Hintergrund:
15 Dez 2018
Wie kriminell sind die Flüchtlinge wirklich?
Pauschalisierende Meinungen sowie teils ungenaue und interpretationsbedürftige Zahlen prägen die  Debatte. Wir präsentieren reale Fakten und Hintergründe..
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(Foto: Pixabay, CC0)

Es gibt wohl keinen Stammtisch, aber auch kaum ein nüchternes Tischgespräch, bei dem die Problematik nicht schon Thema war. Man möchte meinen, dass es mittlerweile fundierte Zahlen und klare Aussagen darüber gibt, ob die Einwanderungskritiker, die vor allem auch das Argument Kriminalität ins Feld führen, im Recht sind oder ob die toleranteren Befürworter hier richtig liegen.


Je nachdem, wo man im Netz schaut und welches Blog oder welche Medien man liest, möchte man das Eine oder das Andere glauben. Das Meinungsspektrum reicht hier von „alle Flüchtlinge sind kriminell“ bis zu „die meisten Flüchtlinge sind arme Opfer und tun niemanden etwas zu Leide und wer etwas anderes sagt, ist ein Volksverhetzer“. Auch an den derzeitigen Wahlergebnissen und den Trends dazu kann man sehr gut sehen, dass hier ein großer Riss durch unser Land geht.


Um es gleich vorweg zu nehmen, die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen. Lassen wir zuerst die nackten Zahlen sprechen, denn vor allem mangelt es an Faktenwissen in der Öffentlichkeit bei dieser Diskussion.


Begrifflichkeiten

Die Behörden in Deutschland werfen in ihren Zahlen mit verschiedenen Bezeichnungen um sich. Da gibt es Zuwanderer, Flüchtlinge, Geflüchtete, Ausländer, Asylbewerber, Nichtdeutsche, Schutzbedürftige und Schutzberechtigte. Ausländer bzw. Nichtdeutsche sind der Oberbegriff für alle ohne deutschen Pass. Dazu zählen auch die Flüchtlinge/Zuwanderer.


Anzahl der Nichtdeutschen

Der Ausländeranteil in Deutschland belief sich zum 30.9.2017 auf 9,57 Millionen. Das sind 11,5% der Bevölkerung. [7] Diese Zahlen stammen aus den Daten der Bevökerungsfortschreibung des Statistischen Bundesamtes auf Basis des Zensus 2011. Diese Zahlen sind niedriger, als die Daten des Ausländerzentralregisters (AZR) vom 31.12.2017, die den Anteil der in Deutschland lebenden Ausländer mit 10,6 Millionen beziffern [8]. Da offiziell immer mit der niedrigeren Zahl gerechnet wird, werden wir das aus Gründen der Vergleichbarkeit auch tun.


Anzahl der Flüchtlinge

Zur Gruppe der Zuwanderer/Flüchtlinge gehören Personen mit folgendem Aufenthaltsstatus: „Asylbewerber“, „International/national Schutzberechtigte und Asylberechtigte“, „Duldung“, „Kontingentflüchtling“ oder „unerlaubter Aufenthalt“.


Auch bei den offiziellen Zahlen der Flüchtlinge gab es Differenzen. Diese haben ihren Grund darin, dass sie erst ab 2017 mittels der Asylgesuchstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zentral erfasst werden. Beim dezentralen Verteilungssystem EASY sind zuvor aufgrund der Anonymisierung teilweise Doppelzählungen aufgetreten.


„Diese Diskrepanz zwischen den EASY-Zahlen und der Zahl der tatsächlich in Deutschland Asylsuchenden zeigt sich besonders deutlich für die Jahre 2015 und 2016. Während im Jahr 2015 im EASY-System insgesamt 1.091.894 Zugänge von Asylsuchenden erfasst wurden, lag die Zahl der tatsächlich im Jahr 2015 Asylsuchenden mit rund 890.000 Personen deutlich darunter. Für das Jahr 2016 verzeichnet das EASY-System 321.371 Zugänge von Asylsuchenden, während sich die tatsächliche Zahl nach Berechnung des BAMF auf gut 280.000 Asylsuchende belief.“ [2]


Das ergibt in der Summe die Zahl von rund 1,356 Millionen, auf die sich das BKA in der Broschüre „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung, Bundeslagesbild 2017“ [2] bezieht.


Der Anteil der Flüchtlinge an den rund 82,7 Mil­lionen Einwohnern Deutschlands entspricht einem Bevölkerungsanteil von 1,639 % [8]. Jeder siebente der rund 9,57 Millionen Ausländer in Deutschland ist ein Flüchtling.


Demographische Zusammen­setzung der Flüchtlinge

27% Kinder (unter 14 Jahre), 8% Jugendliche (14 bis unter 18 Jahre), 11% Heranwachsende (18–21 Jahre) und 54% Erwachsene [3]. 25% der Flüchtlinge sind über 30 Jahre alt. [4]


2015 war das Verhältnis der Geschlechter zueinander 31% weiblich zu 69% männlich. Das hat sich bis 2017 auf 40 zu 60 verschoben [5].


Der Anteil der 14- bis 30-jährigen männlichen Flüchtlinge ist unverhältnismäßig hoch und beträgt als Beispiel in Niedersachsen 26,9%. Zum Vergleich: Die Quote dieser Altersgruppe bei der Wohnbevölkerung in Niedersachsen beträgt nur 9,3% [6].


Nationale Zusammensetzung der Flüchtlinge

„Hauptherkunftsstaaten im Jahr 2017 waren – wie bereits in den Jahren 2015 und 2016 – Syrien, Irak und Afghanistan mit einem Gesamtanteil von zusammen [rund] 43 %, wobei deren Anteil gegenüber den Jahren 2016 (57 %) und 2015 (64 %) jedoch deutlich zurückgegangen ist.“ [9]


Zahlen aus der Kriminalstatistik Deutschland 2017

Im Bereich der Allgemeinkriminalität sind laut Kriminalstatistik für 2017, etwas geringer als in 2016, knapp 2 Millionen Tatverdächtige (wichtig: ohne ausländerrechtliche Verstöße) registriert worden. Ca. 30% der Tatverdächtigen waren sogenannte Nichtdeutsche, also Menschen, die keinen deutschen Pass besitzen, wozu natürlich auch die Flüchtlinge zählen.


Der Anteil der tatverdächtigen Flüchtlinge an der Gesamtzahl der ca. 2 Millio­nen Tatverdächtigen der Kriminalstatistiken 2016 und 2017 bewegte sich jeweils um die 8,5% und liegt damit 2017 bei mehr als einem Viertel (27,9%) aller nichtdeutschen Tatverdächtigen [10].

 

 


Grafik B: [10] Kriminalität im Kontext von Zuwanderung, Bundeslagebild 2017, Seite 9
(Zahlen ohne ausländerrechtliche Verstöße)

 

 

In den 2000er Jahren bis 2012 lag der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen (inklusive ausländerrechtlicher Verstöße) zwischen 20 und 24%. [11] Schon damals war also die Kriminalität in Deutschland unter Ausländern mindestens doppelt so hoch, wie unter Deutschen.


Der Anteil an nichtdeutschen Tatverdächtigen stieg 2014 auf 25,7%, 2015 auf 38,5 % und 2016 auf 40,4% (30,5% ohne ausländerrechtliche Verstöße), bevor er 2017 auf 34,8% (30,4%) zurückging. [10, 11] (siehe Grafik C)

 

 


Grafik C: Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bei Straftaten (inklusive ausländerrechtlicher Verstöße) in Deutschland von 2002 bis 2017. Statista. Zugriff am 28. November 2018. (Quelle: Bundeskriminalamt) [11]

 

 


Auswertung

Der sprunghafte Zuwachs der Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen ab 2015 (Grafik C), der ja zeitgleich zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise eintrat, legt auch ohne die hohe Zahl ausländerrechtliche Verstöße die Vermutung nahe, dass es hier einen Zusammenhang gibt.


Mit über 30% aller Tatverdächtigen (inkl. Zuwanderer) in 2017 ist der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen, der ja nur bei 11,5% Bevölkerungsanteil liegt, überdurchschnittlich hoch, und zwar ca. 2,8 mal so hoch, wie es ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht.


Wir erinnern uns, ca. jeder siebente Ausländer war 2017 statistisch ein Flüchtling. Das entspricht einem relativen Anteil an der Gesamtausländerzahl von rund 14,162% und 1,639% an der Gesamtbevölkerungszahl. Flüchtlinge stellen mit 27,9% an den nichtdeutschen Tatverdächtigen einen, im Verhältnis zu ihrer Gruppengröße (14,162%) mehr als doppelt so hohen Tatverdächtigenanteil als die sonstigen ausländischen Tatverdächtigen.


Der Anteil tatverdächtiger Zuwanderer an der Gesamtzahl der rund 2 Mio. Tatverdächtigen betrug ca. 8,5%. Damit ist der Anteil der tatverdächtigen Flüchtlinge mehr als sechs mal höher, als es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht. (siehe Grafik E)

 

 

 


Straftaten

Die Gegenüberstellung der nachfolgenden Zahlen von 2014 bis 2017 geht hier exemplarisch auf die schlimmsten Gewalttaten ein [14], obwohl diese nur unter 1% aller in Deutschland erfassten Straftaten ausmachen. Gerade diese, vor allem Vergewaltigungen, kommen ja in der Flüchtlingsdiskussion immer wieder vor und werden in den Medien weit mehr erwähnt, als die sonstige Kriminalität. Mangels Aufschlüsselung in deutsche und nichtdeutsche bzw. Flüchtlinge als Tatverdächtige, können diese Zahlen uns nur eine Tendenz aufzeigen. 2016 war wohl ein Höhepunkt bei diesen Straftaten. (Grafik F)

 

 

 


Nichtdeutsche Tatverdächtige sind besonders überrepräsentiert in folgenden Straftaten/-gruppen (die Zahlen in Klammern beinhalten die Anteile der Zuwanderer):

 

Straftaten gegen das Leben mit 34,7% (14,3%), Vergewaltigung und sexuelle Nötigung/Übergriffe mit 37% (15,9%), Raubdelikte mit 40,3% (15,1%), Wohnungseinbruchdiebstahl mit 41,3% (10,7%), Taschendiebstahl mit 74,4% (31,4%), Urkundenfälschung mit 55,4% (28,2%) und Gewaltkriminalität mit 38,1% (15,1%). [19]


Tatverdächtige nach Nationalität

Da ja nicht pauschal „die“ Flüchtlinge kriminell sind, kommen wir jetzt zu den Herkunftsländern der Tatverdächtigen.


Im Vergleich Tatverdächtigenanteil mit Zuwandereranteil nach Nationalität (Grafik D) sehen wir, dass die geflüchteten Syrer im Verhältnis zu ihrem hohen Anteil an den Zuwanderern bei den Tatverdächtigen weit unrepräsentiert sind. Auch die Zahlen zu Afghanistan und dem Irak sind in abgeschwächterer Form „weniger kriminell“, als die Zahlen anderer Nationen unter den Flüchtlingen [12]. Zu den möglichen Gründen dafür zählt bei dieser Zuwandererhauptgruppe vermutlich auch die positive Bleibeperspektive.


Ganz anders sieht das Verhältnis bei den tatverdächtigen Zuwanderern aus den Maghreb-Staaten Algerien, Marokko und Tunesien aus. Hier liegt der Anteil bei 9% im Verhältnis zu ihrem 2,4%-igen Anteil an der Gesamtzahl der Flüchtlinge [12]. Und auch der Anteil der Mehrfachstraf­täter aus diesen Ländern ist mit um die 50% ungleich höher, als der der Hauptgruppe mit ca. 25% [13]. Hier zählt vermutlich die überwiegend negative Bleibe­perspektive mit zu den Gründen.

 


Grafik D: [12] Vergleich Tatverdächtigenanteil mit Zuwandereranteil nach Natio­nalität (Quelle: Kriminalität im Kontext von Zuwanderung, Bundeslagebild 2017, Seite 13)

 


Demographie der Tatverdächtigen

Die überwiegende Mehrheit (86,5%) der tatverdächtigen Zuwanderer war männlich, 66 % der tatverdächtigen Zuwanderer waren jünger als 30 Jahre. Insgesamt waren 71,5% Erwachsene. [16]


Mehr als die Hälfte der Erwachsenen war bei Tatbegehung zwischen 18 und 30 Jahre und mehr als ein Fünftel zwischen 30 und 40 Jahre alt. [16]


Ein Vergleich der Altersstruktur tatverdächtiger Zuwanderer mit der aller Tatverdächtigen der Statistik 2017 ergibt bei der Altersgruppe der 18- bis unter 30-jährigen einen erhöhten Anteil tatverdächtiger Zuwanderer (Anteil Zuwanderer: 53%, Anteil dieser Altersgruppe an allen Tatverdächtigen insgesamt: 34%). [17]


Opferverteilung

Man hört des Öfteren, dass die Flüchtlingskriminalität sich überwiegend gegen andere Flüchtlinge richtet.


Unter den insgesamt 95.148 Opfern von Straftaten mit tatverdächtigen Zuwanderern befanden sich 2017 zu 41% Deutsche, zu 33% ebenfalls Zuwanderer und zu 26% andere Nichtdeutsche. [18] Wurde ein Flüchtling in 2017 Opfer einer Straftat, waren in 15% der Fälle Deutsche tatverdächtig. [18]


Die deutschen Opferzahlen von tatverdächtigen Flüchtlingen lagen nach den Daten der PKS Niedersachsen in 2016 in diesem Bundesland bei Gewaltkriminalität wie Vergewaltigungen/sexuelle Nötigung bei 58,6% (Flüchtlinge 18,1%) und bei den Raubdelikten bei 70,3%. [20]


Vorsätzliche Tötungsdelikte dagegen, bei denen Flüchtlinge die Tatverdächtigen stellten, haben sich in Niedersachsen zu über 90% unter Flüchtlingen oder sonstigen Nichtdeutschen abgespielt. Bei den schweren/gefährlichen Körperverletzungen trifft das auf ca. 75% der Fälle zu. [21]


Statistische Unschärfen

Wie wir weiter oben gesehen haben, gibt es „die“ kriminellen Flüchtlinge genauso wenig, wie es pauschal „die“ kriminellen Ausländer/Nichtdeutschen gibt. Was wir aber auch festgestellt haben, ist, dass der Anteil der Kriminalität unter Nichtdeutschen und Zuwanderern weit höher ist, als unter den Menschen mit deutschem Pass.


Was könnte diese Zahlen noch relativieren? Die Anzeigebereitschaft bei Straftaten kann recht stark variieren. Je fremder ein Straftäter dem Opfer ist oder erscheint, desto größer ist die statistische Wahrscheinlichkeit, dass er angezeigt wird. Je näher, sowohl sprachlich als auch ethnisch, er ist, desto geringer ist das Risiko einer Anzeige für den Täter [15]. Das lässt sich noch vertiefen, aber aus Platzgründen verzichten wir darauf.


Gründe der höheren Kriminalität

Die Alters- und Geschlechtsangehörigkeit der Flüchtlinge spielt eine sehr große Rolle. „In jedem Land der Welt sind die männlichen 14- bis unter 30-jährigen diejenige Bevölkerungsgruppe, die durch besondere Risikofreude und eine hohe Affinität zu verbotenen Aktivitäten auffällt.“ [21] In Deutschland lag die Quote 2014 bei der Wohnbevölkerung um die 10%, die Quote dieser Altersgruppe bei den Gewaltdelikten dagegen bei fast 50% und bei Raubdelikten über 60%. [21] Der Anteil dieser Altersgruppe bei den Flüchtlingen ist weit höher, daher auch die Quote der Tatverdächtigen.


Der Anteil der weiblichen Flüchtlinge ist relativ gering. Der Großteil der männlichen Jugendlichen und jungen Männer lebt hier in reinen Männergruppen ohne Partnerinnen, Mütter, Schwestern oder andere weibliche Bezugspersonen. Die gewaltpräventive, zivilisatorische Wirkung von Frauen und Familien kommt dadurch weniger zum Tragen.


Männer und Jugendliche aus dem Kulturkreis, aus dem viele der Flüchtlinge stammen, haben oft gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen verinnerlicht, die sich in vielen Untersuchungen als Gewalt fördernd erwiesen haben. [22]


Menschen aus Kriegsgebieten können unter Traumata leiden und haben zum Teil Gewalt in einem Maße erlebt und verinnerlicht, dass es ohne Behandlung dazu führen kann, dass ihre Alltags- und Anpassungsfähigkeiten darunter leiden.


Ganz wichtig ist aber auch die jeweilige Aufenthaltsperspektive der verschiedenen Flüchtlingsgruppen. Zuwanderer aus Nordafrika haben eine viel schlechtere Anerkennungsquote, als z.B. Syrer, Afghanen oder Iraker. Die Kriminalität dieser beiden Gruppen ist folgerichtig sehr unterschiedlich. Es macht sicherlich einen Unterschied, ob Flüchtlinge aus Ländern stammen, wo sie politisch verfolgt oder durch Kriegshandlungen bedroht waren, oder ob jemand aus wirtschaftlichen Gründen zugewandert ist. Jemand, der aus Sicherheitsgründen nicht zurück möchte, lebt regelkonformer.


Und natürlich nicht zuletzt hat der soziale Status, wie die Art der Unterbringung, die Jobchancen und damit verbundene Einkunftsmöglichkeiten und somit der Grad der Integration, Teilhabe und des Wohlstandes einen sehr großen Einfluss darauf, wie kriminell Bevölkerungsanteile sind oder werden.

 


Sammelunterkunft in einem ehemaligen Hangar (Foto: K.-Ludwig Poggemann, Lizenz: CC BY 2.0)

 


Fazit

Hier möchte ich Thomas Röper von antispiegel.ru zitieren, der mich auf die Idee zu diesem Artikel gebracht hat:


„Dies sind Fakten und ich halte es für gefährlich, dass Politik und Medien diese Dinge verschweigen, denn ein ignoriertes Problem bleibt trotzdem ein Problem. Man muss über diese Dinge offen sprechen, um sie zu lösen. Man kann bei der Diskussion und der Suche nach Lösungen ja zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen und diese dann diskutieren. Aber ein Problem nicht zu thematisieren, macht die Sache nicht besser, sondern in der Regel nur schlimmer.“


Dem möchte ich mich anschließen. Vorurteile und Ressentiments werden sicherlich nicht abgebaut, wenn man mit geschönten Zahlen und Begründungen abwiegelt und relativiert. Pauschale Verurteilungen aufgrund von kalten Zahlen, ohne die sozialen und geopolitischen Hintergründe zu sehen, sind aus meiner Sicht der andere falsche Weg. Und ganz wichtig: Einfachen Lösungen ist immer zu misstrauen.

 

 

Quellen:

[1] Anzahl der neu registrierten Flüchtlinge in Deutschland, <https://de.statista.com/statistik/daten/studie/663735/umfrage/jaehrlich-neu-registrierte-fluechtlinge-in-deutschland/>
[2] Kriminalität im Kontext von Zuwanderung, Bundeslagebild 2017, Seite 5. <https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/JahresberichteUndLagebilder/KriminalitaetImKontextVonZuwanderung/KriminalitaetImKontextVonZuwanderung_2017.pdf>
[3] ebenda, S. 8
[4] Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, „Aktuelle Zahlen zu Asyl (12/2017)“ Seite 7 <http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/Asyl/aktuelle-zahlen-zu-asyl-dezember-2017.pdf>
[5] [4] und als Grafik <https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/flucht/218788/zahlen-zu-asyl-in-deutschland#Antragsteller>
[6] Gutachten „Zur Entwicklung der Gewalt in Deutschland, Schwerpunkte: Jugendliche und Flüchtlinge als Täter und Opfer“ der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Januar 2018, S. 73 <https://www.bmfsfj.de/blob/121226/0509c2c7fc392aa88766bdfaeaf9d39b/gutachten-zur-entwicklung-der-gewalt-in-deutschland-data.pdf>
[7] Statistisches Bundesamt, Fachserie 1 Reihe 2, Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Ausländische Bevölkerung - Ergebnisse des Ausländerzentralregisters 2017, Seite 19 <https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/MigrationIntegration/AuslaendBevoelkerung2010200177004.pdf>
[8] Statistisches Bundesamt, Fachserie 1 Reihe 2.4, Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Ausländische Bevölkerung - Ergebnisse des Ausländerzentralregisters 2017, Schutzsuchende, Seite 28 <https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/MigrationIntegration/Schutzsuchende2010240177004.pdf>
[9] = [2] Seite 7
[10] = [2] Seite 9
[11] Erhebung durch Bundeskriminalamt, PKS-Zeitreihen 1987 bis 2017 - Grundtabelle, Mai 2018. <https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2017/Zeitreihen/zeitreihenTatverdaechtige.html?nn=96600>
[12] = [2] Seite 13
[13] = [2] Seite 16
[14] PKS 2015 S. 82/83 <https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/2015/pks2015Jahrbuch.html> und PKS 2017 S. 30 <https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/2017/pks2017ImkBericht.pdf>
[15] = [6] S. 74
[16] = [2] S. 24
[17] = [2] S. 14
[18] = [2] S. 54
[19] = [14] S. 25
[20] = [6] S. 84,
[21] = [6] S. 73
[22] = [6] S. 74

Für den Inhalt der einzelnen Artikel sind die jeweils benannten Autoren verantwortlich. Die Inhalte der Artikel und Kommentare spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.<br />

Quellen

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Holger Bartholz

Gelernter Schriftsetzer, selbständig und seit Anfang 2015 Mitglied des Free21-Netzwerkes. Seit dem Tod von Tommy Hansen offiziell für den redaktionellen Bereich von Free21 verantwortlich.


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