Propaganda:
06 Aug 2018
The Israel Project’s 2009 Global Language Dictionary
Hier wurden nur einige Passagen aus Kapitel 1 dieses „Global Language Dictionary“ [1] der NGO The Israel Project übersetzt, aber das reicht, um sich einen Eindruck über die Propaganda zu verschaffen, die wir täglich rund um das sensible Thema Israel und Palästina erleben. Diese Übersetzung gewährt einen tiefen Einblick in die Methoden der Meinungsmanipulation, die an so vielen „Fronten“ in diesen Zeiten angewendet werden. Übersetzung von Fritz Kollenda
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Israelische West-Bank-Grenze in der Nähe von Ramallah mit Texten, die auf die Wand gesprüht wurden (Foto: W. Hagens/senadmessage.nl, public domain)

The Israel Project (TIP)

Das Israel Project (TIP) ist eine gemeinnützige, nichtstaatliche Organisation mit Sitz in den USA (501(c)(3)). Das Israel-Projekt ist keiner Regierung angeschlossen und verfügt laut der Website der Organisation über ein Team mit jahrzehntelanger Erfahrung in Medien, Regierung, Politikinstituten, Forschung, Wissenschaft und Militär [1] TIP hat Büros in den USA und Israel und veranstaltet regelmäßig Pressegespräche mit führenden israelischen Sprechern und Analysten, die Journalisten die Möglichkeit geben, Informationen und Antworten auf ihre Fragen persönlich zu erhalten“ [2].


TIP führt Umfragen und Meinungsforschung mit US-Fokusgruppen durch und berät israelische Experten und Politiker über die effektivsten Wege, ihre Ansichten dem US-Publikum zu präsentieren: „Wir teilen [unsere] Informationen mit allen politischen Führern im gesamten politischen Spektrum, weil sie im Fernsehen interviewt werden“. TIP bietet auch Informationen für Journalisten, indem es Hintergrundmaterial, Pressekonferenzen, und Einzelinterviews mit diesen Experten und politischen Persönlichkeiten wie Shimon Peres anbietet. TIP hat im Rahmen ihrer „pro-israelischen Medienarbeit“ Informationen für tausende von Nachrichten auf der ganzen Welt geliefert, TIP kauft auch kommerzielle Zeit, um pro-israelische Werbung auf CNN, MSNBC, Fox News und anderen Kabelnetzen zu senden.


Auf der Website der Organisation heißt es: „TIP informiert, bietet Fakten, Zugang zu Experten und scharfe Analysen. Es bietet Echtzeit-Hintergrundinformationen, Bilder, Karten, Audio, Video, Grafiken und direkten Zugang zu den Newsmakern. TIP organisiert Pressegespräche und Vortragsreisen, Telefonkonferenzen und Bildungsreisen, unterstützt den Non-Profit-Journalismus, betreibt Public-Affairs-Forschung und hält sich an die höchstmöglichen Standards in Bezug auf Genauigkeit und Zuverlässigkeit. TIP versendet auch einen täglichen Newsletter, den Daily TIP, der über aktuelle Ereignisse in der Region informiert.


Quelle: <https://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Project>

 

 

The Global Language Dictionary

Das Israel-Projekt gab eine Studie bei Frank Luntz [3] in Auftrag, der Umfragen bei Fokusgruppen durchführte, um die beste Sprache für die Förderung israelischer Siedlungen in der amerikanischen Öffentlichkeit zu bestimmen[16] Die Studie wurde als „Nicht zur Verteilung oder Veröffentlichung“ gekennzeichnet und an Newsweek online weitergeleitet. Sie empfiehlt, positiv zu sein und die Frage als eine Frage des Friedens und nicht der Siedlungen zu formulieren. Das Dokument listet auch Argumente auf, die nicht funktionieren, insbesondere, dass religiöse, Eigentums- und „Sündenbock“-Argumente die Zuhörer nicht beeinflussen konnten, dass arabische Häuser in Ost-Jerusalem abgerissen werden, weil sie den Bauvorschriften nicht entsprechen, die schlimmste Behauptung dieser Gruppe im Führer ist „Israel ist so reich und so stark, dass sie nicht verstehen, warum es notwendig ist, dass Panzer auf unbewaffnete Kinder schießen“ Paragraph (3) Seite 90. Diese Studie besagt, dass „die öffentliche Meinung den Siedlungen feindlich gesinnt ist - auch unter den Anhängern Israels“, so dass man statt in Siedlungen zu leben, immer positiv reden und sich auf vergangene Friedensleistungen konzentrieren sollte [4] [5].


Quelle: <https://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Project>

 

Beginn der Übersetzung:

 

INHALT:

Vorworte
Kapitel 1: 25 Regeln für eine wirksame Kommunikation
Kapitel 2: Ein Wörterverzeichnis der funktionierenden Wörter
Kapitel 3: Wie man über die Palästinensische Autonomieregierung & Wohlstand sprechen soll
Kapitel 4: Die Isolierung der iranisch unterstützten Hamas als Hindernis für Frieden
Kapitel 5: Die Sprache zur Bekämpfung eines nuklearen Iran
Kapitel 6: GAZA: Israels Recht zur Selbstverteidigung und verteidigungsfähiger Grenzen
Kapitel 7: FRIEDEN: Die zentrale Botschaft
Kapitel 8: Die Siedlungen
Kapitel 9: Jerusalem
Kapitel 10: Kreditbürgschaften & Militärhilfe
Kapitel 11: Der Sicherheitszaun & die Checkpoints
Kapitel 12: Das Recht auf Rückkehr & das Recht auf Beschlagnahme
Kapitel 13: Die Vereinten Nationen
Kapitel 14: Wie man über arabische Israelis spricht
Kapitel 15: Wie man über Kinder und die Kultur des Hasses spricht
Kapitel 16: Die Lehren aus der Sprache von Barack Obama
Kapitel 17: Wie man mit der amerikanischen Linken spricht
Kapitel 18: Israel in der Unterhaltung auf dem Universitätskampus
Anhang I: Die schwierigsten Fragen
Anhang II: Der Hamas-Schwur
Anhang III: Wichtige Fakten
Anhang IV: Poster, die funktionieren

 

Eine persönliche Botschaft des Autors

(Larry D. Moore, CC BY-SA 3.0 )

Ich habe mein erstes Sprachwörterbuch für das Israel Project im Jahr 2003 verfasst. Seit dieser Zeit hatte Israel drei Premierminister, einige festgefahrene Friedensinitiativen, wurde Opfer von Angriffen an den nördlichen und südlichen Grenzen und hat in der öffentlichen Meinung sehr gelitten.


Auf der anderen Seite haben die täglichen Selbstmordattentate aufgehört und Hamas & Hisbollah haben sich als jene brutalen, terroristischen Organisationen erwiesen, vor denen Israel gewarnt hat. Je mehr sich die Dinge ändern, desto mehr bleiben sie gleich. Das gesamte Material in diesem Dokument ist neu oder aktualisiert, basierend auf den Untersuchungen aus den Jahren 2008 und 2009. Ein Teil der Sprache wird bekannt sein; der Großteil der „funktionierenden Wörter“ stammt von israelischen Vertretern und Sprechern. Aber die Umfragen, die strategischen Empfehlungen und Anleitungen gründen alle auf der gegenwärtigen Situation. Ich hoffe, dass die Befürworter Israels von dem enormen Arbeitsaufwand profitieren werden, der in die Erstellung dieser Broschüre eingeflossen ist. Ich hoffe auch, dass dies das letzte Wörterbuch der israelischen Sprache sein wird, das ich anfertigen musste.


Und denken Sie daran: Es zählt nicht das, was Sie sagen. Es zählt das, was die Leute hören.


Dr. Frank Luntz, April 2009

[Fotohinweis Frank Luntz: (Larry D. Moore, CC BY-SA 3.0 )]


Vorwort für das Israel Project

Im Namen unseres Vorstands und unseres Teams bieten wir diesen Leitfaden für visionäre Führungskräfte an, die an der Front den Medienkrieg für Israel führen. Wir wollen, dass es Ihnen gelingt, die Herzen und Köpfe der Öffentlichkeit zu gewinnen.


Wir wissen, dass Sie, wenn Sie ihre Mission gewinnen, sowohl Israel als auch unserer jüdischen Familie weltweit helfen. So bieten wir Ihnen diese Worte mit unseren aufrichtigsten Wünschen für Ihren Erfolg. Mögen Eure Worte helfen, Frieden und Sicherheit für Israel und das jüdische Volk zu schaffen!

 
Mit freundlichen Grüßen
Jennifer Laszlo Mizrahi
Founder & President
www.theisraelproject.com

 
Kapitel 1:
25 Regeln für eine wirksame Kommunikation

[Auszug, hier die Regeln 1 bis 8 – Anm. d. Redaktion]:
Dieses Handbuch liefert Ihnen viele spezifische Wörter und Sätze, die Ihnen helfen sollen effektiv zu kommunizieren, um Israel zu unterstützen. Aber was ist das große Ganze? Was sind einige allgemeine Richtlinien, die Ihnen bei Ihren zukünftigen Bemühungen helfen können? Hier sind die 25 Punkte, auf die es am meisten ankommt:


 1) Zeigen Sie Empathie für BEIDE Seiten!

Überzeugbare Menschen werden sich nicht darum kümmern, wie viel Sie wissen, bevor sie wissen, wie viel Sie sich kümmern. Das Ziel der pro-israelischen Kommunikation ist nicht einfach jenen Menschen, die Israel bereits lieben, ein gutes Gefühl für diese Entscheidung zu geben. Das Ziel ist, neue Herzen und Köpfe für Israel zu gewinnen, ohne jene Unterstützung zu verlieren, die Israel bereits hat. Um dies zu tun, müssen Sie verstehen, dass der Rahmen, von dem aus die meisten Amerikaner Israel betrachten, der „Kreislauf der Gewalt ist, der seit Jahrtausenden andauert.“ Man muss sie also zuerst von ihren Voreingenommenheiten befreien, bevor sie offen sind für neue Fakten über Israel.


Der erste Schritt, um Vertrauen und Freunde für Israel zu gewinnen, ist, zu zeigen, dass Ihnen der Frieden SOWOHL für Israelis als auch für Palästinenser am Herzen liegt, und insbesondere die bessere Zukunft eines jeden Kindes. Am Anfang ist der Ablauf Ihres Gesprächs kritisch und Sie müssen zuerst mit Einfühlungsvermögen für BEIDE Seiten beginnen. Öffnen Sie Ihr Gespräch mit starken, bewährten Botschaften wie:


„Israel engagiert sich für eine bessere Zukunft für alle – sowohl für Israelis als für Palästinenser. Israel will, dass der Schmerz und das Leid ein Ende haben, und es setzt sich für eine Zusammenarbeit mit den Palästinensern für eine friedliche und diplomatische Lösung ein, bei der beide Seiten eine bessere Zukunft haben. Dies soll eine Zeit der Hoffnung sein und eine Gelegenheit sowohl für das israelische als auch für das palästinensische Volk.“


Nutzen Sie Empathie:

Selbst die schwierigsten Fragen können umgedreht werden, wenn Sie dazu bereit sind, die Vorstellung zu akzeptieren, dass die andere Seite eine gewisse Berechtigung hat. Wenn Sie Ihre Antwort mit „Ich verstehe und sympathisiere mit denen, die ...“ beginnen, dann bauen Sie bereits die nötige Glaubwürdigkeit auf, die Sie brauchen, damit Ihr Publikum sich einfühlt und Ihnen zustimmt.


In der Tat, wenn im Zentrum Ihrer Kommunikation nur der erhobene Zeigefinger steht, „Israel ist im Recht, die anderen nicht“, dann werden Sie mehr Unterstützung für Israel verlieren als gewinnen. Einige Leute, die Israel BEREITS unterstützen, mögen vielleicht sagen „Weiter so!“, aber Leute, die noch nicht bereit sind Israel zu unterstützen, werden abgeschreckt.


2) Erklären Sie Ihre Prinzipien.

Allzu oft gehen arabische und israelische Sprecher direkt aufeinander los und greifen sich gegenseitig an, und praktisch niemand auf beiden Seiten erklärt die Prinzipien hinter seinen Aktionen. Amerikaner reagieren viel besser auf Fakten, Aktionen und Ergebnisse, wenn sie wissen warum – und nicht nur auf das wie. Zum Beispiel, warum gibt es einen Sicherheitszaun? Weil mehr als 250 Mal Terroristen in dieses Gebiet gekommen sind und unschuldige Menschen getötet haben. Israel ist gezwungen, seine Bürger vor dem Terrorismus zu schützen, und der Zaun ist Teil dieser Verteidigung.


„Wir glauben, dass es ein Grundrecht von Kindern ist, ohne Hass aufgezogen zu werden. Wir fordern die palästinensische Führung auf, die Kultur des Hasses in palästinensischen Schulen zu beenden, von denen 300 nach Selbstmordattentätern benannt sind. Palästinensische Führer sollten Lehrbücher aus den Klassenzimmern entfernen, die Karten des Nahen Ostens ohne Israel zeigen und solche, welche den Terrorismus verherrlichen.“
„Kinder sollten grundsätzlich nicht dazu erzogen werden, andere oder sich selbst töten zu wollen. Dennoch treibt die palästinensische Führung Tag für Tag eine Kultur des Hasses voran, die sogar kleine Kinder dazu ermutigt, Selbstmordattentäter zu werden. Das vom Iran unterstützte Fernsehen der Hamas in Gaza benutzt sesamstraßenartige Programme, um Selbstmordattentäter zu verherrlichen. Grundsätzlich sollte kein Kind so missbraucht werden. Palästinensische Kinder verdienen etwas Besseres.“


3) Unterscheiden Sie deutlich zwischen dem palästinensischen Volk und der Hamas.

Es gibt bei Amerikanern eine unmittelbare und klare Unterscheidung zwischen dem Einfühlungsvermögen für die Palästinenser und ihrer Verachtung für die palästinensische Führung. Die Hamas ist eine terroristische Organisation – die Amerikaner haben das bereits verstanden. Aber wenn es so klingt, als würden Sie das palästinensische Volk angreifen (auch wenn es die Hamas gewählt hat), und nicht ihre Führung, dann werden Sie die öffentliche Unterstützung verlieren. Im Augenblick sympathisieren viele Amerikaner mit der Notlage der Palästinenser und diese Sympathie wird zunehmen, wenn es Ihnen nicht gelingt, zwischen dem Volk und ihren Anführern zu unterscheiden.


Funktionierende Wörter:

„Wir wissen, was die Palästinenser-Führer verdienen, die sich um das Wohlergehen ihres Volkes kümmern und die einfach hunderte Millionen Dollar an Hilfe aus Amerika und Europa annehmen, sie auf Schweizer Bankkonten deponieren und zur Unterstützung von Terror anstatt von Frieden verwenden. Die Palästinenser brauchen Bücher und keine Bomben. Sie wollen Straßen und keine Raketen.“


Weitere Wörter, die funktionieren:

„Die Hindernisse auf dem Weg zu einem friedlichen und wohlhabenden Nahen Osten sind vielfältig. Israel versteht, dass Frieden mit Gegnern gemacht wird, nicht mit seinen Freunden. Aber Frieden kann nur mit Gegnern gemacht werden, die mit euch Frieden schließen wollen. Terroristische Organisationen, wie die vom Iran unterstützte Hisbollah, Hamas und der Islamische Dschihad sind per Definition gegen ein friedliches Zusammenleben und dazu entschlossen, eine Aussöhnung zu verhindern. Ich frage sie, wie wollen sie mit jemandem verhandeln, der ihren Tod will?“


Die Weltanschauung ist für die Linke besonders wichtig, da sie eine Welt sieht, in der im Grunde alle Menschen gut sind und in der wir mit Bildung und Kommunikation alle zurechtkommen werden. Das ist im starkem Gegensatz zu den meisten Konservativen, die glauben, dass es gute Menschen (d.h. Israel) und schlechte Menschen (d.h. Iran) gibt, und dass die guten Menschen vor den schlechten Menschen geschützt werden müssen.


Der effektivste Weg, um Unterstützung für Israel aufzubauen, ist, über „einen dauerhaften Frieden“ zu sprechen, der „die Rechte aller in der Region respektiert“. Beachten Sie, dass es keine ausdrückliche Erwähnung von Israel oder den Palästinensern gibt. Für einen Großteil der Linken sind beide Seiten gleichermaßen schuld, und weil die Israelis mächtiger, kultivierter und westlicher sind, sollten sie es sein, die zuerst den Ausgleich suchen.


4) Es gibt NIEMALS ein Rechtfertigung für die absichtliche Tötung von unschuldigen Frauen und Kindern. NIE.

Das primäre Ziel der palästinensischen Öffentlichkeitsarbeit ist es, zu beweisen, dass es die sogenannte „Hoffnungslosigkeit der unterdrückten Palästinenser“ ist, die sie dazu bringt, loszuziehen und Kinder zu töten. Dies muss sofort angefochten werden, aggressiv und direkt.


„Wir mögen uns über Politik und Wirtschaft uneins sein. Aber es gibt ein Grundprinzip, über das sich alle Völker aus allen Teilen der Welt einig sind: Zivilisierte Menschen zielen nicht in Tötungsabsicht auf unschuldige Frauen und Kinder.“


5) Tun Sie nicht so, als sei Israel fehlerfrei.

Das ist nicht wahr und niemand glaubt es. So zu tun, als sei Israel ohne Fehler, das besteht den Geruchstest nicht. Das führt nur dazu, dass Ihre Zuhörer die Wahrhaftigkeit von allem, was Sie sagen, in Frage stellen. Zuzugeben, dass Israel Fehler gemacht hat und weiterhin macht, das untergräbt nicht die allgemeine Richtigkeit der Ziele Israels: Frieden und Sicherheit und mehr Lebensqualität für BEIDE Seiten.


Benutzen Sie Bescheidenheit.


„Ich weiß, dass Israel beim Versuch, seine Kinder und Bürger vor Terroristen zu schützen, aus Versehen unschuldige Menschen verletzt hat. Ich weiß das, und es tut mir leid. Aber was kann Israel tun, um sich zu verteidigen? Frage: Wenn Amerika Land für den Frieden aufgegeben hätte – und dieses Land als Startplatz für Raketen gegen Amerika benutzt würde, was würde Amerika tun? Israel wurde mit tausenden Raketen von aus dem Iran unterstützten palästinensischen Terroristen in Gaza angegriffen. Was hätte Israel tun sollen, um seine Kinder zu schützen?“


Funktionierende Wörter:

„Sind Israelis perfekt? Nein. Machen wir Fehler? Ja. Aber wir wollen eine bessere Zukunft und wir arbeiten daran.


Und wir wollen, dass auch die Palästinenser eine bessere Zukunft haben. Sie verdienen eine Regierung, die den Terror beseitigen wird, nicht nur, weil es das Leben meiner Kinder sicherer macht – sondern auch, weil es deren Kinder wohlhabender machen wird. Wenn der Terror endet, dann muss Israel keine schwierigen Kontrollpunkte mehr haben, um Waren und Menschen zu kontrollieren. Wenn der Terror endet, dann brauchen wir keinen Sicherheitszaun mehr.“


6) Seien Sie vorsichtig in Ihrem Ton.

Ein gönnerhafter, elterlicher Ton wird Amerikaner und Europäer abschrecken. Wir befinden uns in einer Zeit, in der Juden allgemein (und Israelis im Besonderen) nicht mehr als die Verfolgten wahrgenommen werden.
Es ist tatsächlich so, dass im amerikanischen und europäischen Publikum – der intellektuelle, gebildete, dogmenbehaftete, nicht-jüdische Zuhörer – die Israelis oft als die Besatzer und Aggressoren angesehen werden. Mit dieser Art von Ballast ist entscheidend, dass die Botschaften der pro-israelischen Sprecher nicht als hochnäsig oder herablassend daherkommen.


Nicht funktionierende Wörter:

„Wir sind dazu bereit, ihnen den Bau … zu erlauben …“


 Israelis können den Palästinensern den Fortschritt nicht „erlauben“. Sie können den Palästinensern den Aufbau von Handel, Transport oder einer Regierung nicht „genehmigen“ oder „kontrollieren“ oder „anweisen“. Wenn die Palästinenser als vertrauenswürdiger Partner für einen Frieden gesehen werden sollen, dann dürfen sie nicht untergeordnet werden, weder in der Wahrnehmung noch in der Praxis. Im Nahen Osten geht bei solchen Aktivitäten die Angst um. Die Art und Weise, wie wir darüber reden, sollte kein Öl ins Feuer gießen.


 7) Stopp. Stopp. Stopp.

Der Großteil dieses Dokuments ist in einem positiven, hoffnungsvollen und lehrreichen Ton. Aber es gibt einen Aspekt im palästinensischen Verhalten, bei dem Sie zu Recht ein Ende fordern können – und wobei Sie Punkte gewinnen können. Je mehr Sie über den militaristischen Ton und die Ziele der vom Iran unterstützten Terroristen reden – indem Sie deren eigene Worte gebrauchen – desto mehr Empathie werden Sie für Israel erzeugen.


Diese Wörter funktionieren richtig:

„Um friedliche Beziehungen zu erreichen, bedarf es einer politischen, ökonomischen und militärischen Führung beider Seiten. Und deshalb fordern wir die Palästinenser auf: Hört mit der aufwiegelnden Sprache auf. Hört auf mit der Sprache der Gewalt. Hört auf mit der Sprache der Drohungen. Ihr werdet keinen Frieden erreichen, wenn eure Militärführung über Krieg spricht. Ihr werdet keinen Frieden erreichen, wenn Menschen darüber reden, andere ins Meer oder in die Wüste zu treiben.“


Auch diese Wörter funktionieren richtig:

„Israelis wissen wie es ist, mit der täglichen Bedrohung durch Terrorismus zu leben. Sie wissen wie es ist, ihre Kinder an einem Tag in die Schule zu schicken und am nächsten Tag begraben zu müssen. Für sie ist Terrorismus nicht etwas, das in der Zeitung steht. Es ist etwas, das sie mit ihren eigenen Augen viel zu oft sehen müssen.“


8) Erinnern Sie die Menschen daran, dass Israel Frieden will – immer und immer wieder.

Ein Grund: Wenn Amerikaner keine Hoffnung auf Frieden sehen – wenn sie nur die Fortsetzung einer 2000 Jahre langen „Familien-Fehde“ sehen – dann werden Amerikaner nicht zustimmen, dass ihre Regierung Steuergelder ausgibt oder die Macht ihres Präsidenten benutzt, um Israel zu helfen.


Ein zweiter Grund: Jener Redner, der als derjenige wahrgenommen wird, der am meisten für den FRIEDEN ist, der wird die Debatte gewinnen. Jedes Mal, wenn jemand für den Frieden plädiert, ist die Reaktion positiv. Wenn Sie den Öffentlichkeitsarbeits-Vorteil zurückerobern wollen, dann sollte das Wort Frieden im Zentrum jeder ihre Botschaften vorkommen, die Sie vermitteln.


Damit Amerikaner bezüglich des Nahost-Konflikts Hoffnung hegen, müssen sie daran erinnert werden, dass Israel ein langwährendes Engagement für Frieden besitzt. Als mutige arabische Führer, wie Ägyptens Präsident Anwar Sadat und Jordaniens König Hussein, Israel ihre Hände entgegenhielten, da wurde Frieden erreicht.


Funktionierende Wörter:

„Israel hat schmerzhafte Opfer gebracht und viel riskiert, um Frieden zu erreichen. Man hat freiwillig über 9.000 Siedler aus Gaza und Teilen der Westbank abgezogen, Wohnungen, Schulen, Geschäfte und heilige Stätten verlassen, in der Hoffnung, dadurch den Friedensprozess zu erneuern.“


„Trotz der Friedensangebote durch den Rückzug aus Gaza wird Israel weiterhin von Terroranschlägen bedroht, einschließlich Raketenangriffen und Drive-by-Shootings auf unschuldige Israelis. Israel weiß, dass es für einen dauerhaften Frieden frei sein muss von Terrorismus und dass man verteidigungsfähige Grenzen braucht.“

 

Anmerkung der Redaktion:

Die weiteren Punkte 9 bis 25 des ersten Kapitels können Sie im englischsprachigen Original nachlesen unter: <https://www.transcend.org/tms/wp-content/uploads/2014/07/sf-israel-projects-2009-global-language-dictionary.pdf>

 

Über Frank Luntz, den Autor des Global Language Dictionary:

(geboren am 23. Februar 1962) ist ein amerikanischer Politikberater, Meinungsforscher und „Public Opinion Guru“, bekannt für die Entwicklung von Gesprächspunkten und anderen Botschaften für verschiedene republikanische Zwecke. Seine Arbeit beinhaltete Unterstützung bei der Nachrichtenübermittlung für New Gingrichs Vertrag mit Amerika und Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit für eine pro-israelische Politik im israelisch-palästinensischen Konflikt. Er sprach sich für die Verwendung von Vokabeln aus, die so gestaltet sind, dass sie einen gewünschten Effekt erzielen, einschließlich der Verwendung des Begriffs Todessteuer anstelle von Erbschaftssteuer und Klimawandel anstelle von globaler Erwärmung. Luntz beschreibt seine Spezialität als „Sprache testen und Wörter finden, die seinen Kunden helfen, ihr Produkt zu verkaufen oder die öffentliche Meinung zu einem Thema oder einem Kandidaten zu ändern“.[6]


Filmtipp:

Hier noch der Hinweis auf den wichtigen Film „Occupation The Movie“, aus dem ich dieses „Global Language Dictionary“ für das Israel Project entnommen habe. Sehen Sie sich diesen Film an: <https://www.occupationmovie.org/>

 

Quellen:

[1] <https://www.transcend.org/tms/wp-content/uploads/2014/07/sf-israel-projects-2009-global-language-dictionary.pdf>
[2] „About TIP - The Israel Project“. Israel Project. 2009. Archived from the original on July 12, 2009. Retrieved August 10, 2009: <https://web.archive.org/web/20090712101338/http://www.theisraelproject.org/site/c.hsJPK0PIJpH/b.672811/k.DFA5/About_TIP.htm>
[3] Frank I. Luntz, siehe Textbox
[4] Luntz, Frank (April 2009). „2009 Global Language Dictionary“. The Israel Project. Archived from the original (PDF) on 2009-08-06: <https://www.webcitation.org/query?url=http%3A%2F%2Fwww.newsweek.com%2Fmedia%2F70%2Ftip_report.pdf&date=2009-08-06>
[5] Ephron, Dan (2009-07-10). „Chosen Words“. Newsweek: <http://www.newsweek.com/how-sell-americans-israeli-settlements-81783>
[6] aus „Interview Frank Luntz“. Frontline. PBS. Retrieved March 23, 2007.: <https://www.pbs.org/wgbh/pages/frontline/shows/persuaders/interviews/luntz.html>

 

 

Dieser Text wurde zuerst am 11.7.2018 auf www.theblogcat.de unter der URL <https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/25-regeln-fuer-eine-wirksame-kommunikation/> veröffentlicht. Lizenz: Fritz Kollenda

 
 
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Fritz Kollenda

betreibt den Blog www.theblogcat.de und übersetzt Texte von Autoren aus aller Welt. Wir lassen ihn hier selbst zu Wort kommen: "Freut mich dass ihr so neugierig seid! Aber wie Bob Dylan schon sagt: ,Meine Name hat keine Bedeutung ... und mein Alter noch weniger.' Was Bedeutung hat, das findet sich in meinen Blogübersetzungen. Bleibt neugierig und blickt auf die Welt!"


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