Interviewrunde:
30 Jul 2016
Wir sind Frieden
Nicht ganz unbekannte Friedensaktivisten von heute auf die Bühne!
Profilbild von Andrea Drescher
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Friedensdemonstration am 10. Oktober 1981 (Foto: Anefo, CC BY-SA 3.0 nl)

Was haben ein Buchhalter, eine Hutmacherin und ein Lokführer gemeinsam? Alle drei sind Friedensaktivisten – und dem einen oder anderen Leser von Free21 vielleicht sogar schon begegnet. Das liegt daran, dass alle drei – auf völlig unterschiedliche Art –  öffentlichkeitswirksam aktiv sind. Und trotz der unterschiedlichen Form: alle drei setzen auf Information und Mobilisierung von anderen Menschen. Je mehr Menschen von sich sagen „Wir sind Frieden“ und selbst zum Handeln übergehen, desto größer ist die Chance auf Veränderung. Ganz im Sinne von Gandhi:

 

„Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“
M. Gandhi

 

 

 

klaus

 

Klaus

 

Geboren: 1969, Innsbruck.Tirol

Beruf: Selbstständig als Bilanz- und Finanzbuchhalter und Lohnverrechner

Überzeugter aber nicht militanter Veganer, begeisterter Leser von Fach- und Sachbüchern, begeisterter Schreiber von politischen Mails, Leserbriefen, Presseaussendungen, Blogs und Fachartikeln.

 

 

 

free21: Wie bist du Friedensaktivist geworden?

 

Das hat zwei Gründe: Durch meinen kaufmännischen Beruf bekam ich Einblick in sehr viele Firmen – u.a. aus der Bau- und Autoindustrie. Das hat mich bereits einiges über Korruption gelehrt, einiges, was mich nicht wirklich begeistert hat.

Der zweite Grund war, dass ich mit 22 anfing, Fach- und Sachbücher zu lesen. Ob Globalisierungskritik, Wirtschaft, Welthunger, Umweltprobleme, Ernährung, Psychologie oder Soziologie. Ich glaube, ich habe inzwischen rund 1000 Bücher verschlungen. Dabei habe ich versucht, anerkannte, namhafte Autoren wie Noam Chomsky, Jean Ziegler oder Joseph Stieglitz zum Thema zu finden. Ein Schwerpunkt waren und sind die Finanzmarktprobleme der USA. Wer sich damit beschäftigt, stößt auf die verschiedenste Zusammenhänge – insbesondere auch auf die Auswirkungen auf den Frieden.

 

free21: Aber lesen allein macht ja noch keinen Aktivisten aus, oder?

 

Richtig. Vor vier Jahren –  genau am 13. April 2012 – entschied ich mich, wieder aktiv zu werden. Ich schrieb eine Mail an den ORF Tirol und wollte mit dem Chefredakteur über unser korruptes System sprechen. Um dem Nachdruck zu verleihen, baute ich direkt beim ORF Tirol einen Informationsstand mit Büchern zum Thema Parteienfinanzierung auf. So kam es zu einem Gespräch, was zeitbedingt zwar nur kurz ausfiel – aber immerhin. Es gab Interesse an meiner Presseaussendung. Das war der Beginn meiner Kampagnen, bei denen ich die Medien bis heute immer wieder zu Themenschwerpunkten mit Material versorge, das man bei Reuters oder APA typischerweise nicht erhält.

 

free21: Was verstehst du unter Kampagnen?

 

Ich schreibe alle Mitglieder der Bundesregierung, Bundes- und Nationalräte per Massen-E-Mail an und übersende die jeweiligen Texte gleichzeitig auch an alle großen Medien. Das waren bzw. sind Ausarbeitungen zu Themen wie unser korruptes System,  Lücken in der Gesetzgebung zu Parteien- und Politikerfinanzierungsgesetzen, Lücken in den Lobbyistengesetzen oder im Korruptionsstrafrecht. Ich informiere über die Medienfinanzierung, die einzigartig in Europa ist und für wechselseitige Abhängigkeiten sorgt. Im Jahr werden rund 300 Millionen Euro an Werbegeldern durch die Gebietskörperschaften in die Me­dien investiert. Das führt zu einer Verbrüderung der Machteliten in Wirtschaft, Medien und Politik. Mangelnde Wirtschaftsethik war auch schon ein Thema. Rund 300 Mails – gut 800 bis 1000 Seiten – sind da in den letzten Jahren zusammengekommen.

 

free21: Das ist ja schon einiges – aber noch nicht alles?

 

Meine Freunde haben mir vorgeworfen, dass ich mich an den falschen Kreis wende. Um  mehr Öffentlichkeit zu erreichen, gründete ich 2013 den Blog www.­aktivist4you.at und begann zeitgleich, in Innsbruck Demonstrationen zu organsieren. Dabei ging es um Mietrecht, das Agrar­-
unrecht in Tirol und viele lokale Themen. Im Mai 2014 war ich dann einer der Organisatoren der Innsbrucker Friedensmahnwache. Am 26. 5. ging es los – mit damals 180 Besuchern. Leider haben dann Rechte versucht, sich in den Vordergrund zu drängen. Darauf gingen die Besucherzahlen zurück und im Internet begann die Hetze. Wir sind die Rechten zwar wieder los geworden, aber der Schwung ging verloren. Im Dezember 2015 haben wir aufgehört. Es gibt aber noch die jährliche Monsanto-­Demo, Demos für Flüchtlinge oder Tierrechte, den Weltfriedenstag am 23.9. – es bleibt also viel zu tun.

 

free21: Auch im TV kann man Dich inzwischen schon sehen, nicht wahr?

 

Ja, ich war Mitorganisator der Bilderbergerproteste in und um Telfs und habe dafür gesorgt, dass direkt vor dem Hotel protestiert wurde, habe den Transfer organisiert und ATV bei der Berichterstattung unterstützt. Es gab mehrere Anfragen seitens der Medien, z.B. bei der Barbara-Karlich-Show oder beim ORF die Doku von Hanno Settele über die 10 Verbote. Aber mein Hauptaugenmerk liegt derzeit auf dem Blog und provokanten Medienaussendungen, um sie an ihre Verantwortung zu erinnern.

 

free21: Was machst du da?

 

Ich sorge dafür, dass Medienkritik an die Öffentlichkeit dringt. Es geht um Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung. Dafür vernetze ich mich über Tirol hinaus, bin beispielsweise Mitadministrator bei den Facebook-Gruppen Occupy Wien und TTIP Aktionsbündnis Österreich.

 

free21: Hast du bei all dem noch Zeit für einen normalen Beruf? Von was lebst du?

 

Ich kann so agieren, weil ich unabhängig bin. Sobald man politisch sichtbar wird, kann es Probleme geben. Ich habe rund 100 treue Kunden, das bedeutet für mich eine 3 (ssig) Stundenwoche. Meine Angestellte unterstützt uns mit 17 Stunden und trägt wesentlich dazu bei, dass ich aktive Widerstandsarbeit machen kann. Der Rest meiner Arbeitszeit gehört zu großen Teilen der politischen Arbeit. Viel Geld brauche ich nicht. Ich lebe fast an der Armutsgrenze, ein einfaches Leben, bewusst vegan und mit so wenig Konsum wie möglich. Seit über 20 Jahren habe ich kein Auto. Meine große Liebe ist und bleibt das Lesen, da gebe ich immer wieder Geld aus aber mein täglicher Wald- und Bergspaziergang und die Kontakte zu Freundin und Freunden sind völlig kostenlos.

 

free21: Und warum machst du das alles?

 

Weil es Sinn und Spaß macht. Weil es wichtig ist, nicht schweigend zu oder weg zu sehen. Weil es wichtig ist, gegen bestehendes Unrecht etwas zu unternehmen. Ganz einfach.

 

free21: Dann kann man einfach nur sagen: Weiter so!

 

 

anja

 

Anja Heussmann

 

Geboren: 1968, seit 3,5 Jahren wohnhaft in der Nähe von Dubai

Beruf: Hutmacherin und Kauffrau, derzeitiger Beruf Web-Grafikdesignerin, Friedensaktivistin

 

 

 

 

 

free21: Was hat Dich nach Dubai verschlagen ?

 

Die Bevormundung durch den Staat, der unhöfliche, respektlose Umgang unter den Menschen nahmen im Laufe der letzten Jahre immer weiter zu und lag mir nicht. Der respektvollere Umgang der Menschen unterschiedlichster Kulturen untereinander dort entspricht eher meinen Lebensvorstellungen. 

 

free21: Und was machst du beruflich?

 

Seit Oktober 2015 bin ich mit LOVEstorm-people.com „hauptberuflich“ globale Friedensaktivistin und lebe von meinem Erspartem. Das kann natürlich nicht immer so weiter gehen. Darum ist mein Wunsch, mit dem, was mich persönlich erfüllt und mir sehr wichtig ist, auch meinen bescheidenen Lebensunterhalt zu verdienen. Und das ist die globale Friedensarbeit!

 

free21: Wie kamst du dann von Dubai aus zur deutschen Friedensbewegung?

 

Mich hat es einfach immer geärgert, dass die Politiker oft so kontraproduktiv und gegen den Willen der Menschen handeln. Dann erzählte mir 2014 ein Kanadier von Bilderberg-Treffen/Illuminaten. Dann habe ich mich wochenlang im Netz darüber informiert. Seit dem erklärt sich mir die Politik weltweit besser. 

 

free21: Was hast du dann gemacht?

 

Ich meldete mich bei Facebook an und habe nach kurzer Zeit eine Demo in Berlin für Oktober 2014 organisiert. Leider konnte ich aus beruflichen Gründen – Urlaubssperre – nicht nach Deutschland reisen. Zwei Aktivisten haben die Veranstaltung dann für mich übernommen. Von mir gab es deshalb auf der Demo „nur“ eine Audiobotschaft. Am 3.10.2014 fanden sich dann über 1.000 Menschen vor dem Kanzleramt ein. Xavier Naidoo kam auch ganz überraschend angeradelt und hielt eine kurze Rede. Nach 1,5 Jahren Face­book-Aktivismus bin ich im August 2015 nach Deutschland gereist und habe mich mit Plakaten jeden Tag auf den Alex in Berlin gestellt – in den folgenden 2,5 Wochen informierten wir dort Menschen.

 

free21: Und wie ging es dann weiter?

 

Wieder zurück in den VAE war ich dann im Netz zwar mit wesentlich mehr Reichweite aktiv, was dann aber auch leider vermehrt zu Facebook-Sperren und zum Posten außerhalb meines Profils führte. Aus einer dieser Sperren heraus kam mir in einem Video ein spontaner Einfall. Die meisten Menschen und Politiker, denen wir etwas zu sagen haben, haben ja auf Facebook ein Profil, in dem  man kommentieren und posten kann. Damit war die Idee LOVEstorm-people geboren. 

 

free21: Lovestorm, also das Gegenteil von Shitstorm, richtig?

 

Genau. Ich habe Herzen mit politischen Nachrichten designt, mit denen man friedlich, freundlich und  frech agieren kann. Es gibt vorab angekündigte LOVEstorm Veranstaltungen mit einem angekündigtem Termin und Herzen zum entsprechenden Thema. Diese posten wir dann an dem Tag an eine Facebook-Seite von jemanden aus Politik, Wirtschaft usw. Der 1. Lovestorm wurde auf der Seite der Ramstein Airbase im November 2015 veranstaltet und richtete sich gegen Drohnenkriege. Knapp 600 Herzen waren nach unserem LOVEstorm in den Kommentaren zu finden. Das kam super an. Parallel dazu entstand die Webseite www.lovestorm-people.com.

 

free21: Und dein Ziel ist … ?

 

Die sogenannten „99%“ weltweit zu erreichen und mit ihnen zusammen auf friedliche Art und Weise ein Zeichen setzen und sagen: „Hey Politiker, Wirtschaft & Eliten! Wir sind damit nicht einverstanden, was Ihr da weltweit treibt!“ Die Webseite www.lovestorm-people.com ist deshalb auch in über 70 Sprachen lesbar. Demnächst kommt „LOVEstorm people“ in Russland mit hinzu. So sollen immer mehr Länder hinzukommen, bis alle global vernetzt sind. Und wenn wir dann alle zusammen einen LOVEstorm machen, dann landen tausende von LOVEstorm Herzen als Botschaft bei jemanden auf der Facebook Seite, und das wird dann seine Wirkung gewiss nicht verfehlen.

 

free21: Du bist aber auch weiter auf der Straße aktiv?

 

Ja. Ich bin extra wegen des Bilderberger-Treffens im Juni 2016 nach Deutschland gereist und habe mit dem LOVEstorm-Kunstprotest „Bilder gegen Bilderberg“ Menschen motiviert, positiv auf die Straßen zu gehen. Wir haben vor Ort viele Interviews geben können. Blogger, Presse, RT und andere Sender aus dem Ausland haben uns interviewt. Facebook-Aktivisten gibt es viele in diesem Land – aber wenn es um wirkliches Handeln geht wird die Luft schon dünn. Wir werden jetzt weiter nach Unterstützern Ausschau halten.

 

free21: Welche Form der Unterstützung suchst du denn?

 

Wir suchen noch nach Menschen, die die Webseite lovestorm-people.com mit betreuen können und auch helfen, sie weiter mit zu entwickeln. Menschen, die sich mit Wordpress, HTML und Webdesign auskennen. Des weiteren suchen wir Menschen, die mit Photoshop und After Effects o.ä. umgehen können. Und selbstverständlich gerne auch Sponsoren, die uns anderweitig unterstützen können, damit wir schneller wachsen können und globaler bekannt werden. E-Mail an info@lovestorm-people.com 

 

free21: Viel Erfolg dir weiterhin und ganz HERZlichen Dank für dein Engagement und deine Zeit.

 

Ich habe Euch herzlich zu danken und wünsche free21 weiterhin viel Erfolg.

 

 

chris

 

Chris

 

Geboren: 1980, Wohnhaft in Käthe (dem Wohnbus)

Beruf: Selbständiger Lokführer seit 2010

Friedensbewegter Lebenskünstler aus Leidenschaft

 

 

 

 

 

free21: Seit wann bis du ein friedensbewegter Lebenskünstler?

 

Bis 2011 war ich ein ganz normaler Durchschnittsbürger, der im Rattenrennen mitgelaufen ist. Dann ging es bei mir erst mal los mit der persönlichen Aufklärung. Mit Beginn der Mahnwache 2014 bin ich dann selbst aktiv geworden.

 

free21: Ich kann mir dich als Durchschnittsbürger nicht vorstellen. Was heißt denn das?

 

Ich hatte die typischen Vorstellungen der Gesellschaft: Mit einem guten Beruf Geld verdienen, ein Häuschen bauen … das, was eben jedem beigebracht wird zu wollen oder zu müssen. Das, was von dir erwartet wird: Nicht auffallen, einen guten Job machen und ein schönes Leben leben. Und dieses schöne Leben hängt eben davon ab, wieviel Geld man heimbringt. Wer viel Geld hat, ist glücklich – die typischen Botschaften der Werbeindustrie, die man eben so verinnerlicht hat.

 

free21: Und wie kam es dann dazu, dass du ausgestiegen bist?

 

Es begann damit, dass ich mich informierte, mir mehr und mehr Wissen aneignete. Dann fielen mir Gesetzeslücken auf. Hat man einmal angefangen, zieht es einen Rattenschwanz an Fragen nach sich, weil alles irgendwie verbunden ist. Überall werden Lücken, nicht plausible bzw. fehlende Zusammenhänge deutlich.

 

free21: Könntest du ein Beispiel dafür geben.

 

Es fehlen z.B. Geltungsbereiche, so dass die Gesetze nicht so wie auf dem Papier angewendet werden. Ich lese etwas anderes, als mir von Behörden mitgeteilt wird. Im Verwaltungsvollstreckungsgesetz ist geregelt, was gefordert werden darf und was verboten ist. Und trotzdem werden Dinge durchgesetzt, die laut diesem Gesetz gar nicht erlaubt sind. In diesen Themen kann man sich verlaufen, das ging auch mir so.

 

free21: Was heißt das?

 

Alles das hat mich – aber auch mein Privatleben und meine Freunde – ziemlich belastet. Man lebt ja in einem ständigen Widerspruch. Als Normalbürger will man regelkonform leben, nicht zuletzt weil man Angst vor Repressionen hat. Und dann merkt man, dass die ganzen Regeln, nach denen man lebt, nicht stimmen. Der Ausstieg ging bei mir dann schleichend, meine Ängste habe ich nach und nach abgelegt.

 

free21: Und heute bist du ein Freeman?

 

Ich bin ein freier Falke, der die Augen offen hält, die Möglichkeiten im Umfeld abschätzt und überall dort einen Beitrag für die Gesellschaft und die Menschen leistet, wo es möglich ist.

 

free21: Du gehörst ja zum Orga der Berliner Mahnwache …

 

Seit Ende April 2014 habe ich an den Mahnwachen teilgenommen und unterstützt, wurde aber erst 2015 offiziell Mitglied der Orga. In Berlin hat es angefangen. Dann hat es wunderbar gepasst, dass ich dank meines Jobs als selbständiger Lokführer, Mahnwachen in ganz Deutschland besuchen konnte. 

 

free21: Was tust du sonst noch?

 

Ende 2011 habe ich mein Wohnmobil, meine Käthe, gekauft – um Hotel zu sparen und mobil zu sein. Das Kunstwerk Käthe hat sich seit dem Bilderberger Protest in Telfs 2015 entwickelt. Zu dieser Demo wurden sämtliche Autos bemalt. Käthe fällt heute überall auf, macht Werbefahrten für den Frieden an öffentlichen Plätzen, nahm an diversen Mahnwachen teil, ist  fahrende Litfaßsäule, wurde bei der Linzer Mahnwache als Schallmauer genutzt, ist bei Regengüssen der Technikschutz unter der Markise und natürlich auch immer der Ausgabepunkt für Info-Material. Käthe beherbergt das  Mahnwachenmuseum, eine Sammlung sämtlicher bisheriger Unterlagen, Fahnen und Schilder von den verschiedenen Demos seit 2014.

 

free21: Was sind deine nächsten Pläne?

 

Pläne? Ein Aktivist lebt gerne in den Tag. Planlos geht der Plan los – spontan läuft es glatter. Entscheidungen werden nach Fälligkeit getroffen. Wenn man wenig plant, kann man sich besser an Gelegenheiten anpassen, die sich präsentieren.  Zukunftspläne in der heutigen Giergesellschaft zu machen, ist schwer. Und die absehbare Gefahr von Kriegen macht Zukunftspläne wenig sinnvoll. Aber ich werde auch zukünftig für den Frieden arbeiten.

 

free21: Was darf ich mir darunter vorstellen?

 

Friedenarbeit bedeutet für mich in erster Linie Kommunikation mit Menschen, Missverständnisse klären, Brücken aufbauen. Manchmal drücken sich Menschen nur falsch aus und schon prallen Egos aufeinander. Vom Mitspieler wird man zum Gegenspieler, nur weil man anderer Meinung ist oder Themen bedient werden, mit denen nicht alle klar kommen. Wir dürfen das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren und uns nicht in Kleinigkeiten verheddern. Man stimmt mit niemanden zu 100% überein. Wir müssen akzeptieren, dass wir alle zwar das gleiche Ziel – nämlich Frieden – anstreben, aber auf verschiedenen Wegen dort hingelangen. Die Andersartigkeit ist auch eine große Chance. Durch verschiedene Themen können wir mehr Menschen erreichen. Und es ist doch unser aller Ziel, möglichst viele Menschen zu motivieren, sich für Frieden einzusetzen.  Zu kämpfen macht keinen Sinn, Frieden ist der Weg.

 

free21: Dann wünsche ich dir viel Erfolg auf deinem Weg! Danke für deine Zeit.

Profilbild von Andrea Drescher

Andrea Drescher

Unternehmensberaterin & Informatikerin, Selbstversorgerin & Friedensaktivistin – je nachdem was gerade gebraucht wird. Seit 2016 bei Free21 als Schreiberling und Übersetzerin mit im Team.


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