KenFM im Gespräch
28 Jan 2015
René Zeyer über das „NEIN“ der Schweiz zum Euro
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free21_zeyer_transcript_high Wenn eine Land in Europa über Geld wie Heu verfügt dann ist das die Schweiz. Schweizer sind aber auch äusserst sparsam. Und sie können rechnen. Wenn die Schweizer Nationalbank, wie diesen Donnerstag geschehen, sich entschließt über 37 Milliarden Schweizer Franken in den Wind zu schießen, haben sich das die Finanzexperten dort sehr genau überlegt. Der aktuell entstandene Schaden, ist aber nichts gegen den Verlust den die Schweiz in naher Zukunft noch erleiden müsste, würde das Land weiter an seinem bis dato staatlich festgezurrten Wechselkurs gegenüber dem Euro festhalten. Seit 2011 bekam man für jeden Euro mindestens 1,20 Schweizer Franken, obwohl die Europäische Währung seit ihrer Einführung immer weiter an Wert verliert. Um diesem Kursverfall zu bremsen, kaufte die Schweiz über die Jahre rund 250 Milliarden Euros an und wurde so zum grössten Gläubiger der Eurozone. Die Schweiz hat am Donnerstag aufgehört daran zu glauben, dass sich der Euro jemals wieder erholen wird. Konkret, die reiche Schweiz kann und will sich den Euro nicht mehr leisten! Als die Schweizer Banker begannen den „Euro-Zwangswechselkurs“ aufzugeben gingen die Börsen weltweit auf Talfahrt. Auch die Schweiz selbst vernichte binnen Stunden einen Börsenwert von rund 100 Milliarden Franken. KenFM sprach mit dem Wirtschaftsjournalisten René Zeyer in Zürich über das Signal, welches von der Anti-Euro Entscheidung der Schweizer Nationalbank ausgeht. Für Zeyer ist das Ende der Europäischen Währung nur noch eine Frage der Zeit. Wenn selbst die reiche Schweiz sich den Euro nicht mehr leisten kann, wie soll Griechenland, Portugal oder Spanien es können. Das Land, so Zeyer, dass am meisten unter dem Crash des Euros zu leiden haben wird, heißt Deutschland. Die Bundesrepublik haftet mit rund 30% für die Schulden des gesamten Euroraumes.
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