrem Ursprung, d.h. dem reinen Bewusstsein vor Gedanken. Da sind dann keine Gedanken mehr, sondern da ist nur ein reines Bewusstsein. Das ist ein Zustand der Glückseligkeit und das ist eigentlich unser Wesenskern.

Ich denke, Du kannst nachvollziehen, dass Du nicht Deine Gedanken bist. Denn das, was Du gerade denkst, ist etwas ganz anderes als das, was Du vor zwei, drei Stunden gedacht hast. Oder vor zwei, drei Tagen, oder vor zwei Jahren.

Unsere Gedanken sind wie Regentropfen, die kommen und gehen. Wir sind auch nicht unser Körper. Unsere Zellen werden ja millionenfach ständig neu geboren, während andere absterben. Wir sind nicht die Zellen unseres Körpers und auch nicht unsere Gedanken. Aber irgendetwas bleibt ja in uns, nämlich unser Wesenskern. Das nennen wir im Yoga unser reines Bewusstsein oder unseren Atman. Das ist das beständige glückselige Bewusstsein, dass wir sind.

Meditation ist die Praxis, unseren Geist, unsere Gedanken, unsere Aufmerksamkeit auf dieses reine Bewusstsein zu lenken bis wir letztendlich unsere Aufmerksamkeit völlig in diesem Bewusstsein eingehen lassen, verschmelzen. Dann sind keine Gedanken mehr da. Dann bleibt nur noch das reine Bewusstsein. Das ist ein Zustand der unbeschreiblichen Glückseligkeit.

Da gibt es natürlich verschiedene Maße inwieweit wir zu unserem Selbst, zu unserem Atman, zu unserer Seele kommen. Je mehr wir, je mehr Du in Verbindung bist mit diesem reinen Bewusstsein - vor den Gedanken - , desto mehr fühlen wir diesen Frieden und diese Glückseligkeit, die immer in uns ist, weil sie unser Wesenskern ist.

Bilbo Calvez: Ist das ein Zustand den Du nur punktuell erlebst, oder ist er zu einem Teil von Dir geworden durch die Jahre, die Du praktizierst?

Dada: Ja. Je mehr ich oder jemand meditiert, desto mehr ist der Geist, sind die Gedanken in der Nähe des Bewusstseins des Wesenskerns. Das bedeutet desto mehr ist das Gefühl des inneren Friedens und der inneren Glückseligkeit. Was auch immer in der äußeren Welt geschehen mag, wir können in unserem inneren Wesenskern, in unserem inneren Frieden verweilen.

Bilbo Calvez: Ist es nur so, wenn man meditiert, oder ist man irgendwann so geübt, dass man es auch hat während einer anderen Aktivität? Ist es wie eine Parallelwelt, in der die Gedanken da sind? Oder ist es getrennt, das eine da, das andere hier? Und wenn man anfängt zu denken, dann ist man eh raus.

Dada: Es ist eine Sache des Maßes. Je mehr wir üben Eins mit uns zu sein, desto mehr bleiben wir Eins, während wir unseren Arbeiten nachgehen und unsere Gedanken ausdrücken. Der Unterschied ist, dann kommen meine Gedanken und meine Gefühle mehr und mehr von der Quelle. Sie werden von der Quelle initiiert anstatt Reaktionen auf die äußere Welt zu sein. So lernen wir, mehr und mehr in unserer Mitte, in unserem Wesenskern zu verweilen und aus diesem Bewusstsein heraus, aus diesem Wesenskern heraus zu denken und zu handeln. Das ist eine Sache der Praxis.

Bilbo Calvez: D.h. in diesem Zustand könntest Du nicht mehr aggressiv sein oder wütend. Sind dann diese Gefühle nicht mehr möglich? Das ginge dann nicht mehr, oder könnte es sie doch noch geben? Ist es im ursprünglichen Teil noch vorhanden und man denkt sich dann: „Ups, da bin ich ganz schön ausgerutscht.“, oder gibt es das gar nicht mehr in diesem Moment?

Dada: Es kommt auf den Grad an, inwieweit die Person wirklich verweilt im innersten Selbst. Dass die Person die Gedanken und Gefühle wirklich lenken kann.

Sie kann zum Beispiel Entschlossenheit und Stärke und vielleicht sogar einen ganz harten Ausdruck nutzen, um vielleicht jemanden, der gerade dabei ist, etwas Schädliches zu tun, davon abzuhalten. Es würde vielleicht nicht reichen, ihr zu sagen: „Oh, bitte höre auf.“ Und ihn zu streicheln, denn sie würde das nicht verstehen. Wenn ich aber in meinem Wesenskern verweile und kraftvoll und sehr stark etwas ausdrücke, vielleicht sogar ein ärgerliches Gesicht zeige, aber innerlich völlig in meiner Mitte verweile, bin ich in der Lage, mein Bewusstsein und meine Liebe so auszudrücken, dass es passend ist für die entsprechende Situation.

Bilbo Calvez: Weißt Du, es ist lustig, aber ich dachte gerade an einen Schauspieler, der auch aggressiv ist in einer Szene, aber in ihm sollte die Sonne weiterhin scheinen, sodass wenn die Kamera stoppt, oder die Szene im Theater vorbei ist, dass man dann nichts davon mitnimmt. Denn man ist nicht die Wut, sondern man spielt die Wut. Das klingt ein bisschen ähnlich.

D.h. in Dir ist die Ruhe, aber Du gebrauchst gerade die notwendige Gewalt, da sonst das Kind vom Fenster springt und du musst es irgendwie davor zurückhalten. Innen ist Frieden und nach außen musst du ganz massiv: „Stopp!“ sagen, um ein Leben zu beschützen, oder etwas zu verhindern. Das ist notwendige Gewalt in dem Moment, was ich natürlich ganz gut verstehen kann.

Dada: Ja.

Bilbo Calvez: Ich habe eine kleine Quiz-Frage. Man sagt, dass der Mensch darauf ausgelegt ist, glücklich zu sein. Man sagt auch, dass wir unsere Realität erschaffen mit unseren Gedanken und Visionen. Die Realität ist fast wie ein Traum und trotzdem gibt es verdammt viele Menschen, die unglücklich sind. Und es gibt so viel Unglück auf der Welt. Warum erträumen wir uns nicht alle eine Welt des Glücks, wenn wir auf Glück ausgelegt sind? Was hindert uns daran? Ist es, weil wir uns nicht trauen? Denkt man, es ist einfacher unglücklich zu sein? Traut man sich nicht, glücklich zu sein? Warum erträumen wir uns so eine Welt? Wenn die Welt ein Traum ist, und wir uns kollektiv eine Welt erträumen können, warum erträumen wir uns eine Welt mit so viel Unheil?

Dada: Ich sehe auch, dass es unser tiefstes Verlangen ist glücklich zu sein, und dass sich dieses Verlangen in verschiedenen Bedürfnissen ausdrückt. Das Bedürfnis nach Sicherheit, das Bedürfnis nach Bedeutung, nach Anerkennung. Das Bedürfnis nach Beziehung, das Bedürfnis sich selbst auszudrücken, den Geist und die Persönlichkeit zu erweitern. Unser Verlangen glücklich zu sein, drückt sich in all diesen verschiedenen Bedürfnissen aus.

Und jetzt ist die Sache, wie wir lernen, diese Bedürfnisse zu erfüllen. Wir können es lernen, diese Bedürfnisse nach Sicherheit, nach Anerkennung, nach Wertschätzung, usw., die jeder erst mal hat, so zu befriedigen, dass es zum Glück führt, dass es uns glücklich macht.

Aber es kann auch sein, dass wir lernen, diese Bedürfnisse so zu erfüllen, denen so nachzugehen, dass es uns nicht glücklich macht. Dann sind wir unglücklich und müssen lernen, wie wir unsere Bedürfnisse erfüllen können und es uns wirklich glücklich macht.

Bilbo Calvez: Ich verstehe das nicht.

Dada: O.k. zum Beispiel: Jemand möchte glücklich sein und hat das Bedürfnis nach Anerkennung, nach Wertschätzung, nach Respekt. Diese Person lernt von klein auf an, Anerkennung zu bekommen, in dem sie lügt. Oder in dem sie aggressiv anderen gegenüber ist. Und irgendwann mal denkt die Person, ich kann glücklich sein, wenn ich jemandem eine Knarre vor den Kopf halte. Denn dann bin ich unwahrscheinlich bedeutsam. Dann werde ich respektiert. So verbindet die Person dieses Verhalten damit, ihr Bedürfnis zu erfüllen. Das ist natürlich extrem kurzfristig und führt letztendlich nicht zum Glück. Aber das ist, was die Person gelernt hat.

Das meine ich damit. Die Person möchte glücklich sein und meint, aggressives Verhalten führt dazu. Es führt nicht zum Glücklich-Sein. Dann muss die Person - oft durch Leiden - lernen, dass das so nicht klappt.

Dann kann sie lernen, dass sie ihr Bedürfnis nach Bedeutsamkeit und nach Achtung erfüllen kann, wenn sie für andere Menschen da ist, wenn sie etwas für andere Menschen tut. Oder wenn sie künstlerisch etwas erschafft. Oder wenn sie einen Garten anbaut und sieht, wie das Gemüse wächst. Das gibt ihr ein Gefühl des inneren Respekts, der inneren Anerkennung.

Es kommt darauf an, wie wir lernen, unsere Bedürfnisse zu erfüllen: Ob wir glücklicher werden, oder ob wir erst mal auf Holzwege gehen und lernen müssen: „O.K. das funktioniert so nicht. Ich möchte jetzt lernen, wie ich meine Bedürfnisse so erfüllen kann, dass sie zu meinem Glücklich-Sein führen, und dass sie auch zum Glücklich-Sein anderer führen.

Bilbo Calvez: Du bist Dir auch sicher, dass das Innere glücklich sein will.

Dada: Ja. Ich denke, dass das alle Menschen wollen. Denn das ist eines der tiefsten, vielleicht sogar die primäre Motivation aller Menschen: das Glücklich-Sein. Alle tun letztendlich das, was sie tun, weil sie glücklich sein wollen.

Diese Einsicht gibt eine menschliche Komponente. Wenn ich mir vergegenwärtige: was immer irgendjemand tut auf dieser Welt, ist letztendlich ein Versuch, glücklich zu sein. Es ist oft ein gescheiterter Versuch. Und er führt auch oft dazu, dass die Person nicht glücklich ist und auch andere unglücklich macht. Aber letztendlich ist dahinter die selbe Motivation, die Du und ich haben, d.h. die Person versucht, glücklich zu sein. Und sie versucht das gerade auf eine Art und Weise, die zu etwas anderem führt.

Deswegen arbeite ich so sehr daran, Menschen anzubieten zu lernen, wie wir all unsere Bedürfnisse erfüllen können, so dass wir wirklich glücklich sind, und dass wir auch zum Glücklich-Sein anderer beitragen.

Bilbo Calvez: Vielleicht haben wir zu viele Bedürfnisse?

Dada: Wir haben eigentlich ganz natürliche Bedürfnisse. Weißt Du, ich bin in der ganzen Welt gereist und sehe überall dieselben Bedürfnisse. Alle Menschen haben so ziemlich dieselben Bedürfnisse. Alle Menschen möchten Sicherheit, Wertschätzung, dass sie geachtet werden, möchten ihre Potentiale entfalten, möchten ihre Persönlichkeit ausdrücken. Das möchten alle Menschen, ob ich nun in Albanien bin, oder in Australien, oder in Amerika, oder im Iran.

Wie gesagt, wir lernen, wie wir diese Bedürfnisse erfüllen können. Und da gibt es so viele gesunde Art und Weisen und so viele Art und Weisen, die zu etwas anderem führen. Ich sehe es als meine Aufgabe an, oder das ist, was ich machen möchte, den Menschen aufzuzeigen: auf diese Art und Weise kannst du deine Bedürfnisse erfüllen, können wir unsere Bedürfnisse erfüllen und auch dafür sorgen, dass alle Menschen ihre Bedürfnisse erfüllen können.

Bilbo Calvez: Hast Du die Hoffnung, dass es sich verbessert in der Welt? Was sagt dein Inneres? Sind wir auf dem Weg der Besserung?

Dada: Ich bin völlig optimistisch. Ich sehe, dass es eine Krise gibt und ich fühle mich dazu berufen, alles zu tun, was ich kann, um gemeinsam diese Krise zu überwinden. Ich bin völlig optimistisch, dass wir und das die Menschheit diese Krise überwinden kann und daraus lernen und wachsen kann.

Bilbo Calvez: O.k.

Dada: Bilbo, ich danke Dir ganz herzlich für das Gespräch.

Bilbo Calvez: Ich Dir auch.

Dada: Und auch Danke an die Kameramänner, an Paul und Dirk und auch bitte Dank an Ken, dass er das möglich gemacht hat.

Bilbo Calvez: Ja. Schön, dass Du da bist Dada:.

Dada: Ich danke Dir und danke Euch.

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