Kommentar:
10 Dez 2015
Rede von Ken Jebsen in Plauen (08.11.2015)
Transcript von Sapere Aude
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Hallo Plauen, bin zum ersten mal hier, gefällt mir erst mal, Hallo. Mein Name ist Ken Jebsen und meine Zielgruppe bleibt der Mensch. Ich betreibe seit drei Jahren ein unabhängiges Presseportal. Unabhängig bedeutet, wir werden nicht durch eine Lobby finanziert, sondern Crowdfunding finanziert. Bürger wie Sie geben uns Beträge, davon machen wir unser Programm. Was ich hier jetzt gleich sagen werde, wird auch so ungeschnitten im Netz erscheinen. Das unterscheidet uns von anderen Medien, die sich immer Sachen raus suchen und was ihnen nicht gefällt lassen sie weg. Das ist für mich keine aufrichtige Berichterstattung. Aber ich spreche heute hier nicht nur als Reporter und Betreiber dieses Portals. Ich spreche auch als Deutscher, mit Migrationshintergrund. Mein Vater kommt aus diesem bösen Iran. Ich spreche aber die Sprache ganz gut. Halte mich auch an diese Leitkultur hier und vor allem, spreche ich hier zu ihnen als Vater von drei Kindern. Ich weiß nicht, ob das was ich Ihnen zu sagen habe – man hat mir gesagt, ich möge mich kurzhalten … ist immer ein bisschen schwierig bei mir – Ihnen alles so gefällt. Aber es ist auch nicht mein Job als Journalist oder Reporter Ihnen nach dem Mund zu reden. Ich werde das nicht tun. Ich habe mir auf dem Weg hierher überlegt, welches Wort ich dringend benötige, um das zu beschreiben, was uns alle einen sollte, aber was uns alle trennt. Also, wo ist das das große Defizit in diesem Land, auf diesem Kontinent oder auch auf diesem Planeten. Ich glaube das große Defizit ist … wo wir zurückkehren sollten. Wir brauchen mehr Wahrhaftigkeit. Wir sollten wirklich ehrlich zueinander sein und die Art und Weise, wie wir heute miteinander kommunizieren – ich bin ja auch ein Medienmann, ein reporter- diese Art und Weise bringt uns auseinander. Man hat mir als ich hier her wollte – ich habe es im Netz gesehen, verfolgt … ich habe gedacht ich fahr nach Plauen – haben mir viele abgeraten … „Fahr da nicht hin … wenn du da hinfährst, kann ich nichts mehr für dich tun… “ Und ich bin Reporter. Und Reporter fahren da hin, wo man oft nichts mehr für die Leute tun kann. Wir brauchen mehr Reporter, die nach Homs fahren, nach Damaskus fahren, in den Iran fahren, nach Moskau fahren und auch nach Plauen fahren, um mit den Leuten zu reden. Ich weiß nicht, wie Sie sind. Ich kenne Sie alle nicht. Ich werde Sie wahrscheinlich heute alle nicht kennenlernen, aber ich nehme ein Stimmungsbild mit und sage, ich habe mit Leuten geredet. Nicht nur vom Hörensagen. Das ist etwas Wesentliches. Und viele Journalisten, mit denen wir es heute zu tun haben, die lesen dann aus dem Netz oder übernehmen eine Meldung bei Reuters. Und das hat auch mit dem Speed zu tun, mit der Geschwindigkeit, mit der unser Job heute gemacht werden muss. Also heute geht ja Geschwindigkeit vor Qualität. Bevor die anderen irgendetwas melden, was möglicherweise wahr sein könnte, bring’ ich es lieber. Und so werden aus Vermutungen dann Tatsachen. Und das ist das Problem unserer Mediengesellschaft. Das sehen wir hier im Moment … wir haben es im Moment mit einer Art Hochfrequenzhandel zu tun, wie an der Börse. Da werden Blasen produziert. Wenn die kommt passiert das, da musst du dies … Das sind Blasen. Und das ist Hysterie. in diesem Land herrscht Hysterie! Und diese mediale Hysterie sorgt dafür, dass wir alle Angst voreinander haben… Wir haben alle Angst voreinander. die Ostdeutschen vor den Westdeutschen, dann Leute aus Syrien, Iraker die sind alle ganz komisch … Und ich möchte Ihnen eins sagen … Schauen Sie sich um … Wir sind – egal wo her Sie kommen, egal welche Kultur Sie haben, Sie haben eine Kultur – wir alle sind Menschen! Das ist doch schön. Und für mich ist ein ganz wesentlicher Punkt – auch wenn ich in Deutschland eben lebe – die Würde des Menschen ist unantastbar. Das kann man nicht laut genug sagen. Die Würde des Menschen ist unantastbar und weil immer von Leitkultur geredet wird … ein ganz wesentlicher Satz in unserer Leitkultur – und ich nehme den aus den 10 Geboten – und dann möge man sich mal auf der Kleinhirnrinder die Frage stellen, ob wir uns wirklich selber daran halten … DU SOLLST NICHT TÖTEN! … DU SOLLST NICHT TÖTEN! Halten wir uns daran? Das tun wir nicht! Wir sind der viertgrößte Waffenexporteur. Wir töten oder wir lassen töten, oder aber wir lassen zu, dass von unserem Boden aus getötet wird und wir verdienen daran. Deswegen ist das schön, dass wir hier stehen aber ganz ehrlich … wir hätten viel früher überall stehen müssen! Das ist der Punkt! Und das sage ich gar nicht zu Ihnen … Ich spreche zu mir selber, ich fasse mir an die eigenen Nase. Ich weiß doch, dass es Kriege gibt im Irak, mit deutscher Beteiligung … Wir liefern Waffe und Logistik und Ramstein. Ich weiß doch, dass wir Afghanistan bombardiert haben, ich weiß doch, dass wir Syrien bombardieren, ich weiß doch, dass wir Lydien bombardiert haben … Und wo war ich denn da?! Ich war feige, ich war nicht da … weil, was die anderen denken … „Wenn du das jetzt sagst, kann ich nichts mehr für dich tun.“ Wir sollten aufhören, wenn wir darüber nachdenken was wir laut aussprechen sollten, darüber nachzudenken was die anderen denken.Wir sollten mehr unserem eigenen Gewissen folgen … Wir brauchen mehr Wahrhaftigkeit gegenüber uns selber! Das Problem was wir haben ist – wir sprechen ja zum Beispiel von sozial Staat … absurd! Ein Staat ist sozial! Das macht den Staat aus … das ein Staat sozial ist. Und wenn ein Staat nicht sozial ist, wenn ich erst sagen muss, wir wollen einen sozialen Staat, dann war das vorher gar kein Staat, sondern irgendwas anderes … was ist das? Ich bin jemand der Worte untersucht. Wir haben heute keine Kriege mehr … wir machen Peacekeeping operations. Das ist das was wir tun ja?! Wir drängen die Leute in soziale Armut und sprechen von Eigenverantwortung … das ist Orwell-Neusprech! Da geht es schon los und ich, als einer der als Reporter und Journalist, bin ich beteiligt an dieser Wortverdrehung, dass wir die Leute kirre machen. Wovor haben die Leute in diesem Land, auf diesem Kontinent denn eigentlich Angst? Sie haben Angst davor, dass es nicht für alle reicht. Wir sind alle mehr oder weniger auf der Flucht vor der Wirtschaft … Alle! Mehr oder weniger … Das der Arbeitsplatz verloren geht, dass wir abrutschen, dass Hartz IV nicht mehr reicht … Wie kann es in so einem reichen Land überhaupt Hartz IV geben? Ich verstehe das nicht! Das die Rente nicht mehr reicht … Und jeder schaut auf sich, setzt die Ellenbogen ein und sagt: „Ich komme irgendwie durch!“ Die Probleme die wir in diesem Land haben, die mit Einkommen zu tun haben und mit Abrutschen … in die unterste Schicht, ganz nach unten, bis auf der Straße. Hat das was mit Flüchtlingen zu tun oder gab es diese Probleme schon vorher? Die gab es doch schon vorher! Und das bedeutet für mich, der Feind sitzt im eigenen Land und der Feind ist unser Wirtschaftssystem! Denn das Problem was wir in diesem Land haben, ist doch wie global, ein ungerechter Verteilungsschlüssel. Nur darum geht es Freunde! Ganz viele Menschen haben kaum etwas, noch mehr Leute verhungern und ganz wenige haben fast alles. Das ist das Problem! Das ist das Problem! Es ist ein ungerechter Verteilungsschlüssel. Und die 99%, die auch hier stehen, müssen sich darüber klar werden, dass sie die 99% sind. Wenn sie es nämlich nicht wissen, dann nützt es Ihnen gar nichts. Und deshalb erkenne ich auch in den Flüchtlingen, die zu uns kommen, eine Chance. Auch das sind die 99%! Denen geht es ganz genau so, nur man hat sie vorher bombardiert. Auch in Europa wird quasi bombardiert … Das übernimmt die Troika. Die Troika bombardiert, in Griechenland! Und bringt die Leute dort an den Rand des Existenzminimums. Ich habe es doch gesehen. 3.5 Millionen Griechen sind nicht krankenversichert und haben keine Arbeit. Hier bringt man uns gegeneinander an die Gurgel. Wir müssen solidarisch sein! Im Team … in Europa. Wenn wir nicht solidarisch sind, haben wir keine Chance!Ist euch das klar? Wie sollten wir vorgehen? Verursacherprinzip … Verursacherprinzip … Die Rüstungsindustrie verdient relativ gut an den Bombardements… Die Rüstungsindustrie soll auch für die Kosten aufkommen!Und wir müssen uns die Frage stellen … Was passiert denn mit den Leuten, die in der Rüstungsindustrie noch arbeiten müssen. Ich glaube es sind ja knapp 80.000 Menschen, so viele sind das nicht … wir sprechen von Maschinenbau. Wir müssen uns überlegen, wie wir diese Leute raus führen aus diesen Betrieben. Damit sie eine Chance haben. Wir müssen das machen. Politiker tun das nicht. Wir sollten uns selbst entwaffnen, indem wir unseren Bürgern, die dort noch arbeiten müssen, eine Alternative zeigen. Und das können wir auch tun, weil wir schwarmintelligent sind. Wir können es tun! Wir können uns auch hier versammeln. Das ist doch ein Beweis für Solidarität. Endlich fühlen sich Deutsche wieder füreinander verantwortlich. Das lerne ich als Westdeutscher von den Ostdeutschen, Ihr könnt das ja viel besser als ich … viel besser. Kosten … Natürlich kosten Flüchtlinge. Aber wer verursacht eigentlich die höheren Kosten?! Die Flüchtlinge oder die Steuerflüchtlinge?!… Leute, dieses Land hat so unfassbar viel Geld, was raus geschleust wird von Konzernen und super Reichen, die keinen Cent Steuern bezahlen, oder minimal. Wenn diese Konzerne ihr Geld zurückbezahlen würden, hätten wir Geld für alle! Es reicht für alle! Denkt Ihr da nicht ein bisschen zu blauäugig? Ist euch noch klar, wisst ihr es noch, dass wir Multimilliarden an die Banken überwiesen haben? Die haben unser Geld genommen! Unser Geld, was jetzt angeblich fehlt. Und wart Ihr auch hier, als man das Geld den Banken rüber geschoben hat? Waren da auch Demonstrationen? Bei dieser großen Enteignungswelle, bei systemrelevanten Banken? Nein! Da waren wir alle nicht hier. Und das ist der Fehler! Aber wir können ihn wieder gut machen, indem wir jetzt nicht mehr hier weggehen! Ihr müsst wahrhaftig sein! Ihr müsst dem Wirtschaftssystem direkt in die Augen gucken. Und unser Problem ist doch auch, dass wir etwas tun – immer noch – wir koppeln Geld an Arbeit … Aber es gibt nicht mehr genügend Arbeit und es wird auch nie wieder so sein, weil die Maschinen uns die Arbeit wegnehmen! Ich habe einen Kleber gelesen -in Kreuzberg- „Gott sei Dank“. Da können wir Menschen endlich die Dinge tun, die nur wir Menschen tun können. Es gibt doch Arbeit genug. Wenn wir aber Arbeit an Geld koppeln, dann bedeutet das, dass jemand der keine Arbeit mehr hat, dass der einfach abrutscht … Schonmal darüber nachgedacht, ob wir nicht vielleicht ein bedingungsloses Grundeinkommen einfordern sollten? Darüber mal nachdenken! Was wir brauchen … Plauen … wir brauchen einen völlig anderen Gesellschaftsvertrag! Das ist das. Wir brauchen ein anderes Wirtschaftssystem! Unser Wirtschaftssystem, der Neoliberalismus, der Kapitalismus, bedeutet Krieg gegen den einzelnen Menschen. Das hat schon Eugen Drewermann gesagt. Und er hat recht! Ich will nicht zum Sozialismus zurück! Ich will nicht zum Kommunismus zurück! Aber ich will raus aus dem Kapitalismus! Und der Weg in eine bessere Zukunft, den kenne ich nicht alleine, aber ich glaube nicht mehr Politikern und ich glaube nicht mehr Parteien, dass die das für uns lösen. Und wir alle machen einen groben Fehler, wenn wir glauben, dass Parteien das für uns alleine lösen. Denn wir benutzen Parteien wie Sportvereine … Wir haben Übergewicht und treten ein in den Fußballclub, aber wir machen kein Sport! Wir schauen uns das bloß an. Und nach vier Jahren haben wir dasselbe Übergewicht und sind enttäuscht… Dann gehen wir in einen anderen Klub … Zum Rudern … Wir gehen aber nie Rudern, wir sind nur Mitglied! Und danach sind wir enttäuscht. Wir müssen wirkliche Demokraten werden. Demokratie ist eine anstrengende Staatsform.Wir müssen jeden Tag Demokratie üben. Und wenn diejenigen, die uns vertreten, uns nicht vertreten, dann brauchen wir diese Politiker auch nicht. Brauchen wir nicht! Dann müssen wir uns selber verantwortlich machen, in solchen kleinen Kreisen. Und das hat es alles schon gegeben, in Spanien, in den 30er Jahren. Das hat es ja alles schon gegeben. Wir müssen füreinander verantwortlich werden, die Aufgaben in kleineren Gruppen lösen, wo man auch feststellt, dass man sich nicht gegenseitig über den Tisch zieht, weil es nicht abstrakt ist. Und man sagt uns ja, die wir auf die Straße gehen immer nach, wir seien demokratiefeindlich. Was ist das für eine Demokratie, in der Dinge, wie zum Beispiel Dinge wie TTIP in Hinterzimmern entschieden werden?! Das ist keine wirklich transparente Demokratie. Diejenigen, die uns abhören, über die NSA und so weiter – die Deutschen sind auch daran beteiligt, hören ihr eigenes Volk ab – haben immer Probleme gehabt, wenn man gesagt hat, wie ist es denn mit deiner Transparenz? Wir sollen transparent sein, wir sollen gläsern sein. Und die, die das von uns wollen, schotten sich irgendwo ab. Da bin ich sehr sehr misstrauisch … Und das ist gut. Aber Misstrauen allein nützt uns nichts. Wir sollten wie gesagt wahrhaftig miteinander umgehen. Und wir müssen feststellen, dass wir die Probleme, die wir in diesem Land haben, die Probleme die wir auf diesem Kontinent haben, dass wir die nur gemeinsam lösen können! Und man muss sich die grundsätzliche Frage stellen, wenn es um Flüchtlinge geht … Was war zuerst? Der Bombenteppich oder der Flüchtling? Was war denn zuerst? Und ich habe mal mit meinen Großeltern gesprochen, ich habe mir die Bilder angeguckt von Dresden, von Hamburg, von Berlin 45. Würden sie in solchen Städten bleiben? Wenn das bombardieren aufhört und es kommt Winter … würden sie dort bleiben? Viele sind ausgewandert. Ich sage nicht, dass alle auswandern sollen, aber viele wandern aus, weil Sie in diesen Städten nicht überleben würden. Und das sind vielleicht dann Wirtschaftsflüchtlinge … Wir sind alle wie gesagt mehr oder weniger Wirtschaftsflüchtlinge. Und wenn wir wollen, dass diese Menschen dort bleiben, das wollen Sie ja, in Ihrer Heimat. Was wäre denn das erste, was ich tun würde … Ich würde aufhören zu bombardieren! Das würde ich tun … Denn während wir hier stehen und während wir uns sorgen machen, ob es für uns alle reicht, fliegen ja die Bomber, wird ja über Ramstein bombardiert. Permanent wird weiter bombardiert. Und das ist ja das unehrliche! Wir sagen: „Was wollen die denn bei uns?“, während parallel Drohnenangriffe geflogen werden … von einem Friedensnobelpreisträger! Warum ist das so?! Wir müssen dieser Realität in die Augen schauen. Und ich glaube wir werden alle einen Preis dafür bezahlen müssen. Nämlich haben wir auch sehr lange auf Kosten dieser Menschen gelebt … weil ich war auch hier an der Tankstelle. Das Benzin kommt nicht aus Plauen! Die Rohstoffe kommen nicht aus Plauen! Die kommen woanders her. Wir brauchen eine Energieunabhängkeit! Aber wir sollten aufhören, die Despoten in diesen Ländern zu unterstützen, das tun wir ja. Unser Partner in Sachen Demokratie ist Saudi-Arabien, ist Bahrain, ist Katar … sind das etwa demokratische Systeme? Nein! Die finanzieren den IS … Das sind unsere Partner. Wir wissen das, wir lassen das zu und da müssen wir ganz aufrichtig zu den Politikern gehen-unsere, die das wissen und schön reden – sagen: „Ihr habt hier nichts zu suchen!“, denn die Terrorpartner sitzen auch in unseren Parlamenten! Aber wir lassen Sie dort sitzen und machen alle vier Jahre ein Kreuz … Es reicht nicht nur wütend zu werden! Man muss sich auch in Bewegung setzen, man muss es auch selber in die Hand nehmen. Und das kann man auch! Verstehen Sie? Ich finde das gut, was Sie hier in Plauen machen. Ich meine wann haben Sie sich das letzte Mal in Plauen getroffen vor der Krise? … ’89 höre ich gerade … Das ist doch eine Chance! Nutzen Sie die Krise als Chance, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Lernen Sie sich kennen … Sie hören so viel über die, die jetzt kommen wollen, Ihr hört so viel über die Ostdeutschen, die hören über die Westdeutschen … Wir kennen uns nicht! Wir sollten uns kennenlernen. Wir sind Menschen. Behandeln wir uns wie Menschen und lassen uns nicht durch eine elitäre Elite auseinander dividieren! Das ist der Trick. Das ist der Trick … Und was ich in der deutschen Medienlandschaft – das ZDF ist ja auch hier – was ich nie höre, wenn wir über Flüchtlinge sprechen, ob wir das alle packen und wir schaffen das und co … WARUM gibt es denn diese Flüchtlinge?! Warum? … Ich höre nie Flüchtlinge; Krieg; NATO. Das hat nichts miteinander zu tun … Wir sind teil der NATO, wir bomben mit. Und wer noch Bombenteppiche erlebt hat, der wird wissen, da hört auch der Spaß auf. Wir müssen unseren Politikern … wir sollten in Ramstein den Hahn zudrehen! Wir sollten alle Flüchtlinge, die hierher kommen, nach Ramstein bringen! Das sollten wir machen… Da ist Platz, da ist Infrastruktur, da gibt es Krankenhäuser. Und dann sollten wir diese Menschen dazu bringen, dass Sie einfach auch Integration erfahren. Und wer zurück möchte, dann sollten wir beim Aufbau wieder helfen. Das machen wir immer. So funktionieren Kriege. So hat auch der Jugoslawienkrieg funktioniert. Da ist Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg zum ersten mal in einem völkerrechtswidrigen Krieg gewesen … Wir haben das getan! Wir haben uns schuldig gemacht! Und das ist der Preis, den wir heute dafür bezahlen müssen. Und wenn wir das nicht wollen, dann müssen wir uns darüber klar werden, dass wir früher hätten auf die Straße gehen müssen und vor allem jetzt, nicht mehr weggehen dürfen! Nicht mehr weg gehen! Nicht mit irgendeinem Sonderangebot … nach dem Motto: „Du kriegst ein bisschen mehr Rente.“ Nein! Das eben nicht! Wir müssen etwas lernen … das wir auf diesem Planeten bisher nicht gelernt haben … Wir arbeiten nämlich alle gegeneinander. Und das ist mein letzter Satz! … Wir müssen lernen, als Spezies zu denken! Vielen Dank! …
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